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XV- M(^xikitni.scluiH (Ücbict.
lim luin (lici v(M'8(ilii('(lciKMi Ivliniuto Mtixikos übiU'Hichtlicli ;uil'-
/idjiSHon, wird zuuilchst von dm oberen liogioneii clor voroinzolton
valk;uüs('hüii lIocbg'i[>(bl iibgosolieii, da« ganze Land selbst aber nach
seinen» (Jesanuntrelier in drei Meridianzonen eingetheilt. Wir beginnen
mit der Abdacluuig zum Golf, die, soweit die Küste naeli Osten
e\|)(niirt ist ( 2 3 1 ! ) N . 1>.), eine sebniale Litoralzone bildet, ans
weleluM' der scbneebedo(dvte Pik von Oriznl)a weithin über das M(icr
liiniinslenchtet. lieisso Uegion v<m Vera (Irnz erhebt sicli über
dem (lihTen Küstensanm TO — 500 Fnss'^) in sanft geneigten (Jras-
'{){)—3000 Fnss'')], die zuwehen von Waldungen nnd
selbst reinen Palmenbeständen \)S(d)al nuuru'rrwmn'^) \ nnterbroclien
sind. Grnppen von leimen sind auch in den Laubgeliölzon liäuiig
z. J>. Arn)r<ymia sjmios(f) nnd begleiten liier die Mimosocn-, die l?ombaceen
nnd andere Hanndorraen, von denen die meisten Arten in
der trockenen Jahrszeit ihr Ijanb verlieren^). Eine viel reichere
Vegetation von tropischen Erzengnissen erfüllt die fenchteren Scldnchten,
die Barrancas, welche als Spaltnngsthäler in die mexikanisclien
Vnlkankegel von allen Seiten einschneiden. In dieser lieisscn liegi(m,
deren Temperatnrabnahme nacl» aufwärts fünf Grade beträgt (20'^
bis ir> wächst die Regenmenge mit dem Nivean und dem Winkel
der Neignngsiiäche. An der Küste und wo die AbdacJmng flach ist,
bleibt der Wassci'dampf des Passats aufgelöst und die Vegetationsperiode,
auf die nasse Jalu^szeit eingcscliränkt, ist von kürzerer
Dauer. Die Regenzeit umfasst die vier Monate vom Juli bis zum
Oktober und erweitert sich höclistens bis zu einem Halbjahr |vom
Juni bis zum November^)]. Hier treten der Zenithstand der Sonne
und die Elevation der Kordillere in dem Sinne in gemeinsame Wirksamkeit,
dass das letztere Moment, an der Küste selbst unbemerklicli,
aufwärts allmälig an Redeutung gewinnt, lliemit verbindet
sich sodann im Winter noch ein aiulerer Einfluss, ein Weclisel des
Windes, um in dieser Jahrszeit die Niederschläge zu verhindern.
Der Nordostpassat des Golfs wird alsdann an diesen Küsten häufig
von dem sogenannten Norte unterbrochen, einem stürmischen Nordwestwinde
, der, eine Ablenkung des ersteren und liervorgerufen
durch die Aspiration des Tieflands von Yucatan, als ein Landwind
der Prairieen austrocknend auf das mexikanisclie Litoral einwirkt.
Golfzono. 317
in dem oberen Abschnitt der tropisclien Region, der den M(ixikancrn
bereits als gemässigte Landschaft gilt (3 —(1000 Fuss), entialten
sich am östlichenKordillertmabhang die Elevationsniederscliläge
d(is Passats in ilirer vollen liirgiobigkeit. Hier dauert die Jiegenz(Mt
acht bis neun Monate und ist^ da aucli aus den nöi'dliclien Winden d(^s
Winters sich Nebel erzeugen^*), eigentlicli nie ganz unterbrochen. Die
Temperatur sinkt nacli aufwärts nicht bedeutend (1 f) 121»). Dies
ist die pflanzenreicliste Region in diesen Breiten : von feucliten (Jebirgswäklern
bedeckt, untersclieidet sie sich durclk die iunnergrüne
13elanbung der Bäume von den Laubhölzern der Savane. Die troi)ischen
Vegetationsformen gedeihen hier in der gr()ssten Mannigfaltigkeit,
von Orclüdeen sannnelte Liebmann in dieser Region 200 Arten.
Die immergrünen Eiclien, von denen derselbe am Orizaba nuvhr
als 20 Ai'ten nnterscliied, bilden den Hauptbestandtlicil des Waldes^
sie werden von Laurineen und anderen Bäumen der Lorbeerform
begleitet. Zu den hochstämmigen dikotyledonisclien Laubliölzern
^seilen sicli Fand:)äume, baumariige Lilien ( iy(\ Iwm) , kleinere Paimen
[C/mmxmlorm) und Cyciuleen '{Ceraiozanda). Von Lianen dui'cliraidvt
und gesclmnickt mit Epiphyten, beschatten diese Waldbänmc ein
ünterliolz, welclies aus den verschiedensten Familien zusainmengesetzt
ist und worin die Melastomaceen mit holzigen Synanthereen
nnd Bambusen sich vereinigen. Die tropisclien Kulturen des Kalfees
(bis 5000 Fuss), sowie dos Pisangs und Zuckerrohrs (bis 5500 Fuss)
linden in dieser gemässigten Region ihre Höhengrenze.
Südwärts von Vera Cruz (1!)^» N. B.) und in der Breite von
Oaxaca (17^'), da wo die Küste des Golfs sich naeli Osten zur Halbinsel
Yucatan ausbiegt, erweitert sich der Scliauplatz der heissen
Landschaften, indem die Kordillere und mit ihr die mexikanisclie
Hochebene vom Meere zurückweicht und nun anfängt in jene schmale
lirhebungszone längs des stillen Meers ilberzugelicn, welche sich von
Guatemala bis zum Istlunns von Panama erstreckt. Mit dieser H V - .
Weiterung des ostliclien Tieflands ist ein entscheidender Weclisel des
Kliuias verknüpft, die Feuchtigkeit der gemässigten sinkt nun auch
auf die hoisse Landschaft lierab, und dieser Verbindung von lu'ilierer
Wärme mit langen Regenzeiten verdankt der Tropenwald, welcher
Taba,sco bedeckt, einen Vorzug, dei' diesseits d(»s(iolfs v<m Honduras
sieb nii'ii'(^nds in M(>xiko wiederholt. Hier allein ist diu* Vegeta,ti(ms-
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