
Abd. blaßledergelb, oben mit breiten, aber blassen grauen Binden, die Segmentränder lang
weiß behaart. Das letzte Glied der Lg. sehr dünn.
Die weißen Larven (Analsegment und Brustgräte: Textfig. 37 f, p. 47) leben in hülsenartig
zusammengelegten Fliederblättchen von S o r b u s a u c u p a r i a und t o r m i n a l i s und
gehen in der zweiten Hälfte des Juli zur Verwandlung in die Erde.
69. G o n t a r i n i a st e i n i ( K a r s c h ) Kf f r .
Cecidomyia steini Karsch, Berlin, ent. Zschr. vol. 25, 1881, p. 227.
Diplosis steini F. Löw, Verh. zool.-bot. Ges. vol. 38, 1888, p. 239.
Gontarinia steini Kffr., Wien. ent. Zeit. vol. 15, 1896, p. 99.
Gesicht, Rüssel und T. graugelb; H.K. dunkelgrau, ohne hellen S., weißgrau behaart. F.
schwarzbraun; beim ? verhält sich das 1. Ggl. zum 2. wie 35 : 25; die Kn. der oberen Ggl. sind ungefähr
2:j/2mal so lang wie die Stiele; die Stiele sind also ziemlich lang; der letzte Kn. mit kurzem,
meist aber ziemlich deutlich abgesetztem Fortsatz. Beim <£ ist der obere Kn. etwas gestreckt.; der
1. Stiel etwa so lang wie der unter ihm stehende Kn.; der 2. Stiel etwas länger als der gestreckte
Ivn.; der letzte Kn. mit kurzem, knospenartigem Fortsatze. Die Schlingen der Bw. wenig mehr als
halb so lang wie die Haare der Hw.
Thr. sepiabraun bis gelbbraun, bei schiefer Beleuchtung grau bereift, dann erscheinen 3—5
dunkle Lstr. auf grauem Grunde, Sc. ebenso, beide lang grau behaart. Ths. nach den Hüften zu
dunkel gelbgrau, nach oben und die häutigen Stellen mehr gelb. Schw. und B. graugelb, erstere
am Grunde weißlich.
Fl. prachtvoll rotgelb und violett schillernd; r mündet ungefähr in der halben Flügellänge;
rr fast gerade, kaum merklich gebogen, der Gp. liegt dem Hr. kaum näher als rr, cu2 mäßig schief
und a annähernd so groß wie b.
Abd. zitronengelb, oben mit breiten, in der Mitte erweiterten Binden, die bald heller, bald
dunkler sind je nach dem Alter des Tieres. Unten ziemlich breite, rechteckige Platten; besonders
die Ringränder lang grau behaart. Die o. L. der Lg. des $ ziemlich lang (62 ¡x), quergestreift. Die
Lappen der o. L. der Zg. des am Ende gerundet, diejenigen der m. L. wenig länger.
Die gelben Larven leben in deformierten Blütenknospen von M e l a n d r y u m a l b u m
und r u b r u m und S a p o n a r i a o f f i c i n a l i s und gehen zur Verwandlung in die Erde.
Die Mücken erscheinen nach 2—3 Wochen.
70. C o n t a r i n i a t a n a c e t i R ü b s.
R ü b s a a m e n , D. ent. Zschr. 1921, p. 47.
Gesicht und Rüssel dunkelgrau; Olypeus mit grauem Haarbüschel; T. weißgrau; H.K. sepiabraun,
nach den Augen zu kaum heller. F. 2 -J- 12gl., beim <$ sind die Stiele der mittleren Ggl. so
lang oder wenig kürzer als die Kn.; von letzteren der untere breiter, der obere etwas gestreckt; der
letzte Kn. mit kurzem Fortsatze; beim ? verhält sich das 1. Ggl. zum 2., 11. und letzten wie 23:18:11:14;
der Fortsatz des letzten Gliedes noch kürzer als beim <J.
Thr. matt sepiabraun bis braungrau, die Furchen lang grau behaart; Sc. honiggelb bis rötlich-
btaun, nach den Hüften zu sepiabraun.
