
nur in seiner dorsalen Hälfte gut ausgeprägt; von der Mitte der Costa zieht ein rostbraunes bis dunkelbraunes
Schrägband bis zur Falte, und von da, saumwärts abgesetzt senkrecht zum Dorsum vor
den Tornus, öfters an seinem basalen Rand mit schwarzer Beschuppung; aus einem Costalhäkchen
vor der Spitze zieht ein schmaler rostgelber bis rostroter Querstreif gegen den Tornus, entweder
etwas wolkig verbreitert, oder einmal saumwärts geknickt; die Spitze selbst und die Saumlinie sind
rostrot, unter der Spitze oft unterbrochen durch eine helle Linie, die aus dem letzten hellen Costal-
fleckchen kommt; die Basallinie der Fransen ist dunkel, einheitlich oder etwas gefleckt, die Fransen
selbst an der Basis schmal heller, dann dunkel bleigrau mit feinen Staublinien. Die Hinterflügel
sind graubraun, die Fransen etwas blasser mit feiner dunkler Teilungslinie; das Abdomen ist braungrau,
heller grau geringelt.
Die Raupe ist rotbraun, Kopf und Nackenschild sind schwarz, die Analklappe ist schwarzbraun.
Sie lebt vom September bis zum Frühling in Triebknospen von Pinus sylvestris und verpuppt
sich in einer ausgefressenen Knospe. Der Falter fliegt im Mai und Juni.
Hab. Nordeuropa, Schottland, Alpen.
6. Evetria pinivorana Z. Isis 1846 p. 225; Wilk.219; Hein. p. 95; Sn eil. II, lp . 258; Meyr.
p.471; Jud.-Ni tsche IIp. 1007t. 7f. 14; pudendana HS. IY p. 122; f. 149, 150; resineUa Wood f. 1130.
Vorderflügel ziemlich schmal und gestreckt, saumwärts nur wenig verbreitert, Costa fast
gerade, Apex gerundet, Saum ziemlich schräg, gebogen; Hinterflügel schmal, Saum flach gebogen,
unter dem Apex kaum eingezogen, letzterer gerundet. Spannweite 16—19 mm. T a f . XV, F i g. 50 <J.
Die Vorderflügel sind im Grund wenig glänzend weißlich bis grauweiß (in der Abbildung zu
bräunlich) mit zahlreichen unregelmäßigen, stellenweise dichteren, Querbinden oder Flecke bildenden
rostbraunen Querlinien überdeckt, so daß die Grundfarbe stark eingeschränkt wird. Der Flügel
kann manchmal fast ganz rostrot überdeckt sein, so daß sich die Querlinien etwas dunkler abheben;
in anderen Fällen bilden zusammengeflossene Querlinien ein dunkleres Wurzelfeld, einen bindenartigen
Querstreif vor der Mitte, einen größeren dunkeln Praetornalfleck, der sich auch bindenartig
zur Costa hinter deren Mitte verlängern kann; auch ein größerer rostbrauner Praeapikalfleck, der
sich bis zum Tornus ausziehen kann, ist oft vorhanden. Im Saumfeld ziehen die Linien schräg zum
Saum und sind zuweilen parallel dem Saum durch einen rostbraunen Streifen miteinander verbunden.
Die Fransen sind bräunlich bis bräunlichgrau mit feiner dunkler Basallinie. Die Hinterflügel sind in
beiden Geschlechtern gleichfarbig, braungrau (in der Abbildung zu braun), ihre Fransen blasser
mit braungrauer Teilungslinie. Kopf und Thorax sind gleichfarbig, rostbraun mit grauer Bestäubung,
das Abdomen ist braungrau, der Analbusch etwas heller.
Die Raupe ist schmutzig rötlichbräun, der Kopf schwarz, das Nackenschild schwarzbraun,
die Analklappe -etwas heller. Sie lebt erwachsen im April und Mai in den Seitenknospen und Trieben
der Quirle junger Pinus sylvestris und abies; die Puppe liegt mit dem Kopfe aufwärts gerichtet.
Der Falter fliegt im Juni und Juli.
Hab. Mittel- und Nordeuropa; Norditalien.
7. Evetria turionana Hb. f. 220, 221; Tr. VIIIp. 137; X,3p.77; Ratzeb.Forstinsekten p.207
t. 14 f. 3; Dup. IX p. 233 t. 247 f. 4; HS. IVp. 222; Hein. p. 94; Snell. II, 1 p. 257; Meyr. p. 471;
Jud. -Ni tsche II p. 1007 t. 7 f. 12.
Var. mughiana Z. Stett. ent. Zeit. 1868 p. 123; ibid. 1872 p. 103.
