
ast von der Querader zur Mitte des Dorsum ist unterbrochen durch die breit braun beschuppte Dorsalis
der gebogene weiße Streifen vor dem Saum erreicht den Tornus nicht ganz. Das alles sind Verschiedenheiten,
die leicht verständlich sind; die Fransen sind scharf weiß und braungescheckt mit durchlaufender
feiner brauner Teilungslinie und die Hinterflügel sind einfarbig, ungesprenkelt bräunlich;
Kopf und Thorax sind der Flügelfarbe entsprechend heller. Trotz dieser Verschiedenheiten ist die Übereinstimmung
in der ganzen Zeichnungsanlage so groß, daß mir eine Trennung nicht zulässig erscheint.
Hab. Ferghana.
61. Euxanthis corsicüna Wlsghm. Monthly Mag. 1898 p. 169.
Vorderflügel saumwärts ein wenig verbreitert, Costa leicht konkav, Apex gerundet, Saum
mäßig schräg, leicht gebogen; Hinterflügel trapezoid, Apex spitz, vorgezogen. Spannweite 18 mm.
Taf . XV, Fi g . 1 $ O r i g i n a l .
Kopf und Thorax sind schmutzig olivbraun, Stirn und Palpen weißlich. Die Vorderflügel
sind perlmutterglänzend elfenbeinweiß, die Zeichnungen olivbraun. Die Flügelwurzel selbst ist in
geringem Umfang gelbbräunlich angelassen und besitzt eine halb und eine ganz durchgehende oliv-
braune Querlinie, letztere stumpfwinkelig gebogen; dann folgt eine aus 2 Costalhäkchen entspringende
blasser olivbraune, unter der Radialis stumpf geknickte Querbinde, die sich am Dorsum wieder in
zwei Strichei gabelt. Hierauf kommt die Hauptbinde, dunkel olivbraun aus der Mitte der Costa
stufenweise gebrochen zum Dorsum vor dessen Mitte ziehend; mit ihr steht in Verbindung ein kleiner
Dorsalfleck hinter der Binde, an der Dorsalis quer abgestutzt; er schließt mit der Binde einen höheren
Fleck der Grundfarbe ein. Vor der Querader ist ein bräunliches Fleckchen und über sie hinweg zieht
eine feine braungelbe Linie zu der distalen Ecke des kleinen Dorsalflecks. Bei 4/ 5 der Costa entspringt
ein Praeapikalstreif, so dunkel wie die Binde, der gebogen zum Dorsum vor den Tornus zieht, saumwärts
glatt, auf seiner basalen Seite mit einigen Zäckchen versehen. Vor der Spitze stehen noch zwei
dunkle Häkchen, aus denen braune Linien zum Saum ziehen, der bis zum Tornus gelbbraun gefleckt
ist. Die Fransen sind kräftig hell und braungrau gescheckt, am Tornus breiter braungrau. Die Hinterflügel
sind grau mit etwas blässeren Fransen, die eine graue Teilungslinie haben. Das Abdomen
ist gelblich und braun geringelt.
Die Raupe lebt im Mai und Juni an Santolina chamaecyparissus; den Falter erhielt Wlsghm.
im September.
Hab. Corsica.
62. Euxanthis peucedana Rag. Bull. Soc. Ent. France 1889 p. 105.
Vorderflügel etwas breiter als bei voriger, sonst von gleicher Form, Apex der Hinterflügel
nicht so spitz. Spannweite 17 mm. Taf. XV, F i g . 2 '¡| T y p e .
Kopf, Thorax und Vorderflügel sind gelbbraun, letztere auf hellerem Grund quergewellt und
mit stumpf bleigrauen Querstricheln reichlich untermischt. Außer den unregelmäßigen dunkel rostbraunen,
etwas verworrenen feinen Querlinien kann man ein rostbraunes Schrägband unterscheiden,
das von der Mitte der Costa ziemlich steil bis zur Falte zieht und von da sich etwas wurzelwärts wendet,
um vor der Mitte des Dorsum mit einigen Stricheln zu münden; ferner einen Praeapikalstreif, genau
dem der vorigen Art gleichend, ein wenig heller rostbraun, und einen schmalen Streifen längs des
Saumes; die überall eingestreuten matt bleifarbenen Strichei und unterbrochenen Wellenlinien lassen
den ganzen Flügel etwas unrein erscheinen. Die Fransen sind bräunlichgelb und rötlichgrau gescheckt
mit brauner Basallinie. Die Hinterflügel sind braungrau, die Fransen blasser gelblichgrau mit braungrauer
Teilungslinie; das Abdomen ist braun.
