
Schw. gelbgrau, in der Mitte bräunlich. Fl. wenig glänzend, schillernd, ähnlich wie bei Asphonclylia
etwas quergerunzelt; r mündet annähernd in der halben Länge des Fl.; rr am Grunde etwas nach
vorne gezogen, dann leicht nach hinten geneigt, ziemlich gerade, nur an der Spitze mit leichtem
Bogen zur Flsp. gehend. Der Gp. annähernd in der Mitte zwischen Hr. und rr; cu2 ziemlich steil
und a in der Regel etwas größer als b.
Abd. schmutzig zitronengelb, oben und unten mit breiten, schwarzbraunen, dicht grau behaarten
Binden. Lg. am Grunde schwärzlich, sonst gelbgrau, zuweilen mit rötlichem Anfluge. Die
o. L. der Lg. ca. 50 ¡.t lang, bis zur Mitte verwachsen, schräg gestreift.
Die Lappen der o. L. der Zg. des<£ verhältnismäßig kurz, am Ende ziemlich stumpf; die Lappen
der m. L. wesentlich länger und schmäler; auf beiden bilden die M. Gruppen; Bgl. der Zg. ziemlich
plump. Auf der inneren Seite derselben die M. in Querstreifen; Kgl. ziemlich lang und schlank, nach
der Spitze zu wenig verjüngt.
Die blaßgelben Larven leben in jungen Birnen, die durch den Angriff mehr oder weniger stark
deformiert werden und vorzeitig abfallen (Fig. 61 u. 62). Die Larven gehen vor dem Abfallen der
Birnen zur Verwandlung in die Erde, aus welcher im folgenden Jahre die Mücken hervorkommen.
Die in bereits abgefallenen Birnen vorhandenen Larven sind in der Regel von Chalcidiern befallen.
56. C o n t a r i n i a q u e r c i n a (R ü b s.) Kf f r .
Diplosis quercina Rübs., Verh. Ver. Rheinlande vol. 47, 1890, p. 21.
Diplosis dryophila Kffr., Verh. zool.-bot. Ges. vol. 40, 1890, p. 197.
Contarinia quercina Kffr., Wien. ent. Zeit. vol. 15, 1896, p. 99.
H.K. grau, nach den Augen zu heller; Gesicht, Rüssel und T. schmutzig ledergelb. F. schwarzgrau
mit gelben Bgl.; beim die ungeraden Kn. querbreiter, die geraden kugelig; die Stiele der
unteren und mittleren Ggl. kürzer, die der oberen Ggl. etwa so lang wie die Kn.; der letzte Kn. mit
langem Fortsatze. Beim $ verhält sich das 1. Ggl. zum 2. wie 6 : 5. Die unteren Kn. 4—5mal,
die oberen 3—4mal so lang wie die Stiele. Die Kn. in der Mitte leicht eingeschnürt und das letzte
mit Fortsatz.
Thr. braungrau, die Furchen weißgrau behaart; Sc. meist etwas heller, ebenfalls weißgrau
behaart. Zuweilen der Thr. mit drei blaßgrauen, zusammengeflossenen Lstr. und das Sc. an der
Spitze gelblich; Ths. graugelb, nach den Hüften zu braungrau; Schw. kurz, graugelb, der Stiel am
unteren Ende weißlich und das Kölbchen am Grunde mit braunem Ringel. B. weißgrau, oben graubraun.
Fl. schillernd, die Breite verhält sich zur Länge wie 23 : 55; r mündet diesseits des Gp. in
den Vr.; rr ziemlich gerade, an der Spitze deutlich nach hinten gebogen und in die Flsp. mündend;
der Gp. liegt dem Hr. wenig näher als rr, cu2 ist mäßig schief und a etwas größer als b. . .
Abd. blaß ledergelb, oben mit schwarzbraunen, seltener blaßgrauen Binden, die in der Mitte
nach vorne erweitert sind. Die Zg. des S wie gewöhnlich; die Lg. des 'wei t vorstreckbar; die o. L.
-annähernd bis zur Mitte geteilt und 53—54 ¡x lang.
