
Die Raupe ist hell gelbbraun, der Kopf schwarz, Nacken- und Analschild sind dunkelbraun;
sie lebt im April bis Mai an Fichten, besonders niedrigen Hecken, die Nadeln aushöhlend. Der Falter
fliegt im Mai und Juni oft massenhaft um Fichtenhecken.
Hab. Mittel- und Nordeuropa.
15. Semasia granitana HS. IV p. 280; f. 303; He i n . p. 218; S n e l l I I , 1 p. 305;
W a 11 g r. Tidskr. 1890 p. 172.
Vorderflügel saumwärts sehr wenig verbreitert, Costa schwach gebogen, Saum sehr schräg,
kaum gebogen, Tornus flach; Hinterflügel etwas trapezoid, Saum unter der Spitze flach eingezogen.
Spannweite 12 mm. T a f . XIX F i g . 23 <J. (Etwas zu braun, Querlinien zu dick und plump.)
Kopf, Thorax und Abdomen, sind fast gleichfarbig grau. Die Vorderflügel sind bleich,
bräunlichgrau, von zahlreichen feinen braunen Bogenlinien von der Wurzel an bis zum Saumfeld
bedeckt, die aber nur an Costa und Dorsum deutlich sind, gegen die Fiügelmitte hin verblassen; in
der zweiten Hälfte der Costa stehen etwa drei dunkelbraune Doppelhäkchen mit fein dunkel geteilten
weißlichen Zwischenräumen; der Apex ist braun, fein schwarz gekernt. Statt der sonst gewöhnlichen
Zeichnung findet sich hier nur ein schwärzlicher Längswisch in der Falte bis zu x/3 der Flügellänge,
ein zweiter ihm folgender bis über die Querader und dahinter noch ein rundlicher schwärzlicher
Fleck; auch über dem Tornus steht ohne Verbindung mit ihm ein etwa dreieckiger dunkler Wisch.
Aus den Costalhäkchen zieht eine feine dunkle Linie unter der Costa gegen den Saum und dann verbreitert
an diesem eine kleine Strecke herunter; die feinen hellen Linien in der Spiegelgegend haben
leichten Silberglanz. Die Fransen sind hell bräunlichgrau mit feiner schwarzer Basal- und breiter,
verwaschener brauner Teilungslinie; unter dem Apex sind sie fein weiß durchschnitten. Die Hinterflügel
sind hell bräunlichgrau, gegen Basis und Tornus hin heller, die Fransen weiß mit kräftiger
braungrauer Teilungslinie.
Die Raupe ist schmutzig weißlichgrau, der Kopf schwarzbraun, das Nackenschildchen ist klein,
dunkelbraun, die Analklappe ohne Auszeichnung. Sie lebt von August bis März unter der Rinde von
Fichten; der Falter fliegt im Mai und Juni.
Hab. Deutschland, Holland, Livland, Finnland, Schweden.
16. Semasia pauperculana S t g r. Stett. ent. Zeit. 1859 p. 230; HS. neue Schmett. F. 99.
Vorderflügel saumwärts deutlich verbreitert, Costa ziemlich gerade, Saum wenig schräg, gestreckt;
Hinterflügel gerundet, Apex spitz. Spannweite 13 mm. T a f . XIX F i g . 24 <?. (Ein
wenig zu dunkel.)
Kopf und Thorax sind bräunlichgrau. Das Abdomen ist weißlich. Die Vorderflügel sind im
allgemeinen von der Wurzel bis über die Mitte graubräunlich, im Saumteil fast rein weiß mit schwachen
dunkleren Zeichnungen. Ein Wurzelfeld, etwas dunkler graubraun, von einigen feinen dunkleren
Linien durchzogen, ist ein wenig schräg durch eine zackige graubraune Linie deutlich abgegrenzt.
Der folgende Raum ist recht hell, nur gegen die Costa bräunlicher und verdunkelt sich ganz allmählich
saumwärts zu einem graubraunen bindenartigen Abschluß von der Mitte der Costa fast senkrecht
zum Dorsum; die distale Grenzlinie ist ziemlich scharf, an der Costa zuerst schräg, dann zackig;
ihr folgt noch ein leichter zackiger Schatten; in dem hellen bindenartigen Raum davor stehen schräge
Costalstrichel und zarte Querwellen. In der zweiten Hälfte der Costa stehen vier schmale, aber lange
braune Schräghäkchen, deren weiße Zwischenräume fein grau geteilt sind. Zwei der Häkchen vereinigen
sich zu einem grauen Schattenfleck, der durch eine senkrechte bräunlich graue Linie, in der
einige schwarze Pünktchen stehen, mit dem Dorsum vor dem Tornus verbunden ist; dahinter ziehen
einige feine Linien von der Costa schräg zum Saum, der bis gegen den Tornus hin graubraun ist;
auch der Apex ist rötlichbraun, unter ihm am Saum ein hellweißes Fleckchen. Die Fransen sind
dunkelgrau, an ihrer Basis fein weiß, mit feiner schwarzer Basallinie. Die Hinterflügel sind weißlich,
gegen Spitze und Saum bräunlichgrau (in der Abb. zu rötlich und zu dunkel), die Fransen sind weiß
mit braungrauer Teilungslinie.
