
6. Notocelia suffusana Z. Isis 1846 p. 211; Dup. Suppl. IV t. 83 f. 10; HS. IV p. 232; f. 178;
H e i n . p. 162; S n e 11. II, 1 p. 323; trimacvlana H w. p. 412; Wo o d f. 899; Me y r . p. 489;
cynosbana Du p . IX t. 245 f. 1.
Vorderflügel gestreckt, saumwärts verbreitert, Costa fast gerade, Saum mäßig schräg,
geschwungen; Hinterflügel mit gerundetem Saum, unter der Spitze flach eingezogen. Spannweite
16—17 mm. Taf. XX Fi g . 54 (Das Braun zu dick und dunkel, zu rötlich.)
Kopf und Thorax sind dunkel braungrau, das Abdomen ist reiner grau. Die Grundfarbe
der Vorderflügel ist rein weiß. Ein ziemlich großes, an Costa und Dorsum ungefähr gleich weit reichendes
Wurzelfeld ist bräunlich, von schwärzlichen Querwellen ziemlich dicht erfüllt und durch eine
wellig gebogene dunklere Linie scharf abgegrenzt; ihm folgen noch einige Costalstrichel, die manchmal
ein wenig zusammengeflossen sind. Vor dem Tornus steht ein großer und hoher dreieckiger
Praetornalfleck von gelbbrauner Farbe, der oft über die halbe Flügelbreite reicht und an seiner Spitze
wie auch in der Mitte saumwärts mehrere kurze schwarze Längsstrichel führt, an seiner Basis etwa
vier schwärzliche Häkchen enthält. Vor ihm stehen, mit den erwähnten Costalstricheln in loser
Verbindung mehr oder weniger ausgedehnte bläulichgraue, imbestimmte Schattenflecke, am Dorsum
einige braune Häkchen. In der. zweiten Hälfte der Costa stehen vier an Größe zunehmende dunkelbraune
Häkchen, deren helle Zwischenräume ganz fein geteilt sind, der breitere Zwischenraum vor
dem Apex durch zwei Strichei; aus dem einen zieht eine feine Silberlinie unter dem Apex gegen den
Saum, aus dem zweiten Strichei ein rotbrauner breiter Streif, in dem einige schwarze Strichei stehen
vor dem Saum herunter gegen den Tomus; aus dem vorhergehenden Zwischenraum zieht eine recht
breit werdende Silberlinie hinter dem Praetornalfleck herunter als basale Begrenzung der Spiegelstelle;
diese ist weiß, von einer schmalen silberigen Linie durchzogen, in welcher höchstens Andeutungen
dunkler Pünktchen stehen. Die braune Füllung des Apex zieht sich ein wenig am Saum herunter,
davor stehen einige weiße Augenpunkte, zuweilen in eine feine Linie vereinigt. Die Fransen sind
hinter einer schwarzen Basallinie schmal hell, nach außen breit graubraun, am Tornus ganz weiß.
Die Hinterflügel sind blaß bräunlichgrau, die Fransen weiß, mit dunkler braungrauer und ganz blasser
Teilungslinie.
Die Raupe ist rötlichbraun, der Kopf schwarz, Nackenschild und Analklappe sind dunkelbraun,
letztere manchmal auch heller; sie lebt im April und Mai in versponnenen Trieben von Crataegus.
Der Falter fliegt im Mai und Juni; ziemlich häufig.
Hab. Mittel- und Südeuropa, Livland, Schweden, Bithynien; Nordpersien.
7. Notocelia rosaecolana Dbl d. Zoolog. 1849 p. 2364; 1850 App. p. 106; Wo o d f. 1779;
Wi 1 k. p. 72; Me y r . p. 488.
Vorderflügel breiter, saumwärts verbreitert, Costa leicht gebogen, Saum steil, geschwungen;
Hinterflügel gleichmäßig gerundet, Saum unter der Spitze flach eingezogen. Spannweite 17—18 mm.
T a f . XX Fig . 55 <?. (Etwas dunkel.)
