
Regel helle Zeichnungen auftreten. Dünnhäutig und daher hell gefärbt erscheinen mit wenigen
Ausnahmen die annähernd dreieckigen Propleuren und der unterhalb der Flügelwurzel liegende
1. Augen, 2. Fühler, 3. untere Geißelglieder, 4. Basalglieder, 5. Palpiger, 6. Taster,
7. Clypeus, 8. Hinterkopf, 9. Hals, 10. Praescutum, 11. Pronotum, 12. Prothorax,
13. Mesonotum, 14. Mittelfeld, 15. Seitenfeld, 16. Rückenfurchen, 17. Prothorakalstigma,
18. Mesothorakalstigma, 19. Schulterschwiele, 20.F l ü g e l , 21. Flügel wurzel, 22. SG iitellum ,
23. Hinterrücken (Mesophragma), 24. Schwinger, 25. Propleure, 26. Mesopleure,
27. Pteropleure, 28. Metapleure, 29. Mesosternum, 30. Metasternum, 31.32. 33. Vorder-,
Mittel- und Hinterhüfte, 34. 35. 36. Schenkelring des Vorder-, Mittel- und Hinterbeins,
37. 38. 39. Vorder-, Mittel- und Hinterschenke].
hintere Teil der Mesopleuren, der auch als Pteropleure bezeichnet wird, während der andere Teil
der Mesopleuren, der meist als Fortsetzung des Mesosternum nach oben erscheint, in der Regel
stärker chitinisiert ist.
d) Die Flügel (Alae).
Die F l ü g e l entspringen am Mesöthorax. Der Flügelwurzel (Flw.) gegenüber liegt die Flügelspitze
(Flsp.); die nach vorne gerichtete Außenlinie zwischen Flügelwurzel und -spitze wird als Vorderrand
(V.R.), die nach hinten gerichtete Außenlinie als Hinterrand (H.R.) bezeichnet. Aus schmaler
Basis entspringend, erweitert sich der Flügel am Hinterrande mehr oder weniger stark und bildet bei
manchen Arten, bei denen die Erweiterung ziemlich plötzlich erfolgt (Asphondylia), eine Art Lappen,
der aber nicht m it dem sogen. Afterlappen der Flügel der Musciden und Tabaniden zu verwechseln ist.
Selten sind die Flügel verkümmert, so bei einigen Lestreminen.
Am Flügel der Cecidomyiden lassen sich deutlich mehrere Längsadern erkennen. Die erste derselben
(Costalader oder C o s t a ) verläuft stets am Vorderrande des Flügels und endet meist an der
Mündung der sogen. 2 . Längsader. Bei den Cecidomyiden unterscheiden die älteren Autoren die
weiteren Längsadern in ihren Beschreibungen meist einfach der Reihe nach als 1., 2 ., 3. usw. Längsader.
Bei den Cecidomyinen finden sich in der Regel nur drei derartige Längsadern, von denen die
dritte, aus der Flügelwurzel entspringende sich gabelt und in den Hinterrand mündet; nur in seltenen
Fällen fehlen die beiden Zinken der Gabel. Die 1. Längsader entspringt aus dem Flügelgrunde und
mündet in oder vor der Flügelmitte in den Vorderrand. Die 2. Längsader entspringt nach Auffassung
der älteren Autoren aus der dritten und ist mit der ersten durch eine oft sehr unscheinbare, kurze
Querader verbunden. An dieser Querader ist die 2. Längsader etwas geknickt. Sie mündet entweder
vor der Flügelspitze in den Vorderrand oder in die Flügelspitze oder mit deutlichem Bogen
hinter derselben (Fig. 12). In der Regel ist das vor der Querader liegende Basalstück der 2. Längsader
in seinem Verlauf ziemlich gerade, zuweilen jedoch, besonders bei der letzten Abteilung der
Cecidomyiden, den PorriconcLylidi, oft stark s-förmig geschwungen (Fig. 12 a u. b). Während die
älteren Autoren (H. L o e w , W i n n e r t z ) dieses Stück als Basis der 2 . Längsader ansehen, ist es
nach S c h i n e r die Verbindung zwischen der 3. und 5., der Reihe nach also der 2 . und 3. Längs-
Fig. 12. Flügelformen bei Porricondylidi und Lestremiinae.
a. Camptomyia, b. Colomyia, c. Synapta, d. Diallactes, e. Campylomyza, f. Lestremia.
co = Costa, r = Radius, r r = Ramus Radii, m = Medialis, cu = Cubitus.
ader, also die eigentliche Querader, während die oft sehr unscheinbare oder fehlende Querader der
älteren Autoren nach S c h i n e r die Basis der 2 . (bei ihm 3.) Längsader darstellt, die somit einen
Zweig der 1. Längsader bildet. Die 3. gegabelte Längsader der älteren Autoren ist bei S c h i n e r
die fünfte. Meist ist der Gabelstiel so lang oder länger als die beiden Zinken; seltener fehlen letztere
oder die Ader gabelt sich nahe ihrer Basis, so daß der Gabelstiel ganz oder fast vollständig fehlt und
die beiden Zinken als zwei getrennte Längsadern auftreten und der Flügel somit 4adrig erscheint
(Asynapta, Fig. 12 c). S c h i n e r (Verh. Z. B. Ges. v. 14, 1864, p. 193—200) bezeichnet die 1. Längsader
als Subcostalader, die aus ihr entspringende 2. Längsader als Cubitalader und die 3., die
vorher erwähnte Gabelader, als Posticalader. Selten bei den Cecidomyinen, ziemlich regelmäßig
hingegen bei den Lestreminen findet sich zwischen der Cubitalader und Posticalader noch eine
Längsader, die S c h i n e r als Discoidalader bezeichnet. Bei der 1. Unterfamilie Cecidomyinae
Zoologica. Heft 77. 3