
78 Vir. Sahara.
f M1 i í
J : •
ii
i '' I ,
{
:! .3Í
If;,:
•Jfi
r
bedarf aus welchen Von-äthen „»h,e„ sieh die Quellen die d,,
G.™ de.. Oasen e .eugen. Dies sind Fragen, hdlne n „leh H
beze ei net, s» .st d.es so z„ verstehen, dass, abgesehen von dem sie
dnrehsü.„.enden Nil nnd von einigen Salzseen an ihrer Nordg 1
u, de. J h a nirgends ein dauernder Wasserspiegel .ich erhalt I cl,
<ie. Regen kann mehrere Jahre hindurch, selbst in Aegypten <-a„z
ausbleiben, aber dann fallen einmal einige Tropfen, oder L ä;d: n
Gegenden erfolgt auch wohl ein plötzliches Gcwitte schaner we Z
Stunden lang eine Thalschlneht mit Wasserfluthen fallt nd of h
al eme p^otzl ehe Gegenströmung aus den oberen in die unteren
h. nng des Bodens d.e aufsteigende Luft den Raum in de. Tiefe
» .tendcn, oberen und unteren Passate gestört ist. Wie selten auch
d.e Bedn,g„„ge„ der Gcwittcrbildung, die fast immer Gegensätze d
W m n n g auf beschrankter Räumlichkeit voraussetzen , 1 ,
Sahara, auf cmcr so cbenmässig gebildeten Hochfläche eintrete"
mögen, s,e scheinen doch hier die einzige Ursache von den etn
Regengüssen zu sein, deren Wasser daher aus den dampfreichZ
i X n i r t ^ ' r - A n t f p a L : ^ : "
zuleiten ,s . Sie kommen fast nur im Winter vor, wenn d i L Windromung
geringerer Hshe als im Sommer der aufsteigenden Luf .
w den. Der Winter oder dessen Ausgang ist daher die Periode
dei veg tafven Eutwickelung, in einem solchen Klima freilM
uur in pBtzlich erscheinendem Grtln, in Spuren verst^ L n s ff
- t r i e b s oder in der BHltheneutfaltung bemerkbar
-
fäh che r • "«Wgi die
r / i ' H ' die Keime eine,
Gewtteij welehcs nicht zur Ausbildung gelangt. Regengüsse da
gegen, die ein Wadi mit Wasser zu füllen verLgen, tomml
Trockenheit des Klimas. 79
an einzelnen Orten und auch dann nur sehr selten vor : dies ereignete
sich im Süden der algerischen Sahara nur ein einziges Mal in einem
Zeitraum von 6—7 Jahren i^), und in anderen Gegenden hat man
noch weit längere regenlose Perioden erlebt.
Einen deutlichen Einfluss auf die Stärke der Niederschläge hat
ferner die Nachbarschaft von hohen Gebirgsketten, die nicht bloss •
selbst im Winter, wenn der Antipassat sie berührt, auch an der der
Wüste zugewendeten Abdachung eine Regenzeit entwickeln, sondern
auch ihre Wolken weiterhin verbreiten können. Dies zeigt sich zunächst
am Atlas, der in Marokko die Linie des ewigen Schnees erreichen
soll und durch seine Erhebung auch auf die Umgebungen
befeuchtend einwirkt. Hiedurch erklärt sich, dass es am südlichen
Fusse dieses Gebirgs in der algerischen Sahara, da wo die Vegetation
der Wüste schon vollständig ausgebildet ist, gegen Ende des Winters
regelmässig, wenn auch nur wenig regneti^). Der Atlas ist
zwar das einzige Randgebirge der Sahara, welches in Ketten gegliedert
und hoch genug ist, um solche Wirkungen hervorzubringen,
aber im Inneren der Wüste, am Wendekreise, erhebt sich eine von
Europäern noch nicht erreichte Berggruppe, Ahaggar genannt, die
für die Bewässerung der Nachbarlandschaften gleichfalls von bedeutendem
Einflüsse zu sein scheint. Dies ist der im Meridian der algerischen
Sahara gelegene Hauptsitz derTuaregs, ein Gebirge, welches
nach den von Duveyrieris) gesammelten Nachrichten die höchste
Erhebung der Wüste bildet. Von hier aus senken sich die Wadis
sowohl nach Norden zu den tief eingeschnittenen Oasen von Tuat
und Algerien, wie südwärts zum Stromgebiet des Niger. Diese Angaben
finden eine sichere Bestätigung durch Tristram i9), der in
jener Gebirgsgruppe verfertigte Geräthe untersuchte, deren harzreiches
Holz auf das Vorkommen von Coniferen schliessen liess. Man
erzählte dem Reisenden, dass das Gebirge von Ahaggar von Pistacien
und in den höheren Regionen von Nadelhölzern gut bewaldet
sei, der Winter daselbst sei von strenger Kälte und werde in jedem
Jahre von reichlichen Niederschlägen begleitet. Ein solcher zwiefacher
Waldgürtel ist freilich nicht ohne eine regelmässige Regenzeit denkbar.
Dass diese in den Winter fällt, entspricht der Lage des Gebirgs
am Wendekreis, sowie auch die Bäume, wenn sie richtig gedeutet
sind 18), dem Formenkreise des Atlas angehören. Es beruht demnach
ip'