
Die rote Larve lebt in sauerfaulen Wei nbeer en und auf Blättern, die durcb Oidium tucJceri
Berk. (=Uncinula necator (Schw.) Burrit.) zum Absterben gebracht wurden.
12. C l i n o d i p l o s i s a e i n o r u m R ü b s .
R ü b s a a m e n , Zschr. wiss. Ins.-biol. vol. 2, 1906, p. 231.
Kopf mit Ausnahme der schwarzen Augen neapelgelb; F. schwarz, weiß behaart, Bgl. gelb;
2 -j- 12gl., beim die Ggl. lang gestielt, der untere Stiel der mittleren und oberen Ggl. viel länger
als der kugelige, der obere Stiel annähernd so lang wie der bimförmige Kn., der letzte Kn. zylindrisch
mit langem, stielförmigem, behaartem Fortsatz; Bw. mit ziemlich gleich langen Ösen; diejenigen
des oberen und unteren Bw. reichen nicht bis zum Ende des Stieles, die der mittleren nicht bis ans
Ende des langen K n .; alle annähernd % so lang wie die längsten Haare der Hw. Beim $ sind die Ggl.
lang gestielt, die unteren Kn. in der Mitte leicht eingeschnürt, der letzte oder die letzten zylindrisch.
Die Länge der Glieder und ihr Verhältnis zueinander ist sehr verschieden. Im Durchschnitt verhält
sich das 1. Ggl. zum 2., 11. und 12. wie 30 : 23 : 17 : 17. Stiele etwa halb so lang wie die Kn.
Die Bw. liegen dem Kn. dicht an. Der untere Bw. liegt wie bei anderen Arten dieser Gattung ziemlich
nahe am unteren Hw., der obere nahe an der Spitze; sie sind ebenso wie die Längsverbindung
breit, aber blaß und daher wenig deutlich.
Thr. mit drei bräunlichen Lstr., sonst der Th. ohne dunkle Zeichnung, Fl. messinggelb und
violett schillernd, L : B = 14 : 5. Der r mündet vor der halben Flügellänge in den Vr.; rr ist an der
deutlichen Qu. etwas nach vorne gebogen, an der Spitze stark nach hinten geneigt und mündet
hinter der Flsp. Der Gp.' ist von der Basis und Spitze des Fl. annähernd gleich weit entfernt und
liegt dem Hr. etwas näher als rr, cu2 ziemlich steil, a wenig größer als b. B. unten weißgelb, oben
braun. Schw. gelb.
Abd. zitronengelb, ohne Spur von Binden, weißgrau behaart. Zg. ziemlich groß, Bgl. mit
stumpfem, höckerartigem Fortsatze; Kgl. lang und schlank, o. L. tief geteilt, die Lappen breit, tief
ausgerandet, so daß wieder zwei Lappen entstehen, von denen der innere deutlich kürzer ist als der
äußere, doch ist der Unterschied nicht so auffallend wie bei CI. vitis. Die M. dicht, nicht in Gruppen.
Die m. L., viel länger als die obere, breiter als ein Lappen, an der Spitze tief eingeschnitten, dicht
behaart, die Haare nach rückwärts gerichtet; die Spitze der beiden Lappen kahl; P. noch etwas
länger als die m. L.
Die gelbe Larve lebt in sauerfaulen W e i n b e e r e n und geht zur Verwandlung in die Erde.
13. C l i n o d i p l o s i s r h y n c h i t o u R ü b s .
R ü b s a a m e n , Zschr. wiss. Ins.-biol. vol. 7, 1911, p. 52.
Gesicht, T. und Fühler gelbgrau, H.K. dunkelgrau mit etwas hellerem S.; Bgl. der F. gelb.
Das Verhältnis der beiden ersten und beiden letzten Ggl. des $ ist annähernd wie 30 : 22 : 16 :16;
beim $ ist der obere Stiel etwas kürzer, der untere etwas länger als der darunter stehende Kn.
Thr. honiggelb, oben mit drei braunen L str.; Sc. kaum dunkler als die Grundfarbe, in der Mitte
zuweilen mit einem dunklen, oft verschwommenen Querstreifen; Hr. und Ths. nach den Hüften
zu graubraun; Schw. graugelb.
