
länglicher Ganglien, die im 2. Segmente liegen und deren Enden sich in Nerven verlängern, die zum
1 .Segmente gehen. Im 3. Segmente unter der Haut vor dem Supraoesophagealganglion liegt das doppelte
Auge, welches aus 2 Pigmentanhäufungen von karminroter oder dunkelroter Farbe besteht, die
mit ihren konvexen Seiten sich vereinigen. Sie sind indes manchmal vollständig voneinander getrennt,
und in solchem Falle kann man deutlich die Linsen, die an der Außenseite jedes Auges liegen,
sehen. Gleich hinter dem Infraoesophagalganglion fangen die Ganglien der eigentlichen Bauchkette
an und die ersten drei derselben liegen ziemlich nahe aneinander, aber sie sind nicht derart verflossen
wie bei der W a g n e r sehen Larve und vereinigen sich immer miteinander durch eine doppelte, kurze
Commissur; das 1. derselben liegt im 4., das 2 . auf der Grenze des 4. und 5., das 3. im 5. Segmente.
Alle übrigen Ganglien der Bauchkette bis zum 11. Segmente liegen auf der Grenze zweier Nachbarsegmente.
Eine Ausnahme bildet das 11. Segment, in welchem sich zwei Ganglien befinden; das eine
liegt auf der Grenze des 11. und 10., das andere im 11. Segmente. Das letzte Ganglion liegt im 12. Segmente
und gibt zwei lange Nerven nach hinten ab, welche in die zwei letzten Segmente treten, die
keine Ganglien haben. Alle Ganglien der Bauchkette sind beinahe von gleicher Größe und vereinigen
sich miteinander durch deutliche doppelte Commissuren.“
Vergleicht man hiermit die Beschreibung, welche M a r c h a i vom Nervensystem von
Mayetiola destructor gibt, so fällt zunächst der Unterschied in der Zahl der Ganglien des Bauchmarks
auf, dann aber auch die Verbindung der beiden Schlundganglien, die Lage der sogen. Augenflecke
usw.
Es heißt in der erwähnten Arbeit auf p. 16 wörtlich:
„Le cerveau est formé de deux gros ganglions cérébraux placés au niveau du 3e segment ou
plutôt de la jonction du 3e et du 4e ; il est donc placé relativement très en arrière, ce qui s’explique
par l’invagination des parties destinées à former la tête de l’adulte. Le ganglion sous-oesophagien,
qui fait en avant une saillie géniculée, e s t i n t i m e m e n t u n i a u c e r v e a u p a r d e u x
c o n n e c t i f s g r o s e t c o u r t s j f l ’ensemble forme une masse cordiforme échancrée en avant et
traversée par l’oesophage. A cette masse fait suite la chaîne nerveuse c o m p o s é e d e s e p t
r e n f l e m e n t s s u c c e s s i f s et d’une masse allongée, à sinuosités latérales à peine marquées,
résultant de la fusion de plusieurs ganglions. L a c h a î n e n e r v e u s e a i n s i c o n s t i t u é e
n e d é p a s s e p a s le 7e s e g m e n t . De la partie postérieure divergent en riches faisceaux des
nerfs qui se rendent aux parties postérieures et latérales du corps. En avant du cerveau se trouve
le sac céphalique formé de deux lobes creux accolés l’un à l’autre et prenant naissance par un pédicule
commun sur la ligne médiane et dorsale à la jonction du segmènt céphalique et du 1er segment somatique.
Ce sac céphalique contient les histoblastes des antennes et des yeux composés; accolées contre eux,
sur leur face dorsale, se trouvent placé les taches oculaires dont nous avons déjà parlé pour la Ire forme
larvaire. Ces taches sonb d’abord accolées l’une à l’autre, puis elles s’écartent graduellement, et, pendant
la transformation de l’insecte, elles deviennent latérales pour se placer ensuite chez la nymphe
au niveau du bord inférieur des yeux composés. C e s t a c h e s o c u l a i r e s p r o f o n d é m e n t
s i t u é e s reçoivent des nerfs qui partent directement de la partie latérale et inférieure du cerveau
au niveau du collier oesophagien. Un autre nerf plus fort, et élargi antérieurement en forme de
pédoncule, réunit de chaque côté le sac céphalique au ganglion cérébral correspondant. Le sac céphalique
se trouve placé au-dessus de l’oesophage; de chaque côté e t au-dessous de lui se trouvent deux
petits sacs pairs pigmentés de brun comme le sac précédent e t qui sont les histoblastes des pièces
maxillaires.“
D. Die Puppe.
Die V e r w a n d l u n g z u r Puppe erfolgt bei den Gallmücken entweder in der Erde oder an
der Oberfläche derselben unter Moos oder abgefallenem Laub, oder auch an oberirdischen Teilen
der noch lebenden Pflanze, in der Galle oder außerhalb derselben. Bald verfertigt sich die Larve
einen Kokon, in welchem sie bis zur Verwandlung zur Imago längere oder kürzere Zeit k b t, öder sie
verpuppt sich, ohne vorher einen Kokon angefertigt zu haben, wie dies z. B. bei Larven, die sich in
geschlossenen Gallen verwandeln, nicht selten ist.
