
Fl. bleigrau, schwach blau und grünlichgelb schillernd; an den Adern violett; r mündet etwas
vor der halben Flügellänge, dem Gp. annähernd gegenüber; die Basis von rr annähernd in der Mitte
von r, rr vom Ende der Qu. an nach hinten geneigt und mit sanftem Bogen in oder etwas hinter
der Flsp. mündend. Der Gp. von rr und Hr. annähernd gleich weit entfernt oder dem Hr. etwas
näher; cu2 sehr steil zum Hr., fast gerade; a so groß wie b oder etwas größer.
Abd. dunkel gelbrot, oben mit sieben breiten, schwarzgrauen Binden. Der rote Zwischenraum
zwischen den vorderen Binden etwa so breit wie die Binde; nach hinten zu werden die Binden immer
breiter, so daß die rote Grundfarbe fast ganz verschwindet. Unterseits mit ebenso vielen kurzen,
schwarzbraunen Binden. Die Segmente überall, auch an den Seiten weiß behaart; die Segmentränder
mit langen Wimperhaaren.
Die Lg. des $ weit vorstreckbar, das letzte Glied dünn, mit zwei großen und einer kleinen
darunterstehenden Lamelle. Die o. L. ohne M. oder an der Außenseite mit senkrecht abstehenden
längeren Borsten, bis zum Grunde geteilt. Die Zg. des mäßig groß; das Bgl. ziemlich plump, die
M. gleichmäßig; die längeren Bsth. in mehreren, schief stehenden Querreihen. Das Kgl. längsrissig,
zerstreut mit kurzen Börstchen besetzt, ziemlich schlank, nach der Spitze zu etwas verjüngt. Die
o. L. tief geteilt, die Lappen breit gerundet; die M. in Gruppen. Die m. L. ebenso lang oder wenig
länger, ebenfalls tief geteilt; die Lappen von oben gesehen zipfelförmig.
Die rotgelbe Larve (Analsegment und Brustgräte: Textfig. 37 i, p. 47) lebt in rundlichen Blattstiel
und Zweiggallen auf P o p u l u s t r e m u l.a und a 1 b a und geht zur Verwandlung in die
Erde. Die Mücke erscheint im folgenden Frühjahre.
2. S y n d i p l o s i s q u e r c i c o l a (R ü b s.)
(Taf. XXXVIII, Fig. 6 -9 .)
Diplosis quercicola Rübs., Biol. Centralbl. vol. 19, 1899, p. 599.
Syndiplosis quercicola Rübs., Zschr. wiss. Ins.-biol. vol. 7, 1911, p. 18.
Männchen unbekannt. H.K. schwarzbraun, mit gelblichem Saum; Gesicht und Rüssel graugelb;
T. 4gl., schwärzlich; F. 2 -f- 12gl.; die Kn. birnförmig, viel länger als die kurzen Stiele, zwei nicht sehr
weit von einander entfernte Bw., die sich beide jenseits der Einschnürung des Kn. befinden; ihre Form
und Längsverbindung wie bei Dasyneura; jeder Kn. mit zwei Hw., die aus langen, schief abstehenden
Haaren bestehen. Der oberste Hw. zwischen den beiden Bw. Das letzte Ggl. mit kurzem, knopfförmigem
Fortsatze. .
Th. braun, matt, ziemlich dicht graugelb behaart; Sc. ebenso, etwas heller als der Th.; die
häutigen Stellen des Th. mehr rötlichgelb. Schw. hellgelb; die B. ebenso, oben schwärzlich, die Kr.
einfach, so lang wie das E. Die Tarsen überall schwarzbraun. Fl. glashell; r mündet etwas vor der
halben Flügellänge in den Vr.; rr anfangs ziemlich gerade, biegt aber im letzten Drittel deutlich
nach hinten um und mündet in die Flsp. oder wenig hinter derselben. Der Gp. liegt von rr und Hr.
annähernd gleich weit entfernt oder letzterem etwas näher; die cu2 geht sehr steil, fast senkrech|
zum Hr. und a ist etwas größer als b.
Abd. honiggelb, oben und unten mit braunen, matten Binden, die an den hintersten Segmenten
die Grundfarbe ganz verdecken.
Lg. weit vorstreckbar, honiggelb, das letzte Glied dünn, am Ende mit zwei braunen, schlanken
Lamellen, die wie bei petioli mit stark abstehenden Borsten besetzt ist. Die untere Lamelle viel
länger als bei petioli, ziemlich schlank und stark behaart.