Kopf und Thorax sind dunkel graubraun, das Abdomen ist grau. Die Vorderflügel sind der
vorigen Art außerordentlich ähnlich gefärbt und gezeichnet. Das dunkle Wurzelfeld ist etwas kleiner,
an der Costa kürzer als am Dorsum und mehr blaugrau, auch von weniger, aber kräftigeren dunkeln
Linien durchquert; sein blaugrauer Grund ist an der Costa bis zur Mitte hin ausgeflossen und hier
stehen ganz gleichmäßige kräftige schwarze Schrägstrichel; von der Mitte der Costa an beginnen
starke schwarze Häkchen, deren Zwischenräume kräftig dunkel geteilt sind. Der Apex ist rostbraun,
ohne daß sich diese Färbung am Saum entlang zieht. An den beiden ersten praeapikalen Häkchen
hangt eine rostbraune Wolke, alle der ein kräftiger dunkel'kastanienbrauner Schrägfleck zur Mitte
des Saumes tritt; zwischen ihm und dem Apex zieht noch eine braune Linie in den Saum beider
seits heller gesäumt. Dem Saumfleck paraflelSeht vor ihm eine feine b le ig ra i Linie W Saum-
vor ihr steht, schon unter der Costa in der braunen Wolke beginnend, eine Reihe feiner schwarzer
U H U Tornus; vor diesem auf dem Dorsum steht eine dichte Gruppe aschgrauer
braunhchgrauer und brauner Hecke, die zusammen einen unregelmäßig dreieckigen Praetomal-
fleck bilden, an dessen Spitze und distalem Rand einige tiefschwarze Punkte und Fleckchen'stehen
Vor-und[hinter diesem nicht fest zusammengefügten Praetornalfleck stehen noch einige losere graue
Wolkenflecke und Wische, auch quer über dem Tomus findet sich ein solcher. Die Fransen sind dunkel
schwarzkehbraun, bestäubt, mit feiner Basal- und Teilungslinie, am Tornus sind sie breit weiß Die
Hinterflugei sind bräunlichgrau, die Fransen blaß grau, gegen den Tornus. hin weißlich, mit sehr
iemer leilungslime.
Die Raupe ist rötlichbraun mit sehr feinengber nur auf den ersten Segmenten gut sichtbaren
Pünktchen der Kopf ist gäiblich, das Nackenschild schwarz, die Analklappe von Kömerfarbe-
I H ™a,' i St 8 11 (lm Ge«ensatz 2U “ deren Arten dieser Gattung);W lebt im Mai an Rosa
Der kalter fliegt im Juni und Juli.
Hab. England, Deutschland, Niederösterrei^toutland. (Nach Christoph auch in Trans-
kaspien.)
8 .Notocelia roborana Tr. VIII p. 30; X, 3 p. 51; H S. IV p. 233; Wi l l i , p. 7 1- H e i n
p. 162; S n e l l , II, 1 p. 322; Me y r . p. 489; agiuana H b . f. 17; Wo o d f. 898.
Vorderflügel gestreckt, saumwärts verbreitert, Costa ghwach gebogen bis gerade, Saum
ziemlich steil, leicht geschwungen oder gestreckt; Hinterflügel breit, Saum stark gerundet unter
der Spitze flach eingezogen. Spannweite bis 22 mm. T a f . XX Fi g . 56 jj; 57 ? '(var.). (Das Rot
und das Blaugrau zu dunkel, das Braun zu intensiv.)
Kopf und Thorax sind rein braun, das Abdomen ist heller, braungrau. Die Vorderflügel sind
gewöhnlich weiß mit blaß rosenrotem Anflug und blaß grauen Wolkenflecken von der Mitte bis zum
^.aum. Ein dunkelbraunes, schwärzlich gewelltes Wurzelfeld ist senkrecht scharf abgeschnitten
die braune Färbung aber an der Costa schmal bis über die Mitte ausgeflossen und dunkler gestrichelt
Am Dorsum stehen als Praetornalfleck drei braune Strichei mit bräunlich ausgefüilten Zwischenräumen,
darüber ein bräunlichgelber Fleck mit zwei dicken'schwarzen Querstrichen und meist noch
einigen Punkten. Hinter der Mitte der Costa folgen drei kräftige dunkelgraue Häkchen deren breite
weißlichen Zwischenräume fein dunkel geteilt sind; aus dem zweiten oder .dritten Teilungsstrichel
entspringt eine rostbraune Schrägbinde, die weiterhin als schmaler Streif geschwungen zum Saum
unter dessen Mitte zieht und m ihrem oberen Teil etwa drei kräftige schwarze Strichei enthält- der
Apex ist rostbraun, zwischen ihm und dem Schrägstreif'sind braungraue Wolken. Der zum Saum
absteigende Teil des Schrägstreifs ist auf seiner proximalen Seite von einer feinen grauen Linie begleitet
und vor dieser steht eine senkrechte Reihe sghwarzer Punkte, vor dieser einige, parallele rötlichgraue
Streifen, und in der Gegend hinter der Querader ein oder mehrere schwarze Pünktchen Die
Fransen sind dunkel braunschwarz, mit tiefschwarzer Basal- und feinerer Teilungslinie, am Tomus
breit weiß, mit verloschenen Limen. Die Hinterflügel sind hell graubräunlich, die Fransen fast gleichfarbig,
an ihrer Basis schmal und gegen den Tomus im ganzen weißlich, mit kräftiger, grauer Teilungslinie
Es gibt Abweichungen von dieser Normalfärbung und -Zeichnung. So kann (Fig. 57) jeder
rötliche Anhauch des weißen Grundes fehlen, ebenso die Verdunkelung der Costa vom Wurzelfeld