Die P u p p e der Gallmücken ist stets eine sogen. Mumienpuppe, an welcher alle Teile der
zukünftigen Imago bereits zu erkennen sind. Hiervon bilden auch die Arten keine Ausnahme, die
sich unter der alten Larvenhaut, dem sogen. Tönnchen, zur Mücke verwandeln. Die Tö nnch en
bilden sich bei Arten, bei denen diese Art der Verwandlung die Kegel ist, bereits im Herbst, meist
schon im September. Die Tönnchen sind anfangs hell, später meist dunkelbraun.gefärbt, glänzend
und haben eine gewisse Ähnlichkeit mit Leinsamen, weshalb Asa F i t c h sie als ,,flax-seed-state
bezeichnet. An diesen Tönnchen sind Kopf- und Analende deutlich zu erkennen, ebenso die einzelnen
Segmente und die Körperwarzen der ehemaligen Larve, öffnet man vorsichtig eines dieser sehr
zerbrechlichen Tönnchen in der Zeit zwischen seiner Entstehung und dem folgenden Frühjahre, so
findet man in ihm eine meist weiße oder gelbliche Mückenlarve, die in diesem Futteral überwintert.
Das Tönnchen ist also nicht das Produkt der letzten Larvenhäutung wie bei den Musciden, sondern
der vorletzten. M a r c h a l stellte fest, daß die von dem Tönnchen eingeschlossene Larve von
Mayetiola destructor mit einer Brustgräte versehen sei, die an dem Tönnchen selbst vollkommen fehlt.
Auch bei anderen Arten dieser Gruppe entwickelt sich die Brustgräte erst beim letzten Larvenstadium,
doch bleibt noch zu untersuchen, ob dies bei allen Arten der Poomyinen der Fall ist.
Einige Zeit vor der Verwandlung zur Mücke verpuppt sich die Larve in dem Tönnchen, nachdem
Mayetiola destructor nach M a r c h a l noch ein Gespinst angefertigt hat, so daß die Puppe von einer
doppelten Hülle umschlossen wird. Auch diese Eigentümlichkeit besitzen möglicherweise alle
Poomyinen. Die einzige, einer ganz anderen Gruppe angehörende Art, bei der ebenfalls Tönnchenbildung
bekannt ist, Thurauia aquatica Rübs., fertigt sich ebenfalls vor der Verpuppung einen
Kokon an, aber, soweit die Beobachtungen reichen, nicht innerhalb des Tönnchens, sondern nach
Zerstörung des Tönnchens außerhalb desselben.
Ähnliche doppelte Hüllen wie bei Mayetiola destructor kommen nach K i e f f e r auch bei
anderen Arten vor, so z. B. bei Cecidomyia pini, wo die äußere Hülle aus Harz besteht, während die
innere ein Gespinst darstellt. K i e f f e r ist der Ansicht, daß bei Anfertigung der äußeren Hülle
die Papillen eine Rolle spielen.
Die eben aus der Larve entstandene P u p p e ist beinweiß; die Dunkelfärbung nimmt ihren
Anfang in der Regel in der Mitte der Augen. Bei der ausgefärbten Puppe sind Kopf und Thorax
mit ihren Anhängen gewöhnlich schwarzbraun gefärbt, das Abdomen rot oder rötlich. Seltener ist
auch das Abdomen braun gefärbt, wie bei den Asphondylinen.
Der K o p f wird stets vom Thorax überwölbt, so daß er sich , an der Ventralseite der Puppe
befindet. Die zu beiden Seiten des Kopfes stehenden Augen sind stets getrennt und berühren sich
in der ventralen Mittellinie nie. Die oberhalb der Augen entspringenden Fühler biegen bald nach
hinten um, ziehen über den oberen und äußeren Aügenrand hin, diesen meist etwas verdeckend, und
folgen dann dem Vorderrand der Flügel, den sie auf längere oder kürzere Entfernung begleiten (Fig. 47).
Zoologica. Heft 77.