
2 . T r i b u s C y s t i p h o r i ni .
Die Gattungen dieser Gruppe unterscheiden sich von allen anderen Oligotrophidi durch die
Bildung der plumpen Lg., die am Grunde blasig aufgetrieben ist und ohne Lamelle nadelspitz endet.
Die T. sind 2 -f- 4gl., die Zahl der Fühlerglieder ist in beiden Geschlechtern gleich, die Ggl.
beim ? sitzend, beim 3 gestielt; die Bw. wie bei Dasyneura\ rr mündet etwas vor der Flsp. Die Fkr.
gezähnt. Das Kgl. der Zg. ist bald bis zur Spitze, bald nur am Grunde pubescent.
Gatt. Cystiphora Kffr, und Laubertia Rübs.
8. T r i b u s O l i g o t r o p h i n i .
Das Klauenglied der Zg. des 3 ist bis über die Mitte pubescent, die Taster sind 1—Sgl.
In dieser Tribus lassen sich zwei Subtribus.. unterscheiden.
A. S u b t r i b u s R h o p a l o m y i n a .
Die Microtrichen bilden auf den Kgl. der Zg. Gruppen.
Gatt. Phlyctidobia Kffr., Bremiola Rübs., Amerhapha Rübs., Diarthronomyia Feit, Miso-
spatha Kffr., Rhopolomyia Rübs., Boucheella Rübs., Iteomyia Kffr.
B. S u b t r i b u s O l i g o t r o p h i n a.
Die Microtrichen bilden keine Gruppen.
Gatt. Schmidtiella Rübs., Oligotrophus Latr., Didymomyia Rübs., Apiomyia Kffr., Miko-
myia Kffr., Semudobia Kffr.
Zu den Oligotrophini gehören ferner die südeuropäischen Gattungen Guignonia Kffr., Iso-
sandalum Kffr., Psectrosema Kffr., Arceuthomyia Kffr, und Spartiomyia Kffr. Zu welcher Unterabteilung
sie gehören, läßt sich aus den vorliegenden Beschreibungen nicht ersehen.
4. T r i b u s P o o m y i n i .
Das Kgl. wie vorher, bis über die Mitte pubescent, Taster aber 4gl.
A. S u b t r i b u s P o o m y i n a .
rr mündet in die Flsp. Die hieher gehörenden Gattungen sind verwandt mit Tribus 3.
Gatt. Physemocecis Rübs., Phegobia Kffr., Zygiobia Kffr., Craneiobia Kffr., Pemphigocecis
Rübs., Mayetiola Kffr., Caulomyia Rübs., Poomyia Rübs.
B. S u b t r i b u s G e o c r y p t i n a .
rr mündet deutlich vor der Flsp., ähnlich wie bei Tribus 5, wozu diese Unterabteilung einen
Übergang bildet.
Gatt. Rondaniella Rübs., Taxomyia Rübs., Gephyrauhis Rübs., Giraudiella Rübs., Bayeria
Rübs., Mikiella Rübs., Geocrypta Kffr., Wachtliella Rübs., Janetiella Kffr.
5. T r i b u s D a s y n e u r i ni .
T. 3—4gl., rr mündet deutlich vor der Flsp., der Vorderrand des Flügels beschuppt und behaart.
A. S u b t r i b u s D a s y n e u r i n a .
Die Ggl. des 3 gestielt.
Gatt. Hartigiola Rübs., Lathyromyza Rübs., Jaapiella Rübs., Rhabdophaga Westw., Helico-
myia Rübs., Sterrhaulus Rübs., Kaltenbachiella Rübs., Dasyneura Rond., Microperrisia Kffr.,
Dryomyia Kffr.
B. S u b t r i b u s M a c r o l a b i n a .
Die Ggl. des 3 sitzend.
Gatt. Macrolabis Kffr, und Arnoldia Kffr.
6 . T r i b u s B r a c h y n e u r i ni .
In dieser Abteilung sind vorläufig alle die Gattungen belassen, die K i e f f e r in der von ihm
Brachyneurariae benannten Gruppe vereinigt hat. Sie besteht aus sehr abweichend gebauten Tieren,
die nur in der Bildung der Lg. übereinzustimmen scheinen, so daß später ohne Zweifel mehrere
Gattungen aus dieser Tribus ausscheiden müssen.
5. Supertribus Lasio p te rid i.
Nach der Form der Legeröhre lassen sich zwei Tribus unterscheiden.
1. T r i b u s A l y c a u l i n i .
Lg. nicht vorstreckbar, am Ende mit zwei großen, oberen Lamellen.
Gatt. A lycaulus Rübs.
Vertreter dieser Tribus sind in Deutschland bisher nicht bekannt geworden, wenn nicht einige
der von K i e f f e r zu den Brachyneurarien gestellten Arten hierher gehören.
2 . T r i b u s L a s i o p t e r i n i .
Lg. weit vorstreckbar, nur eine obere Lamelle. Bei den deutschen Gattungen dieser Tribus
lassen sich nach dem Flügelgeäder und der Bildung der Legeröhre zwei Subtribus unterscheiden.
A. S u b t r i b u s T r o t t e r i n a .
Der Gabelpunkt des Cubitus liegt nahe der Flügelbasis; der Flügel besitzt daher scheinbar
4 einfache Längsadern. Die weit vorstreckbare Legeröhre nadelförmig, ohne Dornen und Hakenborsten.
Gatt. Trotteria Kffr.
B. S u b t r i b u s L a s i o p t e r ina.
Die 3. Längsader gabelt sich nahe der Flügelmitte; die weit vorstreckbare Legeröhre oberseits
mit Dornen oder Hakenborsten oder beiden.
Gatt. Lasioptera Mg., Thomasiella Rübs., Hybolasioptera Rübs., Prolasioptera Kffr., Clino-
rhyncha H. Lw.
Bei der letztgenannten Gattung sind die Mundwerkzeuge schnabelartig verlängert, doch finden
sich Übergänge zu Lasioptera.
Unter den südeuropäischen und außereuropäischen Gattungen finden sich einige sehr abweichende
Formen, für welche die Errichtung weiterer Abteilungen nötig werden wird,