
Körperlänge: 2,40 mm (2—2,40).
Die weiße Larve lebt unter den Blättern von A c e r p s e u d o p l a t a n u s , c a m p e s t r i s
und m o n s p e s s u l a n u s , an denen sie nach, oben gerichtete, enge Blattfalten erzeugt, die
oben als schmale, kahle Wülste erscheinen (Fig. 56). Sie geht zur Verwandlung in die Erde. Im
Laufe eines Jahres entwickeln 'sich je nach der Witterung eine oder zwei Generationen.
2. C o n t ar i n i a a e q u a l i s Kf f r .
Conlarinia aeqmlis Kffr., Synopse Cecidom. 1898, p. 61.
Sticlodiplosis aeqmlis Kffr., G. J. C. 1913, p. 183.
K i e f f e r gibt folgende Beschreibung:
„Jaune sale; antennes, thorax presqu’en entier, dessus des pattes, bandes sur le dessus et le
dessous de l’abdomen ainsi que la pince du mâle noirs. Mâle à verticilles de filets arqués égalant
Kg. 57. Gallen von Contarmia aequalis Kf-fr. auf Se ne ci o fuchs i i .
à peu près les verticilles de soies. Femelle à premier renflement du funicule au moins deux fois aussi
long que le second; ailes avec une grande tache en forme d’arc, bordant l’extrémité alaire, pédicule
égalant la moitié du corps de l’oeuf.
Taille: 1%—-2% mm.“
Die blaßgelben oder fleischfarbenen Larven deformieren die Sproßspitzen verschiedener
S e n e c i o - Arten (bisher aus Mitteleuropa von S. c a c a l i a s t e r , f l u v i a t i l i s , f u c h s i i ,
n em o r e n s i f l j j a c o b a e a und s i l v a t i c u s bekannt). Die Blätter der Sproßspitze sind
verkürzt und schopfförmig gehäuft und +. entfärbt, die Basis der Blätter, Blattstiele und Sproßachse
verdickt. In Blütenständen wird die Galle von den Hochblättern gebildet (Fig. 57). Verwandlung
in der Erde.
3. C o n t a r i n i a a n t h o b i a (F. L w.) Kf f r .
Dvplosis anthobia F. Lw., Verh. zool.-bot, Ges, vol. 27, 1877, p. 16.
Contarinia anthobia Kffr., Wien. ent. Zeit. vol. 15, 1896, p. 98.
Stirn und Untergesicht fahlbraun, letzteres in der Mitte und am Mundrande etwas dunkler,
fahl behaart. H.K. schwarzbraun, mit langer, fahler Behaarung ; Rüssel und T. braungelb ; F. 2 | | | 12gl.,
braun, die beiden Bgl. heller als die Ggl., die Kn. annähernd gleich, fast kugelig, der untere an der
Basis, wie gewöhnlich bei dieser Gattung, etwas abgeplattet. Die beiden Stiele annähernd so lang
wie die Kn. Jedes Ggl. mit einem Hw. und einem dicht darüber stehenden Bw. Die Schlingen etwas
kürzer als die Haare des Hw., von denen wenigstens die längsten den folgenden Kn. überragen.
Beim 2 sind die Stiele zwischen den Kn. sehr kurz ; der erste Kn. ist etwa y3 länger als der zweite
und annähernd doppelt so lang wie der letzte, der mit einem ziemlich langen, stielartigen, behaarten
Fortsätze, dem aber die längeren Bsth. fehlen, versehen ist. Die Bw. wie bei Dasyneura.
Thr. matt schwarzbraun, ebenso wie das Sc. und der Hr., die Rückenfurchen gelbgrau behaart.
Ths. graubraun, die häutigen Stellen und die Flw. graugelb. Schw. gelbgrau. B. graubraun, die
Schenkelspitzen und die Tarsen außen schwärzlich, die Knie gelb; Fkr. so lang wie das E.
Fl. bräunlichgrau, schwach schillernd; r ziemlich kurz, kürzer als der halbe Fl., weit vor dem
Gp. des cu in den Vr. mündend, dem Vr. näher als Qu., Ursprung von rr annähernd in der Mitte
von r. Qu. mit r annähernd gleichlaufend, rr fast gerade, an der Spitze mit deutlichem Bogen in
die Flsp. mündend; der Gp. von cu dem Hr. näher als rr, cu2 mäßig schief zum Hr., a und b annähernd
gleich.
Abd. graugelb, dicht braungrau behaart, oben und unten mit schwärzlichgrauen Binden,
von denen die auf dem ersten Segment sehr schmal ist. Lg. des $ weit vorstreckbar, das letzte Glied
und die Lamellen wie bei dieser Gattung gewöhnlich.
Zg. des <$ gelbgrau; o. und m. L. tief geteilt, in der Form ziemlich gleich, m. L. aber schmäler
und länger. Die M. der o. L. auf den Lappen in undeutlichen Gruppen. P. kurz, nicht länger als
die m. L. und viel kürzer als das Bgl. der Zg. Die M. des Bgl. afn Grunde und an der inneren Seite
in undeutlichen Gruppen oder nicht sehr eng stehenden Querstreifen. Kgl. ziemlich schlank, nur
am Grunde mit M. und einigen sehr kurzen, wenig auffallenden Börstchen.
Die weißlichgelben Larven leben in geschlossenen Blütenknospen von C r a t a e g u s o x y a -
c a n t h a. Ob diese Mißbildung von G. anthobia oder von Dasyneura oxyacanthae Rübs. (s. d.) erzeugt
wird oder ob beide Arten ähnliche Gallen hervorzubringen vermögen, bedarf noch näherer Untersuchung.