
Darstellung derselben die Form der Tabelle und vergleiche die Dicke der verschiedenen Retinaschichten
ber den drei Ophidiern in der ersten Tabelle (A) mit der Länge der Augenaxe (Augentiefe), in der
zweiten (B) mit der Stärke der ganzen Retina.
T a b e lle A.
Die einzelnen Retinaschichten verhalten
sich in ihrer Stärke zur Augentiefe wie
1 : n, und zwar:
Typhi, vermicular is
Augentiefe :
0,4399 mm
Typhi, braminus
Augentiefe :
0,301 mm ,
Tropidon. natrix
Augentiefe :
0,5541 mm
Opticusfaserschicht 2 4 4 ,3 130,6 798,1
Opticusganglienschicht 54,3 3 1 ,3 5 76 8 ,6 8
Granulosa interna 2 8 ,3 8 3 3 ,8 2 8 3 ,7 4
Innere Körnerschicht 19,9 25,51 59,53
Granulosa externa 199,95 68,41 115,57
Aeussere Körnerschicht bis zur
Membr. limitans externa resp.
zum Margo limitans externus 2 5,87 10,86 28 0 ,6 7
Sehelemente, gemessen von der
Membrana resp. dem Margo aus 2 8 ,5 6 22,63 23 2 ,1 9
Gesammtr e tina 5 ,36
T a b e lle B.
4,31 1 9 ,1 9 .
Die Stärke der einzelnen Schichten Typhi, vermicularis Typhi, braminus Tropidon. natrix
verhält sich zur Dicke d. Gesammtretina Retinadicke : Retinadicke : Retinadicke:
wie 1 : n, und zwar: 0,0821 mm 0,0698 mm 0,1331 mm
Opticusfaserschicht 4 5,61 30,35 4 1 ,5 9
Opticusganglienschicht 10,14 7,27 9,31
Granulosa interna 5 ,29 7,84 4,3 6
Innere Körnerschicht 3,71 5,91 3 ,10
Granulosa externa 3 7 ,3 2 15,86 6,02
Aeussere Körnerschicht bis zur
Membr. limitans externa resp.
dem Margo limitans externus 4 ,83 3,77 14,62
Sehelemente von der Membrana
resp. dem Margo aus gemessen 5,33 5,25 12,10
Die in beiden Tabellen niedergelegten Zahlen sprechen für sich, und dürfte weitere Ausführung
derselben wohl überflüssig sein.
Nachschri f t .
Zu spät, als dass ich sie noch im Texte hätte berücksichtigen können, kamen die Untersuchungen
von H is* ), Cajal**) und Retzius***) zu meiner Kenntniss. Ich werde auf dieselben im zweiten Theile
der vorliegenden Arbeit näher eingehen und bemerke hier n u r Folgendes:
Man wird sich erinnern, dass ich im Vorhergehenden in der Netzhaut von mehreren der untersuchten
Thiere, und zwar im Gebiete der inneren Körnerschicht, eine Unterbrechung der direkten nervösen
Leitung (zwischen Sehzelle und Sehnerv) habe constatiren müssen. Zur Erklärung dieser Erscheinung
habe ich zwei Möglichkeiten neben einander gestellt. Entweder sollten nämlich die von den
„äusseren“ und den „inneren“ Ganglienzellen gegen einander ausgesandten Fortsätze nicht mit einander
in Verbindung stehen und dafür die protoplasmatische Zwischensubstanz der Schicht leitungsvermittelnd
wirken, oder aber es sollte ein Anastomosiren der betreffenden Ausläufer allerdings stattfinden (so z. B.
K ö llik e r f ) , aber erst nachdem sich dieselben in so feine Verästelungen aufgelöst hätten, dass es unmöglich
geworden wäre, die Vereinigung auch bei Anwendung der stärksten Vergrösserungen und aller
sonstigen technischen Hilfsmittel zu sehen» Hierzu käme nun, nach den Untersuchungen der genannten
Forscher, noch eine dritte Möglichkeit. Man hätte sich die Leitung weder durch Hilfe der Zwischensubstanz
noch durch Anastomosen hergestellt zu denken, sondern lediglich dadurch, dass die fein verästelten
Fortsätze jener beiden Ganglienzellenlagen sich, ohne zu verschmelzen, einfach a n e in a n d e r
le g e n , eine Leitung also durch C o n ta c t zu Stande käme, wie eine solche von C a ja l, R e t z iu s etc.
für die Retina, wie für andere nervöse Organe, beschrieben worden ist.
*) W. H i s . Histogenese und Zusammenhang der Nervenelemente. in: Arch. f. Anat. u. Physiol. Anat. Abtheil
Suppl.-Bd. 1890.
**) R am o n y C a ja l. -Significación fisiológica de las expansiones protoplasmaticas y nerviosas de las células de la
sustancia gris, i n : Rev. de Cieñe. Méd. de Barcelona. N. 22 y 23. 1891.
. Notas preventivas sorre la retina y gran simpático de los mamíferos, in: Gaceta Sanitaria. 15. Dicbre. 1891.
***) G. R e t z iu s . Biologische Untersuchungen. N. F. III. 1892.
+) J - K ö l l ik e r . Ueber den feineren Bau des Bulbus olfactorius.. Referat in : Sitzungsber. d. Würzb. Phys.-med.
Gesellsch. 1892.