Hab. Andalusien.
17. Semasia delitana F. R. p. 185, t. 65 f. 2; Dup. Suppl. IV t. 64 f. 9; Z. Iris
1847 p. 731; H S. IV p. 240; He i n . p. 208; laetana S t g r. Berl. ent. Zeit. 1870 p. 275.
Vorderflügel gestreckt, saumwärts mehr oder weniger ($) verbreitet, Costa fast gerade, Apex
gerundet, Saum mäßig schräg, gerade; Hinterflügel breit, Saum stark gerundet, unter dem Apex
ganz flach eingezogen. Spannweite 13—17 mm. T a f . XIX F i g . 25 ^ (groß), 26 $ (klein). (Etwas
zu dunkel, besonders in den hellen Partien, 26 zu bräunlich.)
Kopf und Thorax sind bräunlichgrau, weiß gemischt; das. Abdomen ist bräunlich weiß. Die
Grundfarbe der Vorderflügel ist hell gelblichweiß bis bläulichweiß, die Zeichnungen sind aus graubraunen,
etwas ins Grünliche ziehenden mehr oder weniger dunklen, teilweise auch schwärzlich
bestäubten Wellenlinien zusammengesetzt. Das Wurzelfeld ist entweder gar nicht oder nur schwach
bräunlichgrau verdunkelt, und dieses hauptsächlich gegen die Costa hin; es ist aber von mehr oder
weniger graubraunen Wellenlinien aus dunkeln Costalstricheln durchzogen; die Linien selbst sind
stellenweise schwarz bestäubt; die Abschlußlinie ist ziemlich senkrecht, meist etwas wellig gebrochen,
bisweilen ist jedoch der Rand nicht ganz scharf. Der darauf folgende helle und breite bandartige
Raum der Grundfarbe hat an der Costa mehrere schwarze Schrägstrichel und ist von meist zerrissenen
bräunlichen Wellenlinien durchzogen. Von der Mitte der Costa zum Dorsum vor dem Tornus zieht
ein vom Grund sich gut abhebendes, aber nicht sicher begrenztes graubraunes Schrägband, gestreckt
oder etwas gebogen, über der Mitte verengt, auch von dunkleren bis schwärzlichen Linien durchsetzt
und aus schwarzen Costalhäkchen entspringend. Hinter ihm stehen scharfe dunkelbraune Costalhäkchen
mit feinen Teilungslinien in den hellen Zwischenräumen, der Apex selbst ist. bald hell, bald
gelblichbraun. Unter der Costa vor der Spitze findet sich ein bräunlicher Längswisch, der sich öfters
tornalwärts in den Spiegelraum erstreckt, und hier mehrere übereinanderstehende schwarze Pünktchen
führt; die Saumlinie ist in der Mitte braungrau verbreitert. Zuweilen ist der Spiegelraum von schwach
glänzender Linie beiderseits eingefaßt. Die Fransen sind um den Apex bräunlich, weiterhin heller
bis fast weiß, im ersteren Falle unter dem Apex weiß durchschnitten. Die Hinterflügel sind hell
bräunlichgrau, die Fransen ganz blaß bis fast rein weiß, mit braungrauer Teilungslinie.
Hab. Südeuropa, Deutschland, Schweiz, Österreich-Ungarn, Livland; Kleinasien.
18. Semasia diniana Gn. Ind. p. 33; Rag. Ann. Soc. Ent. France 1894 p. 221; pinicolana
Z. Isis 1846 p. 242; H S. IVp. 207; f. 384, 385; Hein. p. 210; Wal lgr . Tidskr. 1890 p. 167; J u d.-
N i t s c h e II t. 8 f. 12; Me y r . p. 474; o c o u lta n a Dgl . Zoologiste 1846 p. 1267; Wi 1 k. p. 223.
Vorderflügel gestreckt, saumwärts ein wenig verbreitert, Costa wenig oder gar nicht gebogen
Saum ziemlich steil, leicht gebogen; Hinterflügel ziemlich spitz, Saum gebogen, unter der Spitze
flach eingezogen. Spannweite bis 21 mm. T a f . XIX Fig. 27 ?, 28 $ (Var.). (In Fig. 27 sind die
hellen Stellen zu dunkel gedeckt und alles etwas zu braun.)
Kopf und Thorax sind grau, dunkler gemischt, das Abdomen ist bräunlichgrau. Die Vorderflügel
sind in ihrer Grundfarbe gewöhnlich hell aschgrau, gegen das Dorsum und im Spiegelteil heller,
oft ganz weiß. Ein spitzwinkelig vortretendes Wurzelfeld ist mehr oder weniger braungrau ver