
oder dritten Praeapikalhäkchen ein dunkelbrauner Streif gegen die Mitte des Saumes und .von da
gegen den Tornus herunter, aus dem ersten und zweiten Zwischenraum ziehen undeutliche hellere
Linien gegen den Saum unter den Apex. Die Fransen sind dunkel rotbraun, gegen den Tornus blasser,
mit schwärzlicher Basallinie. Die Hinterflügel sind dunkel braungrau, die Fransen etwas heller mit
dunkler Teilungslinie.
Unter dem Katalognamen Var. orientana (n. var.) führt Ba n g -Ha a s eine Form, die in jeder
Hinsicht bedeutend heller und vor allem nicht grau, sondern gelbbräunlich ist (Fig. 49); das Wurzelfeld
ist nicht gebrochen, sondern durch eine geschwungene Linie begrenzt, die etwas vor der Mitte
der Costa beginnt und wurzelwärts zum Dorsum zieht. Der Praetornalfleck ist braunrot (rostrot);
alle sonstigen Zeichnungen genau wie bei der Stammform, nur klarer und blaßbräunlich, Apex
und Saum nicht so verdunkelt. Die Hinterflügel sind hell bräunlich.
Die Raupe ist rötlichbraun mit schwarzen Punkten, Kopf und Nackenschild sind schwarz;
sie lebt im April bis in den Juni zwischen knäuelförmig versponnenen Blättern von Brombeertrieben.
Der Falter fliegt von Mitte Mai bis in den Juli.
Hab. Mittel- und Südeuropa; Finland, Skandinavien; Kleinasien, Syrien,
2. Notocelia junctana H S . VI p. 160; H ei n. p. 133.
Vorderflügel etwas schlanker, saumwärts verbreitert, Costa leicht gebogen, Saum ziemlich
steil, nicht geschwungen, eher etwas gebogen; Hinterflügel stark gerundet, unter der Spitze wenig
eingezogen. Spannweite 17 mm. T a f . XX Fi g . 50 $. (Etwas zu dunkel.)
Kopf und Thorax sind braungrau, das Abdomen ist heller. Die Vorderflügel sind fast gleichmäßig
bräunlich, nur zwischen Wurzelfeld und Praetornalfleck heller weißlich, und hier mit vier
bräunlichen parallelen Wellenlinien. Bei y3 des Dorsum steht ein hoher, zugespitzter kastanienbrauner
Fleck, an seiner Basis senkrecht, mit seiner Spitze,, die sich verblassend in der Grundfarbe
gegen die Costa hin verliert, etwas saumwärts geneigt; der Praetornalfleck ist kastanienbraun, verhältnismäßig
breit, mehr fünfeckig; er ist fein hell umzogen und trägt auf seiner Spitze ein kleines,
blässeres Fleckchen. Die Costa trägt feine bräunliche Schrägstrichel, die sich nach der Spitze hin
nicht zu Häkchen verstärken; aus a/3 der Costa zieht ein scharfer bräunlicher Streif zum Saum über
dem Tornus; der Raum zwischen ihm und dem Praetornalfleck ist bräunlich bewölkt; aus dem Apex
zieht ein bräunlichgrauer zugespitzter Streif am Saum herunter. Die Fransen sind bräunlichgrau
mit sehr feiner Basal- und breiterer blasser Teilungslinie. Die Hinterflügel sind bleich bräunlich,
am Dorsum breit grauer, am Apex mit einigen feinen Sprenkeln; die Fransen sind sehr blaß, bräunlichweiß
mit ganz schwacher Teilungslinie.
Der Falter fliegt im Juni auf feuchten Wiesen, lokal.
Hab. Deutschland, Niederösterreich, Ungarn, Dalmatien, Sarepta.
3. Notocelia jaspidana Chr . Hör. Soc. Ent. Ross. IX p. 12 t. 1 f. 9.
Vorderflügel noch schmäler als bei voriger, saumwärts weniger verbreitert, Saum steiler,
gestreckt; Hinterflügel bauchig gerundet, Saum unter der Spitze leicht eingezogen. Spannweite
16 mm. T ä f . XX Fi g . 51 <? O r i g i n a l . (Etwas zu dunkel.)
Kopf und Thorax sind graubraun, das Abdomen, ist dunkler, unreiner braungrau. Die Vorderflügel
sind lebhafter braun mit einem Stich ins Olivbräunliche, am Dorsum zwischen Wurzelfeld
und Praetornalfleck heller, mit drei bräunlichen Schrägweflenlinien. Ein hoher, von seiner Basis
an schräg gestellter dunkelbrauner Streif hinter V3 des Dorsum ist ziemlich gleichmäßig breit und
reicht bis in die Hälfte der Flügelbreite; vor ihm stehen noch mehrere dunklere Bogenlinien. Der
Praetornalfleck ist breit und niedrig, halbrund, kastanienbraun mit etwas hellerer Mitte; der helle
Raum zwischen ihm und dem postbasalen Schrägfleck ist schmäler als bei den vorhergehenden Arten.
