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582 Quellenschriften und Erläuterungen.
29. Da in der Sammlung Drege's, nach welcher E. Meyer die Reihenfolge
der vorherrschenden Familien berechnete (Note 21), die Succulenten
und Eriken vernachlässigt, die Gräser mit Vorliebe berücksichtigt und
auch Pflanzen aus Natal enthalten sind, so habe ich eine neue Untersuchung
angestellt, deren Ergebniss mit dem früher aus Thunberg's Kapflora
geschöpften (a. a. 0.) in Bezug auf die meisten Familien übereinstimmt.
Ich legte dabei Harvey's Schätzungen (Note 12) zu Grunde und
zog, da ich einige Familien zu hoch, die Synanthereen, Froteaceen und
Gramineen zu niedrig geschätzt fand, zugleich dessen und Sonder's Flora,
sowie andere Quellen zu Rathe. So erhielt ich folgende Reihe der vorherrschenden
Familien: Synanthereen, Leguminosen, Liliaceen, Ericeen,
Irideen, Ficoideen, Geraniaceen, Froteaceen, Crassulaceen, Gramineen,
Scrophularineen, Asklepiadeen, Rutaceen.
30. Beispiele endemischer Gattungen von grösserem Umfang (die
Ziffern beziehen sich grösstentheils auf die Artenzahl bei Harvey und
Sonder): Cruciferen: Heliophila (61); Polygaleen. Muraltia (51); Byttneriaceen:
Mahernia (33); Rutaceen: Agathosma (100); Rhamneen: Phylica
(58); Leguminosen: Aspalathus (148); Rosaceen: CUffortia (39); Synanthereen:
Pteronia , Sphenogyne (44), Athanasia (40), Osteospermum (38),
ArctöUs (30), Stohaea (43); Asklepiadeen (bei Decaisne 89); Selagineen
(beiChoisy): Selago (71); Froteaceen (bei Meissner): Leucadendron
Protea (61), Serruria (52 Arten).
31. Von den Selagineen sind einige Arten bis Natal, eine [Hebenstreitia
dentata) bis Abessinien verbreitet.
32. T ros che l (Wiegmann's Archiv f. Naturgeschichte: Jahresber.
f. 1842. S. 415).
XI. Australien.
1. F. Müller, notes on the vegetation of Australia (Ber. in Behm's
Jahrb. 2. S. 210-214).
2. Als Regenmonate im tropischen Australien werden gewöhnlich
November bis Januar angegeben. Am Glenelg (16 o S. B.) dauerte die
nasse Jahrszeit von December bis Februar [Martin, explorations in North
Western Australia: Journ. geogr. soc. 1865. ;p. 269): die heissesten und
trockensfien Monate waren Juli bis November.
B e r g h aus , physikalischer Atlas, I.Nr. 12.
4. Neumayer , die Kolonie Victoria. Deutsche Ausg., Melbourne,
1861. Die meteorologischen Messungen (S. 133—163^ beziehen sich auf
die Jahre 1840—1860. Die wichtigsten Werthe für die im Texte gegebene
Darstellung sind:
XL Australien.
Mittlere Temperatur : 11 o, 5 R.
Mittlerer Thaupunkt : 6 o, 8 R.
583
Differenz: 40,7 R.
Regenfall': 26'^7.
Am 31. Januar 1861 fielen während 11 Stunden nicht weniger als 2", 37
Regen (S. 154).
5. R. Brown, Proteaceae novae (verm. Schriften, 5. S. HO. 114).
6. Drummond [Journ, of Bot, : Jahresb. f. 1840. S. 468 und 1841.
S. 46J).
7. R. Brown, Vegetation in Swan River (vermischte Schriften, 5.
S. 306. 311).
8. Mitchell, journal of an expedition into the Interior of tropical
Australia (Jahresb. f. 1848. S. 413).
9. J. Hooker, Flora of Tasmania. Introductory essay, p. 31. 40.
51. 54.
10. R. Brown, Appendix to Sturt's expedition into eèntrnl Australia
(Jahresb. f. 1849. S. 61).
11. Behr , Vegetationsverhältnisse der Kolonie Adelaide [Limaea,
20, S. 545-672: Jahresb. 1847. S. 56).
12. Lhotsky [Journ. of Botany: Jahresb. f. 1843. S. 74).
13. F. Müller [Journ. Linn. soc. 2. p. 146).
14. R. Brown, Bemerkungen über die Flora Australiens-(verm.
Schriften, 1. S. 122).
15. L e i chha rdt [London. Journ. of Botany,^: Jahresb. f. 1847.
S. 54).
lê. Zu den vorzüglichsten Nutzhölzern Australiens gehören der im
Südwesten als Mahagoni bezeichnete Eukalyptus [E, marginata), welcher
gleich dem Teak den Angriffen der Bohrwürmer und Termiten widersteht,
und die rothe Ceder von Queensland [Cedrela australis), von welcher
das Ceder-Land seinen Namen hat, eine sonderbare Nomenklatur,
da diese »Ceder« das Laub einer jEsche trägt (vergl. F. Müller, Notes on
Austr1a7li.a Daa.r wa.i n0, .). journal of researches. Dçutsche Ausgabe, 2. S. 228.
18. Eine wirkliche Messung von Eucalyptus amygdalina ergab, wenn
das englische Fussmass in das Pariser verwandelt wird, nach F. Müller
(a. a. 0.) 394', die den höchsten Individuen im Quellgebiet des Yarra
und Latrobe zugeschriebene Höhe von 470' ist der der grössten in Kali-'
fornien gemessenen Wellingtonien gleich, aber beruht wahrscheinlich nur
auf einer Schätzung. Der grôsste Baum in Westatistralien ist der Kaori,
ebenfalls ein Eukalyptus [E. colosseu), von dem ein im Thale des "Marren
gemessenes Individuum 375' hoch sein soll.
19. L e i c h h a r d t ' s Tagebuch. Deutsche Ausgabe. S. 38.
20. Stuar t (Peterm. Mittheil. 1861. S. 191).
21. Gregory (Peterm. Mittheil. 1857. S. 155),