
braun, auch noch einige Wellenlinien zwischen Wurzelfeld und Schrägbinde; letztere ist schmal,
aber zusammenhängend und wenigstens saumwärts deutlich begrenzt. Bei noch stärkerer Verdunkelung
des Grundes zu schwärzlichem Blaugrau (Fig. 45) kommt es vor, daß das Wurzelfeld, abgesehen von
seinen schwarzen Querlinien, undeutlich wird, die Schrägbinde aber und der Gabelstreif im Saumfeld,
Häkchen und Apex recht hell gelbbraun bleiben, so daß sich die ursrpünglich dunkeln Zeichnungen
heller aus dunklerem Grund herausheben, wobei letzterer im Saumfeld kräftigen blauen
Metallglanz haben kann. Diese dunkeln Stücke bilden die Ab. alnetana G n.
Kopf und Thorax sind bei der Stammform gewöhnlich blaugrau, das Gesicht heller, bei der
dunkeln Form braun, das Abdomen ist braungrau.
Die Raupe ist weißlich, oft mit blassen grauen Punkten, Kopf und Nackenschild sind gewöhnlich
schwarz, der Kopf aber auch gelbbraun, das Nackenschild gelblich, hinten schwarz gerandet,
die Analklappe ist hellbraun. Sie lebt zwischen Blättern von vielerlei Laubholz, besonders Quercus
im Mai. Der Falter fliegt im Juni und Juli.
Hab. Mittel- und Nordeuropa, Ober- und Mittelitalien.
31. Semasia neglectana D u p. Suppl. IV t. 89 f. 3; W i 1 k. p. 121,1 .1 f. 8; He i n . p. 208;
Me y r . p. 484.
Vorderflügel breiter als bei voriger, saumwärts deutlich verbreitert, Saum, steüer, leicht
geschwungen; Saum der Hinterflügel gerundeter, unter der Spitze kaum flacher. Spannweite 15 mm.
T a f . XIX Fi g . 46 ?. (Etwas zu rötlich.)
Diese Spezies ist der Stammform der vorigen sehr ähnlich, unterscheidet sich von ihr folgendermaßen:
Das Wurzelfeld ist am Dorsum etwas länger, seine blaugraue Mischung hat Silber- oder
Bleiglanz, die Abschlußlinie ist mehr gebogen als gebrochen; der folgende helle Raum ist ausgesprochen
rötlich und hat am Dorsum. schwarze Fleckchen; die dunkle Schrägbinde ist besser ausgebildet,
besonders durch eine zusammenhängende schwarze Linie, die an der Querader eine kleine Bucht
bildet mit hellem Inhalt; die Linie verbreitert sich am Dorsum zu einem deutlichen dreieckigen braungrauen
Praetornalfleck; die ihr folgende graue Linie ist breit und lebhaft metallglänzend, ebenso
die distale kurze Begrenzung des Spiegelflecks. Die Linie, welche aus dem vierten Praeapikalhäkchen
in den Saum zieht, ist fein, braun, mündet über der Mitte in letzteren und zieht nicht an ihm herunter;
sie ist begleitet von einer feinen hellen und einer scharfen Silberlinie unter den Apex; über dem Spiegel
stehen einige schwarze Aderlinien. Die Fransen sind weniger dunkel, unter der Spitze fein weiß durchschnitten.
Die Hinterflügel sind braungrau, die Fransen heller, weißlich, mit dunkler Teilungslinie.
Kopf und Thorax sind braungrau, Gesicht und Palpen weißlich, das Abdomen ist grau.
Die Raupe ist hellbraun, die Wärzchen sind nur bei Vergrößerung sichtbar, schwarz, Kopf,
Nackenschild und Analklappe sind schwarzbraun. Sie lebt im Mai in Knospen von Populus nigra
und tremula, auch von Salixarten. Der Falter fliegt im Juni und Juli.
Hab. Deutschland, England, Tirol, Kärnthen.
(f. Cydia M e y r. Saum der Vorderflügel geschwungen, Ader III3 und IVX der Hinterflügel
aus einem Punkt oder gestielt oder zusammenfallend.)
32. Semasia nigromaculana H w. Lep. Brit. p. 436; Wo o d f. 962; Wi lk . p. 295; He i n ,
p. 209; S n e 11. II, 1 p. 318; Me yr . p. 486; albawa Wo o d f. 963; freyeriana F. R. p. 135 t. 51
f. 3; H S. IV p . 279.
Vorderflügel saumwärts deutlich verbreitert, Costa kaum gebogen, zuweilen, abgesehen von
der Basis, ganz gerade, Saum ziemlich schräg, leicht.geschwungen; Hinterflügel flach gerundet,
unter der Spitze kaum eingezogen. Spannweite 15—17 mm. Taf. XIX F i g . 47 ?, 48 $ (letztere
etwas zu gelb).