Fl. bei jüngeren Tieren ohne Schiller, sehr schmal, am Grunde keilförmig; L :B = 3 : 1,
rr geht in leichtem Bogen zu Flsp. Der Gp. liegt gewöhnlich dem Hr. etwas näher als rr; cu2 sehr
schief; cux leicht gebogen, annähernd in der Richtung des Stieles; a etwas kleiner als b.
Schw. am Grunde weißgelb, sonst braungelb; B. gelbgrau, oben schwärzlich.
Abd. blaßgelb, beim <J oben in der Regel ohne Binden, zuweilen auf jedem Segmente ein unscheinbares
schwärzliehgraues Fleckchen, beim $ eine blaß schwärzlichgraue, nach vorn erweiterte
Binde. Die Zg. des kräftig; das Bgl. ziemlich dick, die M. nur am Grunde und an der inneren Seite
in Gruppen ; das Kgl. kurz und plump, am Grunde ziemlich ausgedehnt pubescent; auf der unteren
Seite reichen die M. fast bis zur Gliedspitze. Die o. L. tief geteilt; die Lappen breit, etwas schief
nach innen abgeschnitten; M. an der Spitze dicht, nach der Basis zu in Gruppen; die m. L. wenig
länger als die o. L. Die Lg. des ? weit vorstreckbar; bei dem einzigen gezüchteten ? die Lamellen
verklebt und undeutlich.
Die orangegelbe Larve lebt in Körbchen von T a n a c e t u m v u l g a r e zwischen den
Achenen, die durch den Angriff der Larve verkümmern, so daß im Körbchen oft streifenförmige
braune Flecke entstehen.
71. G o n t a r i n i a t h l a s p e o s Rü b s .
R ü b s a a m e n , Zschr. wiss. Ins.-biol. vol. 6, 1910, p. 419.
Augen schwarz, Gesicht, Rüssel und T. gelbgrau, F. 2 + 12gl., beim? das erste Gl. nicht doppelt
so lang als das zweite (21 : 13), das letzte an der Spitze verjüngt, der Fortsatz meist nicht deutlich
abgesetzt; dort, wo die Bw. sitzen, sind die Glieder etwas eingeschnürt. Beim der obere Kn.
kaum gestreckt, fast kugelig, die Stiele der oberen Ggl. annähernd so lang wie die darunter stehenden
Kn., die Schlingen der Bw . nur wenig kürzer als die Haare der Hw. Der letzte Kn. mit sehr kurzem,
wenig abgesetztem Fortsatz.
Th. blaßgelb, auf dem Rücken braun, Schw. und B. gelbgrau. Fl. schillernd; r mündet etwas vor
der halben Länge des Fl., die blasse Querader mit r gleichlaufend, rr dann mit deutlicher Neigung nach
hinten, aber fast gerade bis zur Flsp.; der Gp. liegt dem Hr. wenig näher als rr, cu2 ziemlich schief, cux
am Grunde nach vorne gebogen, dann in leichtem Bogen zum H r.; a so lang oder etwas kürzer als b.
Abd. blaßgelb, oben mit breiten, braunen Binden, auf der Ventralseite mit den gewöhnlichen
beiden schmalen Querstreifen; die o. L. der Lg. nicht bis zum Grunde geteilt, etwa 40 ¡x lang. Die
Zg. des S normal, die Lappen der o. L. nach innen etwas verkürzt und breit gerundet, kürzer als
die schmalen Lappen der m. L.
Die beinweißen bis gelblichen Larven leben in schwach deformierten Schötchen von T h 1 a s p i
ä ' r v e n s e und gehen zur Verwandlung in die Erde,-aus der sie nach etwa drei Wochen als Mücken
hervorkommen. Mehrere Generationen.
72. G o n t a r i n i a t i l i a r u m (Kf f r . )
(Taf. XLII, Fig. 10-14.)
Diplosis tiliarum Kffr., Ent. Nachr. vol. 16, 1890, p. 193.
Contarinia tiliarum Kffr., Wien. ent. Zeit. vol. 15, 1896, p. 99.
s, Gesicht, Eiissel und T. weißgelb. A u g e n schwarz, oben .zusammenstoßend. F. braun mit
heller Basis, 2 mm lang, 2 + 12gl.;. erster Kn. eiförmig, ungestielt, die übrigen gestielt, einwirtelig
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