Die gelbweißen Larven leben zusammen mit denjenigen von Arnoldia quercus (Binm) in unscheinbaren
Sprosspitzendeformationen auf Q u e r c u s r o b u r und s e s s i 1 i s und gehen zur
Verwandlung in die Erde. Zwei Generationen.
57. C o n t a r i n i a q u i n q u e n o t a t a (F. Lw.) Kf f r .
Di-plosis quinquenolata F. Lw., Verh. zool.-bot. Ges. vol. 38, 1888, p. 235.
Contarinia quinquenolata Kffr., Wien. ent. Zeit. vol. 15, 1896, p. 99.
Gesicht und Stirn blaßgrau, F. blaß graugelblich, H.K. grau,
graugelb behaart. F. 2 H l2 g l., die zwei Bgl. blaßgrau gelblich, die
Ggl. graubraun, «die Kn. mehr oder weniger kugelig, gestielt, mit je
einem Wirtel bleicher Haare nahe der Basis, die Stiele so lang wie
die Kn., die der vier letzten ein wenig länger, der letzte Kn. trägt
an der Spitze ein kurzes Stielchen von der Länge der Stiele der
übrigen Glieder. Beim $ die Kn. zylindrisch, gegen die Flsp. zu allmählich
an Länge abnehmend, kürzer gestielt als beim . Hals blaß
graugelb.
Thr. honigbraun, etwas glänzend, mit zwei blaßgelb behaarten
L str.; Ths. blaß graugelb; Sc. und Mth. dunkler honigbraun. Fl. ziemlich
breit, mit fünf rundlichen, dicht blaßbraun behaarten, nicht
irisierenden, nahezu gleich großen Flecken, von denen einer an der
Flügelbasis zwischen rr und: cu, einer nahe der Mitte des Vr., einer
zwischen rr und der Flügelfalte gegen die Flsp. hin, einer in der Gabel
von cu und einer im Flügellappen sich befindet; rr mündet in die
Flsp., cu2 fast gerade und nahezu senkrecht auf dem Hr.; Flügelfalte
sehr deutlich. Schw. blaßgraugelb, mit etwas dunk-lerem Stiel.
Abd. blaß graugelb und ebenso behaart, mit Ausnahme der
Hinterränder der Segmente, welche auf der Rückseite etwas dunkler
behaart sind, jedes Segment oben mit einer sehr blassen, braunen
Querbinde, welche bis zum Hr. des Segmentes reicht. Zg. klein, dicht Fig. 63. Contarinia quinquenolata
behaart. Körperlänge 2 mm. Das $ ebenfalls graugelb, meist etwas F. Lw. auf Heme r oc a i l i s fulva.
dunkler; die Querbinden des Abd. deutlicher als beim ¿f.
Die drehrunde, glänzende blaßbräunliche Larve lebt in abnorm verdickten, geschlossen bleibenden
Blüten von H e m e r o c a 11 i s f u l v a (Fig. 63). Die Verwandlung erfolgt in der Erde.
58. C o n t a r i n i a r h a m n i (Rübs . ) Kf f r .
Diplosis rhamni Rübs., Verh. zool.-bot. Ges. vol. 42, 1892, p. 57.
Contarinia rhamni Kffr., Wien. ent. Zeit. vol. 15, 1896, p. 99.
H.K. schwarz, der S. mit gelbweißen Haaren besetzt. Gesicht und T. gelbgrau; F. 2 + 12gl.
braungrau, die Bgl. gelb; beimd sind die ungeraden Kn. der Ggl. annähernd kugelig, die der geraden
etwas gestreckt. Die Stiele der mittleren Glieder etwas länger als die Kn. Der letzte Kn. mit Fortsatz.
Die Ösen der Bw. wenig kürzer als die Haare der Hw. Beim ? verhält sich das 1. Ggl. zum 2.
annähernd wie 38 : 15. Die Kn. der unteren Ggl. annähernd 5mal, die der oberen 4mal länger als
die Stiele; das letzte Glied mit .griffelartigem Fortsatze.
Thr., Sc. und Mth. schwarzbraun; Ths. gelbgrau, nach den Hüften zu braungrau; Schw. fast
weiß; Fl. annähernd doppelt so lang wie breit (17 : 8); r mündet vor der halben Flügellänge in den
Zoölpglca. Heft 77. ^ 1