
b. Form gervnarana Froel. Diss. p. 24, Nr. 22; hierher gehören: logiana Hb. 217; boscana Stph.
p. 159; Wd. 1083; plwnbosana Stph. p. 158; Wd. 1082; erutana HS. 9(?), 19; IV, p. 143.
Grundfarbe der Vfl. in den verschiedenen Abstufungen von Braun, Zeichnungen gewöhnlich
unscharf und wenig dunkler als der Grund, aber übereinstimmender mit der für die ganze Gruppe
typischen Prägung. Zwar kommen auch hier (Fig. 35) Varietäten vor, bei denen der große Costalfleck
dunkelbraun oder fast schwarz, öfter costalwärts etwas zerrissen, die einzige Zeichnung bildet,
öfter ist ein aus parallelen Wellenlinien gebildetes dunkleres Costalfeld deutlich (Fig. 36, 37), die
Schrägbinde, die wieder mehr oder weniger innig mit dem Costalfleck zusammenhängt, kann sich über
die Flügelmitte, selbst verwaschen und abblassend bis zum Dorsum ziehen; saumwärts ist sie, wie auch
der Costalfleck verwaschen, wodurch das Saumfeld allmählich die hellere Grundfarbe bekommt,
in der mitunter mehrere feine Wellenlinien, durch Reihen feiner Schuppenhöckerchen ausgezeichnet,
von der Costa zum Saum und Apex ziehen. Die Costa ist oft gescheckt. Die Zeichnungen sind je nach
der Grundfarbe kastanienbraun, violettbraun bis rotbraun und schwärzlich. Bei dunkler Grundfärbung
treten alle diese Zeichnungen kaum hervor (Fig. 38). Fransen braungrau bis braun, mit kräftiger,
oft durch dunkle Fleckchen ausgezeichneter Basallinie und schwächerer Teilungslinie.
Hfl. braungrau, oberseits ungesprenkelt, Fransen heller mit kräftiger Teilungslinie. Kopf
und Thorax von der Färbung der Vorderflügelbasis.
Die Raupe ist blaßgrün oder gelblichgrün, Kopf und Nackenschild ockergelb; sie lebt von Ende
Juni bis August in einem gefalteten oder umgeknickten Blatte von Viburnum lantana und V. opulus;
der Schmetterling erscheint vom August an und überwintert teilweise. Eine, vielleicht nicht überall
vorkommende, Sommergeneration, deren Raupe im Mai und Juni vorkommt, fliegt im Juli (Disque,
Verzeichnis der in der Umgegend von Speyer vork. Kleinschmetterlinge; Iris 1901, p. 160).
Hab. England, fast ganz Europa (excl. Süditalien und Griechenland), Skandinavien, Lappland,
Ostseeprovinzen; auch N. Amerika.
13. Acalla hippophaeana Heyd. Stett. ent. Zeit. 1865, p. 377; Frey, Mitt. Schw. VI (1883),
p. 689; (ab.) ragatza/na Heyd. 1. c.
Abermals eine ungemein variable Art, die sowohl in Flügelschnitt als auch in Bezug auf die
Zeichnungsanlagen stark an Ac. Jiastiana erinnert. Sie ist indessen meist, beträchtlich kleiner, die
Spitze der Vfl. viel stumpfer, ihr Saum weniger schräg und gerundet, selten andeutungsweise geschwungen.
Auch die Hfl. haben gewöhnlich einen gerundeten Saum und stumpfen Apex. Im übrigen
ist die Costa an der Basis stark gebogen, weiterhin gerade, manchmal aber durch höhere Beschuppung
des Basalteils plötzlich abgestuft (Fig. 41). Spannweite 16—22 mm — Taf . IV, F i g. 39—46.