Kopf und Thorax sind weiß bis gelblich weiß, schwarz gemischt, das Abdomen ist bräunlichgrau,
hell. Die Vorderflügel sind reinweiß oder sehr blaß gelblichweiß, gegen die Spitze hin eine
Spur intensiver, und dann gegen die Wurzel etwas grau. Nahe der Basis stehen einige tief sch warze
Querpunkte, abgebrochene Linien, dann einige schwarze Schrägstrichel an der Costa und mehrere
solche Querflecke am Dorsum. Diese Flecke können etwas zahlreicher werden und schließen sich
dann mehr zu einem Wurzelfeld zusammen, das aber niemals vollkommen abgeschlossen wird. Zu
einigen winzigen Costalpünktchen kommt in der Mitte der Costa ein Paar brauner oder schwarzer
längerer Schrägstrichel, aus denen bei stärker gezeichneten Stücken graue Wollten sich bis zum
Dorsum erstrecken können. Hier steht ein aus rötlichbraunen und schwarzen Linienanfängen
zusammengesetzter großer Praetornalfleck, dessen distaler Rand scharf abgeschnitten ist und sich
zuweilen in rotbrauner Farbe senkrecht bis über die Hälfte der Flügelbreite erhebt und hier mit einer
rotbraunen Linie in Verbindung stehen kann, welche aus dem vierten praeapikalen Schräghäkchen
schräg über den Spiegel hinweg zur Mitte des Saumes zieht, wo sie sich etwas verbreitert (Fig. 48).
Gerade über dem Spiegel ist sie tiefschwarz bestäubt. Oftmals aber fehlt diese Schräglinie und nur
der schwarze Fleck bleibt übrig. Es folgen noch zwei weitere rotbraune Häkchen mit dunkel geteilten
Zwischenräumen und der rotbraune Apex; aus den hellen Zwischenräumen ziehen zwei feine Silberlinien
in den Saum unter der Spitze. Der schön ausgebildete Spiegel ist basalwärts breit, saumwärts
schmal silbern eingefaßt, im Innern bräunlich mit schwarzen Punkten, letztere bei den ganz
hellen Stücken bisweilen nur angedeutet. Die Fransen sind weiß bis gelblich, um den Apex und in
der Saummitte grau. Die Hinterflügel sind weiß mit braungrauem Saum und Apex oder ganz braungrau,
die Fransen weiß bis bräunlich, mit braungrauer Teilungslinie.
Die Raupe ist gelblichweiß, der Kopf hellbraun, Nacken- und Analschild sind noch heller
braun; sie lebt im September in den Blüten von Senecio jacobaea. Der Falter fliegt im Juli.
Hab. Mitteleuropa, Kroatien.
33. Semasia exquisitana Chr . Bull. Soc. Nat. Mose. 1881, II p. 428.
Vorderflügel saumwärts kaum verbreitert, Costa fast gerade, Saum mäßig schräg, leicht
geschwungen; Hinterflügel ziemlich breit, trapezoid. Spannweite 17 mm. Taf. XIX Fig. 49 $.
(Spiegelumrahmung zu blau.)
Der Kopf ist weiß, der Thorax weiß mit schwärzlichen Querstreifen, das Abdomen bräunlichgrau
(Abb. zu braun). Die Vorderflügel sind reinweiß mit schwarzen Zeichnungen und blaugrauer
mattglänzender Umrahmung des Spiegels. Ein Wurzelfeld ist nicht ausgeprägt; es finden sich nur
von der Basis an bis % der Flügellänge einige schwärzliche Querwellen, dann ein stärkeres schwarzes
Schrägstrichel an der Costa und diesem gegenüber ein größerer blaugrauer Fleck, schwarz umrahmt,
mit schwarzen Linien im Innern und quer durch einen schwarzen Strich abgestutzt. In der Mitte
der Costa hängt die costale Hälfte eines ziemlich breiten, tiefschwarzen Schrägbandes, das sich bis
zur halben Flügelbreite erstreckt und einen zahnartigen Fortsatz gegen die costale Begrenzung des
Spiegels aussendet; am Dorsum vor dem Tornus stehen einige schwarze, zusammengeflossene Punkte.
In der zweiten Hälfte der Costa stehen ein feines und drei stärkere schwarze Schräghäkchen mit fein
geteilten Zwischenräumen; aus dem dritten vom Apex an zieht eine schwarze Linie über den Spiegel
zum Saum und eine kleine Strecke an diesem herunter, darüber eine feine Bleilinie zum Augenpunkt;
der Apex selbst ist schwarz. Der Spiegel ist schmal, weiß, ohne Bezeichnung im Innern, beiderseits
Zoologica. Heft 54. ¡¡¡f