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630 Quellenschriften und Erläuterungen.
30. In dem von Schmidt verfasston Verzeichniss der Flora der
Kap-Verden (a. a. 0.) werden 435 Gcfässpfianzen aufgeführt, eine Ziifer
die auf 400 sinkt^ wenn die darin aufgenommenen Kulturpflanzen (darunter
allein gegen 25 Arten von angepflanzten Bäumenl ausgeschlossen
werden. Auch die Zahl der endemischen Arten (78) ist etwas herabzusetzen
(auf 06), da die Selbständigkeit bei mehrern unbegründet oder
zweifelhaft erscheint und von einzelnen das Vorkommen auf dem Fest-^
lande wahrscheinlich ist: so wurde die Soe7n7nerwf/ta auf Oetssaspis zurückgeführt.
Nach Schmidt (S. 105) sind von seinen 435 Arten 177 auch
an der afrikanischen Westküste einheimisch, aber es giebt deren viel
mein-. Ich zähle unter 324 nicht endemischen Arten 136 Segetalpflanzen,
von denen 87'in allen Tropenländern, 32 in Europa und 17 ubiquitär
vorkommen: es bleiben doch immernoch gegen 180 afrikanische Arten
übrig.
31. Kanarische-(und atlantische) Pflanzen, die nach den Kap-Verden
eingewandert sind: Koniga iiiiermedia, Franl'eM'ia ericifolia (Kanar. und
Azoren), Folj/carpaea nwea, Teline stenopoiala, TJOÜcs glmims, Galümi ßlifonae,
Cainpylanthus Benthami, Statice pectinata, Beta prommhens, Panetaria
apjjendiculata, Asjxvragtis scoparius (Kanar. und Madeira), Lolium gra~
eile. Mit Madeira gemeinsam ist Sidevoxyloii Manmdana.
Unter den endemischen Pflanzen der Kap-Verden zähle ich (nach
Ausschluss zweifelhafter Arten) als der tropischen Reihe angehörig 16,
nämlich 8 Gramineen, 3 Knbiaceen, 2 Leguminosen und einzelne Asklepiadeen
[Sarcodemma), Sapoteen und Urticeen. Unter 49 Arten, die dem
kanarischen und südeuropäischen Typus entsprechen, besteht der grössere
Theil aus Sträucheru und Ilalbsträuchern: es sind 16 Synanthereen (darunter
mehrere Arten von Nidorella, Conyza und Odontospermam), 6 Leguminosen
15 Arten Yon Lotus), 4 Cruciferen (3 A. von Sinapidendron),
3 Scrophularineen [Linaria], je 2 Garyophylleen, Umbelliferen [Tornabenea),
Labiaten, Boragineen [Echium] , Plumbagineen [Statiee], Farne,
und einzelne Arten von Cistineen, Euphorbiaceen, Crassulaceen, Campa^
nulaceen, Orobancheen, Globularieen, Smilaceen [Asparagus] und Gräsern.
Endlich wird noch eine endemische Art aus einer Gattung der Kapflora
angeführt [CgpJiia),
33. Darwi n a. a. 0., S. 278; Hooker , insular Floras, p. 7. Die
Angabe über die Farne von Ascension rührt von Hooker her : Baker
JJnn. Transact. 26. p. 345) unterscheidet daselbst nur 7 Arten, darunter
2 endemische, in S. Helena 25, wovon nach ihm 13 endemisch sein sollen.
34. Beut son, tracts relative to the island of St. Helena, p. 1.
35. Klima von S. Helena [Beatson, a. a. 0. p. XXXIII): Temperaturkurve
in Jamestown in Plantationhouse 13^—18o (niedrigster
Thermometerstand mittlerer Regenfall 33" an 135 Regentagen,
die über das Jahr so vertheilt sind, dass die stärkern Niederschläge im
Sommer (Jan. — März, wohl bis Mai) fallen und schwächere Winterregen
(Juli und August; nachfolgen. Indessen ist kein Monat ganz regenfrei
XXIV. Oceanische Inseln. 631
und die Menge des Niederschlags in verschiedenen Jahren sehr ungleich
(Dove, klimat. Beitr. 1. S. 94),
36. Roxbttrgh, list of plants of St. Helena (bei Beatson, p. 295—326);
Pritchard, list of indigenous and exotic plants of St. Helena-, in diesen
Verzeichnissen zähle ich als sicher festgestellte' Arten 36 einheimische
Phanerogamen (darunter 30 endemische), sodann 23 Farne und 2 Lykopodien
; darunter werden von Roxburgh von 25 endemischen Holzgewächsen
16 als Bäume, 9 als Sträucher bezeichnet.
^ 37. Endemische Gattungen von S. Helena: die Synanthereen Commidendron
(ö Arten, darunter 4 Bätime, verwandt mit Solidcxgo), Petrohium
(monotypischer Baum, neben der chilenischen G-attung Euxenia in das System
gereiht), Lachanodes (3 Bäume, neben nnà Melanodendron
monotypischer Baum, neben Plrigeron); sodann die monotypische Rhamnee
Nesiota,
38. Von den Kap-Gattungen, welche Hooker [insular Floras, p. 7)
als in S. Helena vertreten betrachtet, werden von Roxburgh ausdrücklich
als eingeführt bezeichnet: sämmtliche Arten von Pelargonium, ferner
Mesemhryanthemum und Osteosperniuyyi ¡oisiferum.
39. Froh er ville (in Leguevel de Lacombe, Voyage a Madagascar,
1. p. 3), Auf dem baumlosen Plateau von Emirna, wo die Hauptstadt
liegt, herrscht völlige Dürre von Ende April bis September, in den übrigen
Monaten fallen täglich Niederschläge, [Boyer in Hooker, bot. Miscellanies,
3. p. 249).
40. Grandidier [Bullet, soc. geogr. 1867: Bericht in Behm's
Jahrb., 3. S. 208). Leguevel (a. a. 0. 2. p. 177) erwähnt in der
Nähe der Südspitze von Madagaskar sogar eine wüste Gegend ohne Vegetation.
41. Ellis, three visits to 3fadagascar, p. 176. 39. 284. 313.
42. Hooker^ onNepenthes [-n^iOh Seemcmn,JoUrn. of Bot. 1871. p. 49).
43. Dove, klimatologische Beiträge, 1 S, 102.
44. Madagaskar und den Maskai'enen sind gemeii'sam eigenthiimlich
von Meliaceen Quivisia, von Euphorbiaceen Payeria, von Sapoteen Imbricaria.
45. Du Petit-Thouars, observations sur les j)kmtes des îles australes
d!Afrique p. 6 (in dessen Mélanges de botanique).
46. Bory de St. Vincent, voyage dans les quatres frincipales iles
desniers d'Afrique, 1. p. 311. :U3. 319. 341.
47. Bouton [Bot, miscellanies, 3. p. 214): als vorherrschende Familien
auf Mauritius werden bezeichnet die Rubiaceen, Euphorbiaceen,
Convolvulaceen, Malvaceen, Buettneriaceen, Sapindaceen , Meliaceen,
Orchideen, Gramineen, Cyperaceen und Farne.
48. Barkly mxù. Swinburne JVard [Journ. Linn. soc. 9, p. IIS:
Berichtin Behm's Jahrb. 2, S. 219).
49. Wilkes, narraiive of the* United States exploring expedition, 4,
p. 95, 114. 145. 203. 252.