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564 Quellenschriften und Erläuterungen.
kein höheres Küstenland vor, sondern nur 3—400' liohe Sanddünen; das
Wadi ß'hir (34o N. B.) zwischen Tuggurt und' dem Salzsee Melr'hir ist
65 ' iinter dem Spiegel des Mittelmeers eingesenkt.
12. Duveyrier, (Peterm. Mittheil. 1860. S. 56). Im Süden der algerischen
Sahara fand D. während des Juli 21—26 Procent Dampfgehalt
(im Verhältniss zur Saturation), im August sogar einmal nur 10 Procent
bei einer Luftwärme von 31 o/2 E. Der Verf. bemerkt zu diesen Messungen,
dass Humboldt (Kosmos 1. S. 360) als Minimum für die ganze Erde
eine Beobachtung aus Mittelasien anführt, wobei er 16 Procent im Verhältniss
zur Saturation fand, während Duveyrier zn Ghardaja (3272^ N. B.
und im Niveau von 1647 ') den Dampfgehalt der Luft auf 10 Procent sinken
sah. Hiebei ist jedoch zu berücksichtigen, dass dieser Werth nur für
die Tageswärme gilt, und dass wegen der starken nächtlichen Abkühlung,
die daselbst im Sommer bis zum Durchschnittwerth von 17^,6 E. sinkt
(bei einer Tageswärme von 32 O), diese letztere nicht weit über dem Thaupunkt
steht : denn bei jenem Minimum ist der Thaupunkt am Psychrometer
15 0^2 E., also nur etwas mehr als 2 Grad unter der Nachttemperatur.
13. E u s s e g g e r (a. a. 0.). Zu Assuan (240N. B.) betnxg die mittlere
Januartemperatur 15 OE., der mittlere Thaupunkt 12 OE., was einem
Dampfgehalt von 67 Procent entspricht (Mühry, klimatographische
Uebersicht der Erde, S. 367).
14. Das. (2. S. 263). Nach ClotBey's fünfjährigen Messungen fallen
in Kairo im jährlichen Durchschnitt 0,0034^. Eegen.
15. Duveyrier (Peterm. Mitth. a. a. 0.). Das Wadi vonGhardaja
füllte sich im Winter 1858—59 ein einziges Mal mit Wasser. Später hat
der Verfasser [les Touareg^ p, 118) nach den Angaben der Eingeborneu
mitgetheilt, dass im Innern der Sahara mehrere regenlose Perioden von
9 bis 12 Jahren auf einander gefolgt seien, und dass zu In-Salah (inTuat)
sogar in 20 Jahren kein einziges Eegenschauer gefallen wäre.
16. Eohl f s (Peterm. Mitth. 1866. S. 119). Den Atlasgipfel Ainschin
(330 N B.), der nach Aussage der Eingebornen ewigen Schnee trägt,
schätzte derEeisende auf 10775' (3500 m. ) ; ¿er benachbarte Pass erreichte
nach seiner Messung die Höhe von 7970.
17. Cosson, considérations a. a. 0. p. 6; Buvry (Zeitschr. f. Erdkunde,
1858 u. 1860): in Biskra, am südlichen Fuss des Atlas (35o
N. B.) beträgt die Eegenmenge noch 7", in Batna innerhalb des Atlas
(351/2 0) 18".
18. Duveyrier (PbJerm. Mitth. S. 378). Die Höhe des Ahaggar
schätzt D. [les Touareg, p. 120) auf mehr als 6000', was wahrscheinlich
noch zu gering ist, wenn, wie'er anführt, der Schnee daselbst (in der
Breite des Wendekreises) drei Monate lang liegen bleibt.
Die Wälder des Ahaggar bestehen vielleicht aus denselben Bäumen,
welche Duveyrier auf dem Plateau von Tassiii (26^ N. B. : ungefähr in
der Mitte zwischen Mursuk und dem Ahaggar) beobachtet hat und unter
VII, Sahara. 565
denen er eine Thuja und auch den Oelbaum anführt. Man kann daher
nach den bisherigen Angaben vermuthen, dass in diesen südlichen Gebirgslandscluxften
drei Bäume des Atlas wiederkehren, nämlich Fistacia atlantica,
Callitris quadrivalvis (jene Thuja) und Oha europaea. Tristram meinte
indessen in dem Coniferenholz vom Ahaggar eine Art von Juniperus zu
erkennen.
19. Tristram a. 0. p. 236.
20. P e t e rmann' s Mittheilungen f. 1865.. Taf. 6. Auf dieser nach
Eohlfs' Eeisebericht entworfenen Karte wird der Hauptstrom, der die
südliche Atlaskette gegen die Sahara entwässert, durch mehrere Oasen
327o0—311/2^ N. B.) als wasserführender Fluss bezeichnet, dann als
trockenes Flussbett (3IV2O 31 o)^ bis sein unterirdisches Wasser sich in
der Oase Tafilet* vor einem Höhenzuge wiederum zu einem See aufstaut.
21. Tristram (a. a. 0. p. 981. Auf den Vorbergen des Atlas verschwindet
das Wasser in tiefen Spalten des Kalkgesteins : aber bei heftigen
Eegengüssen tritt es an die Oberfläche, indem die unterirdischen
Eäume ausgefüllt sind, und fliesst dann durch die sonst trockenen
Wadis,
22. E u s s e g g e r a . a. 0. 2. S. 253. 271.
23. E. Vogel (Peterm. Mitth. 1855 S. 251). Auch Duveyrier [les
Touareg, p. 118) beobachtete in der westlichen Sahara an 310 Tagen nur
14mal Thaubildung, Eeif niemals.
24. S c hwe i n f u r t h (Peterm. Mitth. f. 1868: Bericht in Behm's
Jahrbuch, 3. S. 195).
-25. Beobachtungen über die tägliche und jährliche Variation der
Temperatur in der Sahara.
A l g e r i s c h e Sahara [Dmexjrier in Peterm. Mitth. f. 1860. S. 55. 56).
Im Sommer erreichte die Tageswärme häufig 32o E., die Nachtwärme
sinkt auf 17 0^6 E . Im Winter kamen zu Ghardaja oft Nachtfröste vor,
dann regnete es häufiger, schneite sogar, jedoch nur wenig : doch lag,
was als unerhört galt, im Winter von 1857 auf 1858 einmal der Schnee
zwei Tage lang.
— Nach Messungen von Côfomè und ilfarès (bei Cosson, considérations a. a.
0. p. 7) stieg unter 32 0 N. B. und im Niveau von 1230 ' im Winter die
Tageswärme oft über 16« E., in der Nacht sank das Thermometer bis
a u f - 4 0 ^ 6 ET
u g g u r t (330 N. B.). Es betrug während eines Zeitraumes von 44 Monaten
die höchste Temperatur 40 0^8 !E., die niedrigste + lo,6 E.
(Duveyrier in Peterm. Mitth. f. 1863. S. 379).
Gh a d am es. Nach Vatonne [mission de Ghadam.es: Zeitschr. f. Erdkimde
f. 1864. S. 281) betrug während eines Zeitraums von 8 Monaten (mit
Einschluss des Winters) das Maximum der Temperatur 320 E. , das
Minimum — 40 E.
F e z z a n . Zu Mursuk (260 N. B.) beobachtete Duveyrier [les Touareg,