Vorderflügel gestreckt, an der Wurzel schmal, saumwärts allmählich etwas verbreitert, Costa
fast gerade, Apex gerundet, Saum mäßig schräg, schwach gebogen; Hinterflügelsaum gerundet,
unter dem Apex leicht eingezogen, letzterer etwas vorgestreckt, spitz gerundet. Spannweite 16 bis
20 mm. Taf. XV, F i g. 51 $, F i g. 52 $ v a r . mu g h i a n a .
Der Kopf mit den Palpen ist ockergelb, der Thorax grau, vorn dunkler, das Abdomen hellgrau.
Die Vorderflügel sind in der basalen Hälfte mehr oder weniger dunkel aschgrau, wenig glänzend
mit bräunlichen bis rostgelben Querlinien, die sich auch zu einzelnen dickeren Querstreifen ausbilden,
und an der Costa aus dunkler grauen, zum Teil rostbraunen dickeren Stricheln entspringen;
hinter der Mitte zieht ein breites, meist gegen die Mitte hin, in der Gegend der Querader grau unterbrochenes
rostgelbes Schrägband von der Costa zum Dorsum vor den Tornus; das ganzò Spitzen-
und Saumfeld ist rostgelb, an der Costa mit flachen schwärzlichen Flecken und dunkel geteilten
aschgrauen Zwischenräumen ; aus letzteren entspringen etwas glänzendere graue Linien, die eine
von % der Costa über die Querader zum Tornus, eine zweite, feinere, oft nur aus Punkten bestehende
vor dem Saume herunter. Die Fransen haben eine feine schwärzliche Basallinie, sind dahinter schmal
weißlich, im übrigen bleigrau, nach der Spitze hin dunkler. Die Hinterflügel sind beim fast rein
weiß, nur gegen die Spitze hin bräunlich, beim $ meist ähnlich, nur reicht die bräunliche Bestäubung
mehr wurzelwärts und kann auch den zarten Flügel decken, der dann gegen Spitze und Saum nur
noch dunkler ist, zuweilen auch mit rostgelber Bestäubung.
D i e Var. m u g h i a n a Z. ist nur aus den Alpen bekannt, wo sie bis zur Höhe von 4000 Fuß
vorkommt. Sie zeichnet sich aus durch das dunkle Braun der Vorderflügel an Stelle des Rostgelb
und durch dunkleres Bleigrau des Grundes. Zugleich bilden sich deutlichere Querbänder der dunkelbraunen
Farbe aus: ein kleines Wurzelfeld, ein Querband vor der Mitte; auch das über die Querader
ziehende Schrägband ist vollständiger entwickelt, und im Saumfeld tritt durch Verbreiterung der
grauen Linien nochmals ein braunes Schrägband hervor, das von der Costa vor der Spitze zum Saum
über dem Tornus zieht, mit schwarzen Punkten auf den Adern noch ausgezeichnet. Die Hinterflügel
sind dunkelbraun.
Die Raupe ist hell schmutzigbraun, der Kopf schwarz, das Nackenschild klein, dunkelbraun;
sie lebt vom September bis Ende April in den Herztrieben 6—15j ähriger Bäume von Pinus
sylvestris und abies, und verursacht durch Einbohren in das Holz einen Harzausfluß (Harzgalle);
die Puppe ist mit dem Kopfe abwärts gelagert. Der Falter fliegt vom Mai bis in den Juli.
Hab. Deutschland, Schweiz, Österreich-Ungarn, Belgien, Holland, England, Westrußland,
Finnland, Skandinavien; Japan.
8. Evetria miniatana Stgr. Beri. ent. Zeit. 1870 p. 281.
. Vorderflügel saumwärts nicht verbreitert, Costa leicht gebogen, Apex stumpf gerundet, Saum
ziemlich steil, gebogen; Saum der Hinterflügel gerundet, Apex ziemlich spitz gerundet, nur wenig
vorgezogen. Spannweite bis 20 mm. T a f. XV, F i g. 53 $ O r i g i n a l .
Bei dieser Art ist durch Ausbreitung und Zusammenfließen der dunklen Zeichnung die helle
Grundfarbe so verdrängt, daß die Vorderflügel im ganzen lebhaft bräunlichrot, fast kirschrot sind
und nur schmale Stellen der fast rein weißen, matten Grundfärbung die Zeichnung darstellen. Ein
großes Wurzelfeld, an der Costa bis 2/6 der Länge, am Dorsum bis vor die Mitte reichend, ist kirschrot,
an der Costa mit feinen weißlichen Stricheln und in der Mitte, sowie gegen das Dorsum etwas weißlich
gemischt, saumwärts durch eine breite unscharfe Binde begrenzt; hierauf folgen unregelmäßige
und zerrissene weiße Querlinien, die miteinander verschmelzend rote Fleckchen einschließen; hierauf
wieder ein breiter bandartiger Schrägstreifen, aus zwei breiten roten Costalfleckeu in und hinter der
Mitte zusammenfließend, mit unregelmäßigen Rändern, sowie schwärzlicher und weißer Einmischung