Die Larven leben in Knospendeformationen auf Q u e r c u s c e r r i s .
3. S y n d i p l o s i s p o p u l i R ü b s .
R ü b s a a m e n , SB. Ges. naturf. Fr. Berlin 1917, p. 77 u. 81.
Gesicht rbtbraun, in der Mitte ; schwarzbrauii oder ganz :||hwarzbraun; T. dunkel rotbraun
bis gelbgrau; H.K. schwarzbraun, Rüssel dunkel rotbraun; F. schwarzbraun mit weißgrauen
Wirtelhaaren,, 2 % 12gl. Beim $ die Stiele der Ggl. jjitwas kürzer als die annähernd kugeligen
Kn., von denen der obere weniger gestreckt ist als bei S. petiöU. Jeder Kn. mit einem Hw. und einem
Bw., die Haare und Ösen annähernd gleich lang, bis ans Ende des folgenden Kn. reichend; der letzte
Kn. mit kurzem Fortsatze. Be im|,verhält sich das 1. Ggl. zum 2., 11. uüd letzten wie 36:32:24:23.
Dite Ggl. nehmen also' nach der Flsp. zu mehr an Länge ab als bei petdoli und der Fortsatz der letzten
Glieder ist. bei pöpvM viel kürzer als bei petioli.
Der Thr. isfrtpechbraun bis dunkel schiefergrau, matt, die Furchen dunkler als die Felder, weiß-
gräü behaart; Ths. 'schwarzbraun, die'dieuron zuweilen dunkel rotbraun. Sc. gefärbt und behaart
wie vorher; B. gelbgrau, pbenauf sepiabraün; Schw. mit rötlichgelbem Stiele und brauner Keule.
Die Fl. sind bräunlichgrau, stark schillernd, die Br#6e verhält sich zur Länge annähernd wie 13 : 30.
Die Mündung von r liegt etwas jenseits des Gp.; Ursprung von rr vor der Mitte von r, rr an der Spitze
ziemlich stark nach unten gebogen und hinter der Flsp. mündend. Der Gp. von rr und Hr. annähernd
gleich weit entfernt, eua nicht sii’schief wie bei petioli; sie steht dem Hr. senkrecht auf; a ist etwas
größer als b Und der Flügellappen springt etwas stärker vor ajs bei pelioll.
Abd. bräunlichrot, öben mit dunklen, sepiabraunen Bünden, d ^ iuw e ilen so, breit sind, daß
sie die Grundfarbe durchaus verdecken. Kingränder grauweiß behaart. Die Lg, weit vorstreckbar,
rotbraun, das erste Glied an jeder Seite und auf dem Rücken mit schwarzbraunem Längsstrich,
Die Lamellen wie hei petwh, Die Zg isPschwarzlich, das Bgl zuweilen braun; das Kgl. leicht gekrümmt
und am Grunde pubescent. Die Q- I.. tief geteilt, an der Spitze fast gerade abgestutzt; die
M. in querstehenden Gruppen. Die m. L. viel länger als die o. L., spitz dreieckig eingeschnitten,
die Zipfel nach der Spitze zu verjüngt; P. so lang wie die m. L.
Die blaßgelbe Larve lebt in kleinen Blattgallen auf P o p u i l u s t r e m u l a und a l b a ,
die auf beiden Seiten Vertreten und (denjenigen der Latiopteru populneu Waehtl gleichen. Die Larve
lebt aber nicht in der Lme.ngaUe. sondern in der Höhlung, welche die Innehgalie umschließt, durch-
bricht bei der Reife die Wandung der InnengallÄnd verläßt die Deformation durch eine kreisrunde
Öffnung in der Mitte der Galle, bald auf der qlp:en, bald auf der unteren Blattseite. Die Gräte der
reifen Larve mit zwei stumpfen Zähnen.
60. Thecodiplosis Kffr.
K i e f f e r , Ann. Soc. ent. France vol. 64, 1895, Bull. p. 194.
Mittelgroße Art. T. 3gl., beimlfidie F. ähnlich wie/bei Conta/rinia; rr mündet hinter der Flsp.;
die Lg. vorstreckbar, nicht nadelartig, am Ende mit zwei getrennten großen und einer kleinen, pubes-
oenten Lamelle, Das Kgl. der Zg: ziemlich schlank, nach der Spitze zu verjüngt, nur am Grunde,
pubescent; die beiden Lamellen tief geteilt und in Form und Größe annähernd gleich.
Typus: T. brachyntera (Schwägrjpfly