Die Grundfarbe der Vfl. ist aschgrau, braungrau, blaugrau bis schwärzlichgrau in verschiedenen
Abstufungen. Es gibt fast einfarbige Exemplare (Fig. 39), meist bräunlichgrau, gegen den Dorsalrand
ein wenig heller, mit zahlreichen feinen etwas dunkleren Querwellenlinien, unter denen man eine etwas
stärkere als Grenzlinie eines Basalfeldes, in der Mitte der Costa einige als Andeutung des Beginns
eines Schrägbandes, und mehrere aus der Stelle des sonst vorhandenen praeapicalen Costalfleckes
kommende deutlicher unterscheiden kann. Auf heller grauem bis blaugrauem Grunde treten die
Zeichnungen in rotbrauner Farbe von wechselnder Intensität schärfer hervor (Fig. 40 und 41), wobei
die Begrenzung des Saumfeldes vollständig, am Dorsum verbreitert, oder nur auf einen dunkelen
Dorsalfleck beschränkt sein kann. Das mittlere Schrägband, an seiner basalen Seite scharf begrenzt,
und zweimal geknickt, ist saumwärts mehr verloschen und dorsalwärts mit der hellen Grundfarbe
gemischt, oder nur auf die basale Grenzlinie beschränkt mit einem saumwärts vortretenden Längswisch
in der Flügelmitte; der Costalfleck sendet zuweilén eine gebogene bandartige Linie in den
Tornus; er kann auch nur durch unbestimmte Verdunkelung der Costa angedeutet und durch strahlenförmige
Aufhellung zwischen den Rippenenden zerteilt sein (Fig. 41). Die Saumlinie ist wieder dunkel,
mitunter zwischen den Rippenenden mit dunkeln Fleckchen besetzt. Die Fransen sind in diesen
Fällen gewöhnlich von der Grundfarbe des Flügels, an ihrer Basis schmal heller. Wieder bei anderen
Stücken ist der Vfl. einfarbig zartgrau, nur mit feinen Schräglinien als Andeutung der normalen
Zeichnung versehen; von der Basis bis zur Spitze zieht eine kräftige ockergelbe oder ockerbraune
Längsstrieme, costalwärts etwas dunkler angelegt. Sie hebt sich von hellgrauem Grunde dunkler ab
(Fig. 42 und 43 v. brisiacana Reutti), von dunkel graublauem Grunde oder von schwarzgrauem dagegen
heller, zuweilen fast weiß (Fig. 44 und 45 v. pseudomayrana). Bei Fig. 43 ist die costale
Flügelpartie etwas dunkler grau, als die dorsale. (Die Ähnlichkeit mit Ac. hastia/na Form divisana,
apiciana und mayra/na ist auffallend.) Fig. 46 stellt eine Varietät dar, bei der auf hellgrauem
Grunde die normalen Zeichnungen gut ausgeprägt sind; dabei zieht aus der Wurzel bis über die
Flügelmitte eine kräftig rotbraune Mittelstrieme und costalwärts von deren Ende liegt ein kurzes
Längsstrichelchen von gleicher Färbung. Bei den hellen Formen sind die Fransen in ihrer Mitte
breit dunkler als an ihrer Basis und Spitze.
Kleine Schuppenbüschelchen sind stets vorhanden, meist der Begrenzung der typischen Zeichnungen
entsprechend angeordnet.
Hfl. bräunlichgrau, gewöhnlich reichlich dunkler gesprenkelt, oft bis gegen die Basis hin.
Fransen bleicher, an ihrer Basis schmal heller, dahinter mit verwaschener Teilungslinie. Kopf und
Thorax, letzerer mit Längskamm, sind gewöhnlich von der Färbung, wie der Grund der Vfl., oder
etwas dunkler, Abdomen grau bis graubraun, Analbusch des J heller.
Die Raupe ist weißlich oder grauweiß mit bräunlichem Kopf; sie lebt im Juli und August
zwischen zusammengezogenen Blättern an Zweigspitzen von Hippophaé rhamnoides. Der Schmetterling
erscheint von August bis Oktober.
Hab. Oberitalien, Schweiz und an einigen Orten Südwestdeutschlands, wie Speyer (Rheinpfalz),
Karlsruhe etc.
14. Acalla albiscapulana Chr. Bull. Mose. LVI 1881. I p. 63; Wlshm. Ann. u. Mag. N. H.
(7) V. p. 375. Spannweite 18 mm — Taf . IV, Fig. 47 <? (ein Originalexemplar Christoph’s
aus Dr. Staudingers Sammlung).
Christoph (1. c.) beschreibt die Spezies: „Kommt der T. sponsana F. nahe, unterscheidet sich
jedoch durch den weniger schrägen Saum der Vfl., den nur bis zur unteren Rippe der Mittelzelle
reichenden Fleck und die rein weißen Spitzen der Schulterdecken. Kopf, mit etwas aufgekämmten
Schuppen, rotbraun; Palpen schräg aufwärts gerichtet, mit ziemlich langem Mittelgliede, dessen
dichte Unterschuppung sich am oberen Ende ausbreitet und daher, von der Seite betrachtet, stumpf
dreieckig erscheint. Auf der oberen Seite grau und schwarzbraun gemischt. Endglied schwarzbraun,
auf der Innen- und Unterseite gelbrötlich. Beine mit rotgrauen Schenkeln, außerdem bräunlichgelb.
Fußglieder dunkelbraun, an den Endgliedern weißlich. Rückenschild dunkelrotbraun und weiß gemischt.
Schulterdecken auf der größeren Außenhälfte rein weiß. Hinterleib gelbgrau.
Vfl. 8 mm lang, gelblichweiß mit vereinzelt eingestreuten dunkeln Schuppen. Vorderrand
und die vordere Hälfte bis zum Innenrande der Mittelzelle sind rotbraun mit Grau gemischt und lassen
schwarze Schräglinien erkennen, deren Zwischenräume etwas heller ausgefüllt sind. Von der Wurzel
bis vor die Mitte schneidet die dunkle Färbung scharf gegen den hellen Grund ab, dann tritt etwas