
89. Phalonia prangana Kenn. Iris XIII, 1900 p. 130 t. 5 f. 7.
Vorderflügel von der Wurzel an gleich breit, Costa etwas konkav in der Mitte, vor der Spitze
konvex, Apex spitz, Saum sehr schräg, gestreckt; Hinterflügel mit flachem Saum, Spitze stark vorgezogen.
Spannweite 20 mm. T a f . XIII, F i g . 16 Ty p e .
Der Kopf und Thorax sind ockerbräunlich, die Palpen blaß, seitlich dunkler; die Vorderflügel
sind blaß schwefelgelb, gegen die Wurzel hin dunkler bräunlichgelb angehaucht, das Dorsum
in der Nähe der Basis am dunkelsten; aus dieser Verdunkelung erhebt sich aus 1/3 des Dorsum ein
sehr schrägliegender gelbbräunlicher Streifen, der sich bis gegen die Queräder erstreckt, wo er
abgestutzt endet; ein ähnlich kürzerer und etwas steiler stehender Streif findet sich vor dem
Tornus und reicht bis zur Flügelhälfte. Die Saumlinie ist gelbbräunlich angelassen, die Fransen sind
blaßgelb mit bräunlichgelber Teilungslinie. Die Hinterflügel sind hellgrau, saumwärts etwas dunkler,
die Fransen fast weiß mit grauer Teilungslinie. Das Abdomen ist dunkler braungrau, der Analschopf
gelblich.
Der Falter fliegt im Juni.
Hab. Transkaukasien (Urmus, Ordübad, Erivan).
90. Phalonia sulpharosana Kenn. Iris XIII, 1900 p. 237.
Form der Vorderflügel fast wie bei voriger, saumwärts aber ein wenig verbreitert, Apex runder,
Saum etwas gebogen; Spitze der Hinterflügel weniger vorgezogen. Spannweite 15—17 mm. Taf. XIII,
Fi g . 17 Ty p e .
Der Kopf ist ockergelblich, Stirn und Palpen sind weißlich, der Thorax ist ockerbräunlich.
Die Vorderflügel sind von der Wurzel an rostgelb, nach der Spitze und dem Saum zu geht diese Farbe
allmählich in Blaßgelb über, welche Farbe sich auch unter der Costa etwas basalwärts erstreckt; in
der Mitte des Dorsum steht ein undeutliches, aus zwei Parallelstreifen bestehendes, ein wenig dunkler
rostbräunliches Schrägband, das über der Flügelhälfte verblaßt; vor dem Tornus steht ein schmaler
Schrägstreif von blasser rostgelber Farbe, der sich gerade gestreckt und blasser werdend fast bis
zur Costa vor der Spitze erstreckt. Die Fransen sind blaßgelb mit sehr feiner Teilungslinie. Die
Hinterflügel sind blaß graubräunlich, durchscheinend, ihre Fransen fast weiß mit blaßgrauer Teilungslinie
; das Abdomen ist dunkler grau, der kleine Analbusch weißlich.
Hab. Nordwestafrika.
91. Phalonia acutana nov. spec.
Vorderflügel ziemlich breit, saumwärts wenig verbreitert, Costa am Grund gebogen, dann
gerade bis gegen die Spitze, Apex spitz, Saum schräg, kaum gebogen; Hinterflügel halbrund, unter
der Spitze ganz flach eingezogen, Palpen kurz. Spannweite 21 mm. Taf. XIII, F i g . 18 d1 T y p e.
Diese mir schon vor Jahren von Herrn v. Caradj a übermittelte Spezies hat sehr bleichgelbe
Vorderflügel, die wurzelwärts nur andeutungsweise ein wenig dunkler werden, mit zartem Seidenglanz;
an der basalen Hälfte der Costa stehen in großer Zahl winzige schwarze Strichei oder Pünktchen;
die Knickungslinie ist saumwärts etwas dunkler gelblich angelegt, und im Saumfeld finden sich einige
solche Querlinien aus feinen Praeapikalstricheln, die in Saum und Tornus ziehen. Am Dorsum stehen
drei breitere, wenig abstechende, gelbere Schrägstreifen, die gegen die Flügelmitte verschwinden;
der mittlere trägt nahe dem Dorsum ein Fleckchen schwarzer Schuppen, und ein ähnliches steht
vor dem Tornus; in der Mitte des Dorsum findet sich eine Anzahl feiner schwarzer Pünktchen. Die
Fransen sind blaßgelb mit wenig dunklerer Saum- und Teilungslinie. Die Hinterflügel sind dunkelgrau,
mit durchscheinenden Sprenkeln zwischen Ader 11^ und I II2; die Fransen graugelblich mit einer
stärkeren und einer blässeren grauen Teilungslinie. Kopf und Thorax sind ziemlich lebhaft gelb,
das Abdomen ist dunkelgraubraun mit kleinem gelblichem Analbusch.