An der Costa stehen feine dunkler braune Schrägstrichel; eines verbindet sich mit dem Ende des
ersten dorsalen Schrägflecks, eine Linie aus der Mitte der Costa zieht zuerst schräg, dann senkrecht
auf die Mitte des Praetornalflecks. Dann folgen an der Costa drei größere Häkchen mit fein dunkel
geteilten Zwischenräumen; aus dem mittleren Häkchen, das doppelt ist, zieht ein brauner Schrägstreif
zum Saum über dem Tornus, der in der Spiegelgegend feine dunklere Längsstrichel enthält.
Der Apex ist rundlich braun, vor ihm zieht noch eine feine braune Schräglinie zur Mitte des Saumes.
Die Fransen sind schwärzlich mit mehreren feinen parallelen Staublinien. Die Hinterflügel sind
gelblich, am Apex mit ganz feinen Sprenkeln. Die Fransen sind fast gleichfarbig, nach außen leicht
gebräunt, mit dunklerer Basallinie.
Hab. Sarepta.
4. Notocelia circumfluxana Chr. Bull. Soc. Nat. Moscou 1881, I p. 78; S n e l l . Tijdskr.
XXVI p. 201 t. 12 f. 3.
Vorderflügel mäßig breit, saumwärts wenig verbreitert, Costa leicht gebogen, Saum mäßig
schräg, ganz leicht geschwungen, Apex stumpf; Hinterflügel trapezoid, Saum unter der Spitze ziemlich
stark eingezogen. Spannweite 18—19 mm. Taf. XX Fig. 52 $. (Zu rötlichbraun, Wellenlinien zu hart.)
Kopf, Thorax und Abdomen sind fast gleichfarbig, schmutzig braungrau. Die Vorderflügel
sind ganz einfarbig, blaß leberbräunlich, überall durchquert von zahlreichen, fast ganz parallelen
dunkler graübräunlichen Linien; von diesen treten nur drei ein wenig mehr hervor: eine nahe der
Wurzel, stumpf gebrochen, eine in der Mitte der Costa,, zur Spitze des Praetornalflecks ziehend und
eine bei % der Costa, die einigemal stumpf gebrochen vor den Tornus ins Dorsum zieht. Ein wenig
hinter der Mitte des Dorsum, weiter vom Tornus entfernt, als gewöhnlich, steht ein großer, ziemlich
hoher, annähernd trapezförmiger dunkelbrauner Fleck. Die Fransen sind von der Grundfarbe der
Fläche, am Dorsum ein wenig heller, mit zwei feinen dunkleren Teilungslinien. Die Hinterflügel
sind ziemlich dunkel braun, an der Costa vor der Spitze mit einigen dunkleren Stricheln; die Fransen
sind gelblich mit dicker brauner Teilungslinie.
Hab. Amurgebiet.
5. Notocelia argutana Chr . Bull. Soc. Nat. Moscou 1881, I p. 79.
Vorderflügel breit, saumwärts kaum verbreitert, Costa stark gebogen, Saum mäßig schräg,
gestreckt; Hinterflügel gleichmäßig gerundet, unter der Spitze wenig eingezogen. Spannweite 19 mm.
Ta f . XX Fi g . 53 $ (zu bräunlich, sollte blasser, grünlicher sein).
Kopf und Thorax sind grünlichgelblich, das Abdomen ist etwas bräunlicher. Die Vorderflügel
sind blaß grüngelblich, im Saumfeld etwas grauer. Der Flügel ist ganz bedeckt von zarten,
verwaschenen Querlinien, die etwas dunkler sind, als der Grund, im Saumfeld graubräunlich. Von
den Costalstricheln, aus denen die Linien entspringen, ist eines bei y8, eines vor y2 und eines vor
dem Apex dicker und schwarz; auch der Apex selbst führt ein schwarzes Fleckchen. Bei y2 des Dorsum
erhebt sich steil ein breiter schwarzbrauner Streif bis über die Hälfte der Flügelbreite; hier ist er
fast rechtwinkelig saumwärts geknickt und dieser Teil ist nach dem Dorsum hin verwaschen; eine
Strecke vor dem Saum endet der Streif, indem er sich gegen den Apex wendet, eine Strecke unter
diesem. Die Fransen sind dunkler grau bestäubt, ohne sichtbare Basal- oder Teilungslinie. Die
Hinterflügel sind graubraun, die Fransen bräunlich, an ihrer Basis schmal hell.
Hab. Amurgebiet.