
gerundet, die M. am Grunde der Lappen und des Bgl. der Zg. in Gruppen. Die Lappen der m. L.
schmäler und länger als diejenigen der o. L., der Ausschnitt zwischen denselben breiter.
Die weißlichen Larven leben in Sproßspitzendeformationen auf S i s y m b r i u m s o p h i a
und o f f i c i n a 1 e und gehen zur Verwandlung in die Erde, aus welcher nach ungefähr 14 Tagen
die Mücken hervorkommen. Mehrere Generationen.
62. C o n t a r i n i a s c h l e c h t e n d a l i a n a (R ii b s.) Kf f r .
Diplosis schlechtendaliana Rübs., Ent. Nachr. vol. 19, 1893, p. 162.
Diplosis souchi Kffr., Bull. Soc. ent. France 1896, p. 14.
Contarinia schlechtendali Kffr., Wien. ent. Zeit. vol. 15, 1896, p. 99.
Contarinia schlechtendaliana Kffr., G. J. C. 1913, p. 182.
H.K. schwarz mit grauem S. und langen, gelben Haaren. Gesicht und T. grau; F. schwarz,
die Bgl. zuweilen etwas heller, beim $ verhält sich das 1. Ggl. zum 2. wie 20 : 9; die Kn. der oberen
Ggl. 2—%y>mal so lang wie die Stiele, letztere also
ziemlich lang; das letzte Ggl. mit deutlich abgesetztem,
ziemlich langem Fortsatz. Beim $ sind
die Kn. der Ggl. alle kugelig; der untere Stiel so
lang wie der erste Kn., der obere etwas länger als
der zweite Kn. Der letzte Kn. mit langem, stielartigem
Fortsatze. Die Schlingen des Bw. %—%
so lang wie die Haare des Hw.
Th. graugelb, der Rücken mit drei nahe bei
einander stehenden, braunen Lstr., zuweilen der
Rücken ganz braun, das Sc. ebenso. Ths. nach den
Hüften zu angeraucht, die häutigen Stellen schmutziggelb.
Schw. an der Basis weißlich, der Knopf
graugelb, am Grunde mit schwärzlichem Ringel.
Fl. etwas schillernd, nicht stark glänzend; r
dem Vr. ziemlich nahe, etwas vor der halben Länge
des Fl. in den Vr. mündend. Der Gp. dem Hr.
etwas näher als rr, cu2 mäßig schief; a gleich b. B.
gelb, obenauf schwärzlichgrau.
Abd. zitronengelb bis graugelb, oben mit sehr
breiten grauschwarzen Binden; Lg. des ? weißlich;
die o. L. ungefähr 57 /x, quergestreift, bis zur Mitte
verwachsen. Die Kgl. der Zg. des $ verhältnismäßig
schlank; die Lappen der o. L. an der inneren
Fig. 64. Contarinia schlechtendaliana Rübs. auf S o n ch u s a sp er. Seite etwas verkürzt; die Lappen der m. L. wenig
länger als schmal.
Die gelben Larven leben in Deformationen auf S o n c h u s a s p e r und o l e r a c e u s .
Sitzen die Larven in den Körbchen, so schwellen dieselben stark an und blühen meist nicht auf;
sitzen die Larven in den Achseln der Blattstiele, so verdickt sich der Stengel an der angegriffenen
Stelle und es entstehen unregelmäßige Drehungen und Verbiegungen (Fig. 64). Die Larven gehen
zur Verwandlung in die Erde, aus welcher die Mücken nach 2 - 3 Wochen heivorkommen. Mehrere
Generationen.
63. C o n t a r i n i a s c o p a r i i ^ ) (Rübs . ) Kf f r .
(Taf. XLI, Fig. 11-13.)
Diplosis scoparii Rübs., Berlin, ent. Zschr. vol. 33, 1889, p. 48.
Contarinia scoparii Kffr., Wien. ent. Zeit. vol. 15, 1896, p. 99.
T. rötlichweiß, Gesicht und Rüssel rötlichgelb; H.K. schwarz, mit schmalem, weißgrauem S.
E. 2 + 12gl, b e im # die Stiele der Ggl So lang oder etwas langer als die kugeligen Kn. Beim $ ist
das erste Ggl. etwa iy 3mal so lang wie das zweite. Die Stiele der oberen Ggl. etwas länger; der letzte
Kn. mit deutlichem Endknopfe.
Thr.' braun, die Furchen weißgrau behaart; Sc. beim d braun, beim ? meist fleischrot, lang
weiß behaart! Ths. rotgelb, nach den Hüften zu schwarzbraun; letztere lang behaart; B. dunkelbraun,
grau schimmernd, ebenfalls lang behaart; Schw. braungelb, Knopf dunkler.
Fl. grau, schillernd, Vr. und Adern braun; r mündet weit vor der halben Flügellänge in den
Vr., rr im letzten Drittel deutlich nach hinten gebogen und in die Flsp. mündend, cu2 schief.
Abd beim <? gelbrot, "beim ? fleischrot,'oben mit erweiterten braunen Binden; die Segment-
ränder lang weißgrau behaart; beim ? laufen die Binden zuweilen um den Leib herum. Lg. lang
vorstreckbar, das letzte Glied sehr dunn, die Zg BreTtf schwarzbraun, lang weißgrau behaart.
Die .orangegelben Larven dieser Art leben in stfecknadelköpfgroßen, rundlichen Gallen an den
jungen Zweigenden von S a r o t h a m n ugg s c o p a r i u s oder in unscheinbaren Anschwellungen
d | f Blattstiels und der Blattrippe dieser Pflanze.^ Sie verlassen die Gallen Ende Juni und gehen
zur Verwandlung in die Erde.
Der Typus dieser Art ist verloren gegangen und eine nochmalige Zuckt der Mücke bisher nicht
gelungen. Die Art Wm daher nur mit Vorbehalt zu Cmtarmia gestellt werden. Wahrscheinlich
gehört sid jeflooh zu einer anderem Gattung, wie auch aus der Farbe des Abdomens zu schließen ist.
64. C o n t a r i n i a s c r o p h u l a r i a e Kf f r .
(Taf. XL, Fig. 1 -2 .)
K i e f f e r , Wien. ent. Zeit. vol. 15, 1896, p. 100.
Die Kieffersehe Originalbeschreibung dieser Art, lautet:
„Fl. beimS hyalin, beim? gefleckt. Voriger Art sehr nahe; von ihr besonders durch die Fühlerbildung
zu unterscheiden. Die Larven vermochte ich nicht von voriger zu Unterscheiden. In den
verdickten Blüten von S c - Z o p h u l a r i a n o ‘1 o s a.
Die von K i e f f er erwähnte „vorige Art“ ist Contarinia pilosellae. R ü b s a a m e n kannte
von sorophulariae nur das ? und vermutet, daß K i e f ij,e r die Imago von C. sorophulariae überhaupt
nicht gekannt hat, denn der Unterschied der Fühler des ? beider Arten ist nicht so, daß er ohne
genaue Messung auffällt, und jedenfalls nicht größer als zwischen scrophulariae und anderen Arten,
wohl aber sind andere, auffallendere Unterscheidungsmerkmale:vorhanden, von denen K i e f f e r
, nichts sagt.