
Vielleicht gehört diese Spezies zu der folgenden Gattung Thiodia Ke n n . Zu Epiblema,
wozu W a l s i n g h a m seine Art stellt, gehört sie sicher nicht, denn beim fehlt der Costalumschlag
der Vorderflügel; es müßte denn sein, daß Epibl. infessana Wls gh m. nicht mit der hier beschriebenen
Form identisch ist; dann müßte für letztere ein neuer Name gewählt werden. Ich sah die Typen
W a l s i n g h a m s nicht, sondern bestimmte obige Art nur nach dessen Beschreibung, die im übrigen
vollkommen stimmt.
In Natura blieben mir bisher unbekannt
Semasia (Enarmonia) cuplvulana H S. IV p. 276; Hab. Ural.
Semasia radiolana E v . Fauna Volg.-Ural p. 520; Hab. Ural.
Semasia suomiana H o f f m. Stett. ent. Zeit. 1893 p. 142; Hab. Finlanc!
Ich werde darüber am Schlüsse des Werkes Näheres berichten können.
XIV. Gattung: Thiodia/(Hb.) Ke n n , (non W 1 s g h m.).
(vgl. Pag. 50.)
Diese Gattung ist durch zwei besondere Merkmale dés <j sehr gut bezeichnet: die H i n t e r f
l ü g e l des $ haben einen nach oben geklappten Costalumschlag, in welchem ein langer Haarpinsel
verborgen ist, und auf den Vorderflügeln findet sich zwischen den Gabelästen der Ader a eine
kleine Grube, die unterseitig wie ein kleines Säckchen vortritt. Dies ist erfüllt von kurzen feinen
Härchen und oberseitig durch weiße, zeltartig darüber gelagerte breite Schuppen gedeckt, die sichtbar
werden, wenn man die gewöhnlichen Schuppen dort entfernt (Taf. XX Fig. 36a und Taf. II Fig.
53, 54). Im übrigen sind die Adern III3 und IVj der Hinterflügel gestielt, Ader III2 an ihrem Ursprung
gebogen und diesem Stiel genähert, die Adern II und IIU entspringen dicht beisammen und ziehen
anfangs parallel dicht nebeneinander.
Als habituelles Merkmal kann angesehen werden, daß ein richtiger Spiegel nicht vorhanden
ist, daß aber an seiner Stelle eine Anzahl feiner schwarzer Pünktchen übereinander stehen, und zwar
ziemlich nahe am Saum über dem Tornus, in einer dem Saum annähernd parallelen Reihe.
Die Gattung hat ihre Vertreter vorwiegend im Süden.
1. Thiodia sulphurana Chr . Hör. Soc. Ent. Ross. XXII, 1888 p. 311.
Vorderflügel saumwärts wenig verbreitert, Costa fast gerade, Apex kurz gerundet, Saum
schräg, leicht gebogen; Hinterflügel breit, gerundet, Saum unter der Spitze flach eingezogen. Spannweite
18—20 mm. T a f . XX Fi g . 36 S, 37 ?.
Kopf, Thorax und Vorderflügel sind fast einfarbig schwefelgelb. Auf den Vorderflügeln kann
man am Dorsum in der Mitte, an der Querader und über dem Tornus öfters eine etwas blässere Stelle
erkennen; die Knickungslinie des Flügels nach dem Tornus hin, einige Schräglinien vom letzten
Drittel der Costa gegen den Saum und die Saumlinie selbst haben oft Seidenglanz ; über dem Tornus
stehen ein bis drei schwarze Pünktchen. Die Fransen sind an ihrer Basis schwefelgelb, nach außen
weißlichgelb. Die Hinterflügel sind heller oder kräftiger graubraun, die Fransen weiß mit brauner
Teilungslinie.
Hab. Sarepta, Anatolien.
2. Thiodia citrana H b. f. 185; T r. VIII p. 273; X, 3 p. 141; Du p . IX t. 257 f. 5; H S. IV
p. 245; Wi l k . p. 245; He i n . p. 168; Sne l l . ' ' I I , 1 p. 304; Me y r . p. 486.
Vorderflügel saumwärts deutlich verbreitert, Costa leicht gebogen, Apex spitz, Saum schräg,
ein wenig geschwungen, Hinterflügel breit, Saum stark gerundet, unter der Spitze flach eingezogen.
Spannweite 17 mm. T a f . XX Fi g . 38 ^ (Das Braun etwas zu rötlich.)
Kopf und Thorax sind schmutzig graugelb, die Vorderflügel sind zitronengelb, im Saumfeld
mit einigen blässeren' Stellen. An der Costa stehen feine braune Pünktchen, von der Mitte bis zur