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IJI 326 XV. Mexikanisclies Gebiet.
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Liliaceenbäume. — Baumfornien bestimmter Eegionen. ~ Coniferen. 327
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sind in den feuchten Bergwäldern Mexikos ¡zaiilreichj hohe Stämme
bezeichnen die Küstenregion. Das grosse Fenchtigkeitsbedürfniss
dieser Familie erkennt man an ihrer Zunahme in den Aequatoriallandschaften
Brasiliens, aber ans dem mexikanischen Florengebiete
sind doch bereits gegen 50 Arten bekannt geAVorden (etwa ein Sechstel
der amerikanischen Arten), von denen die Chamaedoreen einen
grossen Theil ausmachen. In der Golfzone steigen die Palmen bis
5000 Fuss, aber im inneren Hochlande kommen einige andere Arten
bis zum Niveau von 8000 Fuss vor 6). Mehrere eigenthümliche
Cycadeen sind in Mexiko einheimisch, die sich den Palmen imWnchse
anschliessen [Dton, CeratorMmia).
Liliaceenbäume, zum Theil von zierlichster Gestaltung [Basijlirium^
Foiircroija), sind in den trockenen Klimaten Mexikos weit verbreitet
nnd steigen bis in die oberen Waldregionen, ohne dass die
Abnahme der Temperatur bei gewissen Arten den Wuchs beeinträchtigt.
Eben der grösste dieser Bäume [F. longaeva) , dessen
Stamm 40 bis 50 Fuss hoch wird, wurde in Oaxaca noch im Niveau
von 10000 Fuss beobachtet. Die meisten Arten dieser Formenreihe
sind jedoch, wie gewöhnlich, von geringer Grösse nnd einige, deren
Stamm, wie bei den Zwergpalmen, im Boden verborgen ist, nähern
sich im Ansehen der Bromelienform [Hechtia, Beschorneria).
Nach den Eegionen oder Formationen sind die übrigen Baumformen
innerhalb bestimmter Niveaugrenzen vertheilt. Die Farnbäume,
welche fast der ganzen pacifischen Abdachung fehlen
s o l l e n 25)/ wachsen in der Golfzone nur in den feuchten Bergwäldern
"2500—5000 Fuss 6)]. Die Bambusenform umsäumt die Stromufer
des feuchten Urwalds und hebt sich bis znr Region der immergrünen
Eichen in Vera Cruz, steigt aber in den Barrancas des Piks von
Orizaba zu weit grösseren Höhen an [bis 9500 Fuss 6)] : auch an den
Abhängen der Hochebene des Isthmus ist sie mit den Farnbäumen
verbunden [1900—3400 Fuss^o)]. Die immergrünen, dikotyledonischen
Laubhölzer, die Lorbeer- und Tamarindenformen, bewohnen
nebst dem amerikanischen Pisang [Heliconia) die tropische Region
(in der Golfzone bis 6000 Fuss). Mangroven begleiten die Küste
des stillen Meers von der Südspitze Kaliforniens bis zum Isthmus,
fehlen aber einem grossen Theile der Provinz Vera Cruz. In den
Gehölzen der Savanen begegnen wir den Sykomoren- und Bombaceenformen,
aber dem Umfange und dem Niveau der Erhebungsmassen
gemäss sind die Wälder in dem grössten Theile Mexikos aus
den Baumgattungen der gemässigten Zone zusammengesetzt. Ueber
den immergrünen Eichen der tropischen Region folgen Arten derselben
Gattung mit periodischer Laubbildung, deren Blätter, ebenso
wenig, wie bei den ersteren, gelappt, denen der Kastanie gleichen
[bis 9500 Fuss Die Eichen und Nadelhölzer begleitet eine ähnlich
belaubte Erle [Alnus acuminata) , welche durch die Anden in
ihrer ganzen Ausdehnung von Mexiko bis Chile verbreitet ist. Auch
das Geschlecht der Linden {Tüia) erreicht Mexiko.
Eine strenge Sonderung der dikotyledonischen Laubhölzer nach
dem Niveau ist übrigens in den höheren Waldregionen nicht immer
nachzuweisen, indem auch gewisse tropische Formen eine niedrigere
Temperatur ertragen können. So wurde eine monotypische Bombacee,
die durch ihren Bau besonders merkwürdig ist [Cheirostemon) ^
auf der Hochebene von Toluca, im Niveau von 8050 Fuss26) beobachtet
: man kannte von diesem Baume lange Zeit nur ein einziges
Exemplar, welches wahrscheinlich aus Guatemala stammt, wo derselbe
gleichfalls in hoher Lage, an der Grenze der Eichen und Coniferen,
den Vulkan del Fuego bewohnt 2"?).
Etwas bestimmter ist die Region der Coniferen, der höchste
Waldgürtel Mexikos, von den Laubhölzern abgesondert. Zwar werden
die Fichten in gewissen Höhen von diesen begleitet (am Pik von
Orizaba von Eichen und Erlen, erstere bis 1 1000 Fuss^), dann aber
steigen die Nadelhölzer noch höher nach aufwärts [6000 bis
12300 Fuss!)] und bilden ausschliesslich die Baumgrenze. An
Mannigfaltigkeit der Arten stehen sie den Gebirgen in der gemässigten
Zone Nordamerikas wahrscheinlich wenig nach, über 20 Arten
sind bereits sicher bekannt geworden, die sich freilich über ein weit
grösseres Gebiet vertheilen, als in der kalifornischen Sierra Nevada.
Die meisten Coniferen Mexikos sind eigentliche Nadelhölzer: ausserdem
ist jedoch auch die Cypressenform, vertreten (durch Cupressus
und Juniperus], Die Arten sind fast sämmtlich endemisch : nur die
Douglas-Tanne des Oregon (P. DouglasH) soll den Wendekreis überschreiten
und bei Real del Monte (20^ N. B.) vorkommen. Die
grosse Mehrzahl der Nadelhölzer besteht aus Kiefern mit drei bis
fünf Nadeln in derselben Blattscheide : ausserdem wurden zwei
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