Hab. Transkaukasien (Erivan).
92. Phalonia nefandana Kenn. Iris XII, 1899, p. 39 t. 1 f. 38.
Form der Vorderflügel wie bei voriger, saumwärts jedoch gar nicht verbreitert; Hinterflügelsaum
runder, unter der Spitze stärker eingezogen. Spannweite 21 mm. Taf. XIII, F i g . 19 $
T y p e .
Die Vorderflügel sind schmutzig ockergelblich mit einem Stich ins Grünlichbräunliche, an
der Costa am blässesten; bei Vs des Dorsum stehen zwei parallele schmutzig graubräunliche Schräglinien
dicht beisammen; sie neigen sich gegen die Querader, endigen aber vorher; vor dem Tornus
steht ein ähnlicher Doppelstrich bis zur Knickungslinie, über welcher er sich, aber einfach noch bis
zur Hälfte des Saumfeldes fortsetzt; die Querader ist basalwärts, die Knickungslinie saumwärts
gleichfalls schmutzig bräunlichgrau angelegt, alles recht undeutlich; in. der Mitte der Costa und in
in ihrem zweiten Drittel stehen einige undeutliche senkrechte Strichei; die Flügelspitze selbst ist
unreiner und durchzogen von einigen abgekürzten Perlmutterlinien, auch die Knickungslinie selbst
ist glänzend. Die Fransen sind bleich weißlich, mit kaum bemerkbarer Teilungslinie. Die Hinterflügel
sind blaß bräunlichgrau, ihre Fransen sind weißlich, an der Basis schmal gelblich, mit blaß
bräunlicher Teilungslinie. Der Thorax ist schmutzig grünlichgelb, blaß, der Kopf mit Palpen weißlich,
das Abdomen blaß bräunlichgelb.
Hab. Kleinasien (Kaiserie).
93. Phalonia despectana Kenn. Iris XII, 1899, p. 30 t. 1 f. 27.
Vorderflügel von der Wurzel an bis zu V3 gleich breit, dann ein wenig verbreitert; Costa leicht
konkav, Apex gerundet, Saum schräg, leicht gebogen; Hinterflügel mit flach gerundetem Saum,
unter der Spitze kaum eingezogen. Spannweite 22 mm. T a f. XIII, F i g. 20 $ Typ e ;
Die Vorderflügel sind trüb grünlich graugelb, gegen die Wurzel hin etwas grauer, ebenso schmal
am Dorsum entlang; hier stehen auch undeutliche, etwas dunklere Schrägstrichel, besonders in der
zweiten Hälfte; im Saumfeld ebenso schattenhafte feine bräunliche Bogenlinien von der Costa gegen
Dorsum, Tornus und Saum ziehend; etwas vor der Mitte des Dorsum steht ein bräunlicher Schrägstreif,
steiler als der Saum, der über der Flügelhälfte scharf abgeschnitten endet. Die Fransen sind
blaßgelblich, mit zarter, bräunlicher Teilungslinie. Die Hinterflügel sind dunkel bräunlichgrau, ihre
Fransen weiß, an der Basis schmal gelblich mit braungrauer Teilungslinie. Kopf und Thorax sind
bleich ockergelblich, das Abdomen ist langgestreckt, dunkelgrau.
Hab. Zentralasien (Alai).
94. Phalonia cinereoviridana Kenn. Iris XII, 1899, p. 29 t. 1 f. 26.
Der vorigen ähnlich, Vorderflügel saumwärts etwas allmählicher verbreitert, Apex spitzer,
Saum der Hinterflügel unter der Spitze stärker eingezogen. Spannweite 20^—21 mm. Taf. XIII,
F i g. 21 j j Ty p e .
Die Vorderflügel sind ziemlich dunkel bräunlichgrau, ins Grünliche fallend, gegen die Basis
hin am dunkelsten, gegen die Spitze reiner aschgrau. (Die Reproduktion ist etwas zu blaß und nicht
grünlich genug.) Längs der Costa stehen ein wenig dunklere, aber deutliche senkrechte Strichei,
im letzten Drittel fünf größere Häkchen, aus denen schattenhafte Bogenlinien gegen den Tornus
hin ziehen, die erste, breiteste über die Querader hinweg; die zweite ist am Dorsum vor dem Tornus
am breitesten, die übrigen sind feiner. Schon vor Vs des Dorsum steht ein sehr schräger, rostbräun