
gruppen gebräuchlichen Endungen-‘¿ifo, -ini, -ina auch bei den Gallmücken einzuführen und also
Lasiopterariae in Lasiopteridi, Oligotrophariae in Oligotrophidi usw. umzuändern.
Wenn nachfolgend der Versuch einer weiteren Einteilung der Cecidomyinae gemacht wird, so
muß man sich wohl bewußt sein, daß später manche Änderung nötig sein wird, da eine Anzahl
Gattungen zurzeit überhaupt noch nicht genügend bekannt ist und die vorhandenen Beschreibungen
oft nicht genügenden Aufschluß geben über Merkmale, die für eine weitere Einteilung der Cecidomyiden
von Bedeutung sein möchten.
Die Gattungen, die bisher aus Europa nicht bekannt geworden sind, wurden vorläufig nicht
berücksichtigt. Ebenso unterblieb eine engere Einteilung der Porricondylidi sowie der beiden anderen
Unterfamilien der Cecidomyiden.
A. Bestimmungstabelle der Unterfamilien der Cecidomyiden.
1. Flügel mit mehr als 3 Längsadern, das 1. Tarsenglied
nicht kürzer als das zweite.
Die Analöffnung der Larve nicht in Form
eines Längsspaltes auf der Ventralseite des letzten
Segmentes...................................................................... 1. Unterfamilie L e s t r e m i i n a e ,
h-g'igL- Flügel höchstens mit 3 Längsadern, nur bei
Diallactes (Porricondylidi) sind 4 Längsadern
vorhanden, dann aber ist das 1. Tarsenglied
v e r k ü r z t .................... 2 .
2. Flügelfläche weder mit hinfälligen Haaren noch
mit Schuppen, sondern nur mit festsitzenden,
sehr kleinen, punktartigen Härchen (Micro-
trichen) besetzt.
Larve wie v o rh e r ..................................................2 . Unterfamilie H e t e r o p e z i n a e..
— Flügelfläche mit hinfälligen Haaren oder
Schuppen besetzt.
Analöffnung der Larve in Form eines Längsspaltes
auf der Ventralseite des Analsegmentes 3. Unterfamilie C e c i d o m y i n a e .
B. Bestimmungstabelle der Supertribus der Cecidomyinae.
1. Die Basis von rr und die Querader gleich stark
entwickelt; rr daher scheinbar an der Basis gegabelt
; die Wurzel von rr meist sehr schief aus r
entspringend und die Querader zuweilen S-förmig
geschwungen. Die beiden oberen Lamellen der
kurzen Lg. 2—3gliedrig; 2 untere Lamellen.
Das vorletzte Segment der Larve mit vier
Dorsalpapillen..............................................................1. Supertribus P o r r i c o n d y l i d i .
¡M- Basis von rr meist sehr unscheinbar und oft
kaum wahrnehmbar, rr erscheint daher mit der
in der Regel stärker entwickelten Queräder als
Basis aus cu zu entspringen.
Die beiden oberen Lamellen der Lg. meist
lgl., nie 3gliedrig; das vorletzte Segment der
Larve mit 2 Dörsalpapillen . .................... 2.
2 . Psoh. fehlt. Das Bgl. der Zg. des S zuweilen mit
zahnartigem, oft sehr langem Fortsatz, der dem
P. aber nie als Scheide a n l i e g t 2, Supertribus G e c i d o m y i d i .
— Psch. v o rh an d en...................................................3.
3. Psçh. unscheinbar; die F. 2 -j- 12gl., die Ggl. bei
d und ? lang gestreckt und meist sitzend. Hw.
fehlen meist; die Haare unregelmäßig über das
Glied verteilt. Eigentliche Bw. fehlen. Die Ösen
bilden in der Kegel unregelmäßige Schlangenlinien.
Sind die Ggl. gestielt und deutliche Hw. und Bw.
vorhanden, dann besitzt das Bgl. der Zg. an der
Spitze einen lappenartigen Fortsatz, der oft
länger ist als das Kgl 3. Supertribus A s p h o n d y l i d i .
— Psch. stark entwickelt, so lang wie die ■ o. L.
oder länger; Hw. und Bw. stets vorhanden; das
Bgl. der Zg. des 6 an der Spitze nie mit lappenartigem
F o r t s a t z e .............................................. 4.
4. r und rr vom Flügelvorderrande deutlich getrennt;
die Mündung von rr ist von der Flsp.
nie weiter entfernt als die Mündung von cui
(b so groß oder größer als c). Beim <? die Ggl.
mit Ausnahme von Macrobbis und Arnoldia gestielt
4. Supertribus O l i g o t r o p h i d i .
— r und rr dem Flügelvorderrande sehr nahe;
die Mündung von rr von der Flsp. weiter entfernt
als die Mündung von cui (b kleiner als c).
Die Ggl. des 1 stets s i t z e n d ................................. 5. Supertribus L a s i o p t e r i d i .
a) Bestimmungstabelle der Trlbus der Porricondylidi.
1. Flügel mit M e d iaH s ..................................................1. Tribus D i a l l a c t i n i .
B Flügel ohne M ed ia lis ■ 2 .
2. Der Cubitus gabelt sich nahe seiner Basis; der
Flügel daher scheinbar mit 4 Längsadern. . . 2; Tribus A s y n a p t i n i .
— Der Cubitus gabelt sich nahe der Flügelmitte
oder gar nicht, Flügel daher nur mit 3 Längsadern 3. Tribus P o r r i c o n d y l i n i .