Die Raupe lebt im Mai und Juni (wohl vom vorigen Herbst her) in den trockenen Früchten
von Peucedanum gallicum. Der Falter fliegt im Juli.
Hab. Südfrankreich (Carcasonne).
63. Euxanthis hilarana HS. IV p. 185; f. 92; Per r i s Ann. Soc. Ent. France 1856 p. 33 t. 1
f. 3; Hein. p. 75.
Vorderflügel gestreckt, saumwärts etwas verbreitert, Costa in oder hinter der Mitte etwas
konkav, Apex gerundet, Saum schräg, gestreckt oder leicht geschwungen; Hinterflügelsaum flach
gerundet, unter der Spitze leicht eingezogen, letztere ziemlich spitz (in Abbildung 3 zu rund). Spannweite
18—22 mm. T a f . XV, F i g . 3, 4 $$. (Fig. 4 zu gelb.)
Der Kopf mit den Palpen ist bleich ockergelblich bis weißlich, der Thorax rostbraun bis bräunlichgelb,
die Vorderflügel sind rostbräunlich bis blaß ockerbräunlich, gegen Wurzel und Costa meist
dunkler, und von helleren, rötlichweißen bis gelblichweißen glänzenden Wellenlinien quer durchzogen,
besonders in den zwei äußeren Dritteln. An der Costa stehen mehr oder weniger deutliche
dunklere Strichei, die sich in verwaschene Querlinien verlängern, vor der Spitze sind zwei bis drei
größere dunklere Häkchen. Vor der Mitte des Dorsum erhebt sich ein dunkel rostbraunes, ziemlich
schmales Schrägband, manchmal nur auf seiner Saumseite scharf begrenzt, das häufig unter der
Radialis schon erlischt, in anderen Fällen undeutlicher bis zur Costa in deren Mitte reicht; im ersten
Falle stehen ihm zwei größere Costalstrichel gegenüber. An der Querader steht ein dunkler Punkt
(in Fig. 4 zu klein), und an den Praeapikalhäkchen hängt ein weniger intensiv gefärbter rostbrauner
Schatten, der bald undeutlich verwaschen, bald in mehrere Wolken zerteilt, manchmal aber auch
bindenartig zum Tornus verlängert ist; in den Saum ziehen einige verschieden deutliche Schrägschatten
aus der Costa und dem genannten Praeapikalschatten. Besonders aus den östlichen Teilen des Verbreitungsgebietes
stammen größere und im Grund bleichere Exemplare, bei denen der dorsale Teil
der Schrägbinde scharf hervortritt. Die Fransen sind dunkel braun bis schwarzbraun, mit noch
dunklerer Basal- und Teilungslinie. Die Hinterflügel sind blaß graubräunlich bis gelbbräunlich, nach
der Spitze hin gelblicher. Die Fransen sind noch blasser bräunlich- bis gelblichweiß mit feiner bräunlicher
Teilungslinie.
Die Raupe lebt im Juni und Juli in den jungen Schößlingen von Artemisia nicht weit über
der Erde in den durch ihren Fraß entstandenen Anschwellungen des jungen Stengels, wo sie sich
auch verpuppt. Der Falter fliegt im Juli und August.
Hab. Deutschland, Frankreich, Ungarn, Dalmatien, Südrußland, Bithynien, Anatolien.
64. Euxanthis jucundana Dup. Noct. VI p. 422 t. 257 f. 6; Tr. X, 3 p. 142; F. R. p. 91 t. 40
f. 2; HS. IV p. 186; f. 82; Hein. p. 74.
Vorderflügel kürzer und breiter als bei voriger, Costa nicht konkav, eher eine Spur gebogen,
Apex etwas spitzer, Saum weniger schräg; Hinterflügel wie bei voriger, aber länger, den Tornus der
vorderen überragend. Spannweite 16 mm. Taf. XV, Fi g . 5 i
Kopf und Thorax sind schmutzig bräunlichgelb; die Vorderflügel sind rein ockergelblich, an
Wurzel, Costa und im Saumfeld mehr roströtlich, ganz ohne dunklere Querwellen, an der Costa
sind nur Spuren weniger Strichei, in der Mitte ein Doppelstrichel, vor der Spitze einige roströstliche
Aderenden; weit vor der Mitte des Dorsum steht eine sehr schräg liegende rostrote Binde, die fast
bis zur Querader zieht und dort plötzlich blasser wird, um sich dann mit dem Doppelhäkchen in
der Mitte der Costa unter spitzem Winkel undeutlich zu vereinigen. Beiderseits von ihr ist der Grund
am hellsten, mit schwachem Glanz. Im Saumfeld kann man besondere Zeichnungen nicht unter-
Zoologica. Heit 54. 4 3