Fl. kupferrot und messinggelb, an den Adern bläulich schillernd. L : B = 15 : 6. Der rr ist
an der Spitze sehr stark nach hinten gebogen; der Gp. liege dem Hr. viel näher als rr, cua geht fast
senkrecht zum Hr., a etwas größer als b.
Abd. graugelb bis rötlichgelb ; jedes; Segment am Hr. mit schmaler dunkelbrauner Binde,
die in der Mitte nach vorne plötzlich erweitert ist; seil lieh von dieser Erweiterung jederseits ein
.schmaler kurzer Querstrich, der bald mit der Erweiterung der hintersten Binde zusammenhängt,
bald von ihr getrennt ist.: Beim $ sind die dunklen Zeichnungen weniger auffallend, so daß dasselbe
viel zarter eisehetat als das ^ ||D ie Erweiterung an der inneren Seite des Bgl. der Zg. sehr schwach,
Läppen derjjÜ L. tief ausgerandet, so daß zwei Zipfel entstehen, von denen der äußere länger ist als
der innere. IB Im . bilden Hur an der Spitze der Lappen undeutliche Gruppen. Die m. L. sehr breit
Vor der Spit|® nicht eingeschnürt, halbkreisförmig oder noch tiefer ausgeschnitten; M. in deutlichen
Gruppen und nach hinten gerichtet; Kgl. der Zg. in der Mitte etwas verdickt.
Die Larven (Analsegment und Brustgräte: Textfig. 36 b, p. 45) leben auf V i t i s v i n i f e r a
in den von RhyneMtes Aetuleti erzeugten, zigarrenartigen Blattwickeln und gehen zur Verwandlung
in die Erde.
14. Cl i n o d i pl Wi ' i ' S Vmp a t i e n t i & Kf f r .
K i e f f e r , Bull. Soc. Hist. nat. Metz vol. 21, 1901, p. 172 u. 173.
K i e f f e r gibt folgende Beschreibung :
„Filets arqués bien développés, formant deux verticilles à la nodosité supérieure et un a la
nodosité inférieure; chaque nodosité avec un verticille de soies; le dernier article est forme par deux
nodosités séparées par un long col et se termine par un long appendice rétréci a sa base ; stylet très
endroit, filiforme ou subfiliforme.
Lamelle supérieure de la pince à lobes arrondis au bout, mais avec une faible découpure oblique
à leur côté interne près de leur base; lamelle intermédiaire un peu plus courte, avec une échancrure
en arc à son extrémité; stylet subfiliforme, un peu renflé au bout. Corps d’un blanc jaunâtre, puis
vitellin; antennes brunes; trois bandes du mesonotum et pattes brunâtres. Taille: 2 mm.
Larves dans les fleurs gonflées d’i m p a t i e n s n o l i - m e - t a n g e r e ; éclosion en juillet
de la seconde année.“
15. C l i n o d i p l o s i s p â l i e s c e n s (Kf f r . )
Diplosis pallescens Kffr., Ent. Nachr. vol. 16, 1890, p. 196.
Clinodiplosis pallescens Kffr., G. J. C. 1913, p. 238.
“ tÆ.i Körperfarbe hellgelb. Augen schwarz. F. braun mit heller Basis, 1,50 mm lang, 2 1 1 12gl. ;
Kn. abwechselnd einfach und doppelt; die einfachen Kn. kugelig und mit einem Haarwirtel, die
Doppelknoten aus einem unteren halbkugeligen und einem oberen kugeligen Stücke zusammengesetzt
und mit zwei Hw. versehen; alle Kn. gestielt; Stiel der Doppelknoten so lang als ihr Glied,
Stiel der einfachen länger als das Doppelglied1), H.K. kaum dunkler gelb.
Fl. 1,60 mm lang, dunkel; r dem Vr. in seinem unteren Laufe ¡doppelt so nahe, am Ursprung
vrbn rr aber nur mehr 1 nah«, als dem rr, 1,10 mm vor der Flsp. mündend; Querader vor rr
nach oben gezogen, rr dann stark nach unten gebogen, hinter die Flsp. mündend. Ursprung von
1) Vergl. die Fußnote bei Contarinia tiliarum Kffr. p. 250.