
VII. Sahara
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L g l e Z dt i m t T " "" Gegenströmungen
e t w i ^ ^ einer Stomschnelle entstehen, es ist
em wnbel des Passats m grossen Verhältnissen. Wenn daher anf
den Reisen m der Sahara von Südwinden die Rede ist
warnen, an der Anssenseite bewee-lich sind Da Mr. ^ , ^
in Ghadames 9) (30 o B 1 dpm o 7 . . ^«^dwest schon
<lie al^erisPhp, w / Ostpassat begegnet, so kann man
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üewegnng. D.eses he.sse, mit Sanddflnen erfMlte Syrtenthal,
Trockenheit des Klimas. 77
welches zum Theil unter dem Spiegel des Mittelmeers liegte) und
den Atlas wie eine Gebirgsinsel von der grossen Hochfläche der Sahara
scheidet, aspirirt die Luft von beiden Seiten. Bis hieher reicht
sowohl der Nordwest der Küste von Algier als der Südost, der von
Ghadames kommt, und beide können daher als Ablenkungen des
Passats aufgefasst werden. Der erstere entspricht seinem ähnlichen
Ursprünge nach dem Mistral der Provence, der letztere gilt als
Sirokko, von dem er sich jedoch durch längere Dauer und durch
eine eigenthümliche Entstehungsweise unterscheidet.
Aus welcher Himmelsrichtung aber auch der Wind in der Sahara,
wehen möge, keine Feuchtigkeit kann er herbeiführen, wenn er aus
der Wüste selbst kommt. Dazu ist der Dampfgehalt der Atmosphäre
über ihrer Oberfläche zu geringfügig. Nirgends auf der Erde hat
man die Luft trockener gefunden als hier i2), und zwar dauernd und
allgemein. Es ist einer besonderen Erwägung werth, wie es zugeht,
dass das mittelländische Meer, dessen Umfang Humboldt auf ein
Drittel der Sahara schätzt, dieser so wenig von dem Dampfe mittheilt,
den eine so grosse Wasserfläche entwickelt. Im Nordwesten
ist es der Atlas, der die Feuchtigkeit der Atmosphäre entzieht, zwischen
Tunis und Tripoli, wo die Küste ganz flach ist, wehen keine
Seewinde landeinwärts, weiterhin nach Osten wirken die Höhenzüge
in dem fruchtbaren Litoral von Cyrene. Nur das Nilthal lässt
dem Nordwinde des Mittelmeers freien Spielraum, und gerade hier
wächst auch der Dampfgehalt der Atmosphäre beträchtlich . Eine
allgemeinere Ursache der Trockenheit der Sahara aber liegt darin,
dass der Passat im Innern vorherrschend aus Osten, also nicht vom
Mittelmeer kommt, sondern den Einfluss der asiatischen Hochländer,
Arabiens und endlich der afrikanischen Wüste selbst erfährt, wo die
Avasserlose Oberfläche nichts zu dem Dampfgehalt der Atmosphäre
beiträgt. Alle diese Gegenden sind schon als Hochflächen trocken,
und da die asiatischen in einem höherem Niveau liegen, als die afrikanischen,
so empfangen, die letzteren von jenen um so weniger
Feuchtigkeit, als der Wasserdampf der Atmosphäre mit der Höhe
abnimmt.
Wie kann nun bei solcher Trockenheit der Luft und des Bodens
überhaupt nur organisches Leben bestehen, das doch auch der Wüste
nicht ganz entzogen ist? woher stammt das Wasser, dessen es