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620 Quellenschriften und Erläuterungen.
Exemplare gesehen zu haben, ebenfalls für eine Art dieser Gattung erklärte,
ohne zu berücksichtigen, dass derselbe nach Tweedie {Ann. nat.
hist. 4. p. 101) nicht die flachen, zweiklappigen Kapseln von^s^jiios^erma,
sondern grosse Büschel von rothen Früchten trägt, die denen der Sykoniore
[Fims] gleichen. Dasö überhaupt die Bezeichnung Quebracho,
eigentlich Quebrahacho (die Axt zerbrechend), sich auf die Härte des
Holzes und nicht auf eine besondere Gattung von Bäumen bezieht, scheint
auch daraus hervorzugehen, dass Orbigny in seinem Bericht über Corrientes
darunter eine Acacie zu verstehen scheint (a. a. 0. 1. p. 335:
«quebrachos ou espinülos, dépouillés entièrement de verdure en hiver; les
feuilles pennées ou découpées l'emportaient partout en nombre sur les feuilles
entières^^]. Ob die Quebrachos der Chanarsteppe im Winter ihr Laub bewahren,
also entweder zur Oliven- oder Sykomorenform gehören, ist aus
den bisherigen Berichten nicht zu ersehen.
20. Bäume im Uferwalde des Parana und Uruguay : von Leguminosen
Frosopis, Acacia, Gourliea, Cmilteria tinctoria (Burmeister a. a. 0. 1.
S. 390) ; 2 Laurineen {Orhigny, voy. 1. p. 89) und Salix Humboldtiana.
21. Ma r t ius , Falmetum Orhignyanum (in Orbigny, voy. 7. 3. p. 95);
die Nachrichten über Cocos Batai und Trithrinax brasiliensis finden sich
ebenda p. 93 u. 44.
22. Vergl. chilenisches Uebergangsgebiet, Note 13.
23. Tschudi , Reisen durch Südamerika (4. S. 290: Bericht
in Behm's Jahrb. 3. S. 205). Die am häufigsten erwähnten Sträucher
der Myrtenform in der Chanarsteppe sind der Brea [Tessaria absintlwides)
und der Tola [Baccharis Tola).
24. Die von Orbigny zu Carmen am Eio Negro (41 o S. B.) beobachteten
Sträucher Patagoniens waren : 4 Leguminosen [Acacia, Cassia), eine
ßhamnee [Colletia serratifolia), die Synantheree Chuquiraga, 2 Solaneen
[Lycium) und die Nyctaginee Bougainvillea [Orbigny, Voy. 2. p. 308).
25. Tweedie, journey across the Fampas [Annal, natur. hist. 4
p 100. 13).
26. Grisebach, der gegenwärtige Standpunkt der Geographie
der Pflanzen (in Behm's geogr. Jahrbuch, 1. S. 376). Die Beobachtung
wurde im Abschnitt über das östliche Waldgebiet Bd. 1. S. 150 angeführt.
^
27. Von europäischen Wiesengräsern in den Pampas nennt Bunbury
Lolium perenne u. multiflorum, Hordeum pratense-. von Kräiitern haben sich
mit ihnen allgemein Trifolium repens u. Medicago denticulata ausgebreitet.
Von angesiedelten, einjährigen Gräsern europäischen Ursprungs werden
erwähnt : Cynodon dactylon, Setaria glauca u. italica, Folypogon monspeliensis,
Hordeum murinum ; tropische Gräser, die auch in andern Ländern
den Wendekreis überschreiten, sind : Eleusine indica, Stenotaphrum americanum,
Clüoris petraea ; in Uruguay kommt Avena sativa massenhaft verwildert
vor [St. miaire). Von europäischen Ruderalpflanzen haben Bunbury
und St. Hilaire Beispiele aus 15 Gattungen aufgezählt.
XXIL Chilenisches Uebergangsgebiet. (521
28. Die bedeutendsten Beiträge zur argentinischen Flora gab
W. Hooker (in Bot. Miscellanies und Journ. of Bot.)- einige neue Pflanzen
aus Mendoza und Patagonien hat Philippi beschrieben [Linnaea).
29. Nicht europäische Familien der argentinischen Flora [Bunbury
a. a. 0. p. 187): Commelyneen, Pontedereen, Bromeliaceen, Scitamineen
Calycereen, Bignoniaceen, Passifloreen, Loaseen, Byttneriaceen Malpighiaceen,
Tropaeoleen, Melastomaceen (als zweifelhaft sind die Begomaceen
auszuschliessen, ebenso die Sapindaceen, da die Acerineen mit
denselben vereinigt wurden). Als charakteristische Gattungen bezeichnet
Bunbury : Fontederia, Gomphrena, Telanthera, Jussiaea, Nicotiana Fetuma,
Merembergia, Verbena- Mitrocarpum, Solanum, Oxalis, Amaryllis
u. a.
• M. endemischen Gattungen sind die Synanthereen
(4), die Umbelhferen (2) und mit je einer Gattung die Malpighiaceen [Tricomaru^,
Cucurbitaceen, Asklepiadeen, Boragineen, Verbenaceen [Bim,-
rena), Nyctagineen und Santalaceen [Jodina).
3 ! Die vorherrschenden Familien in Orbigny's patagonischer Sammlung
bildeten folgende Reihe [Voy. 2. p. 308) : Synanthereen (26) Gramineen
(1,), Leguminosen (6), Chenopodeen (6), Umbelliferen (5)
Solaneen ()). ^ ''
XXII. Chilenisches Uebergangsgebiet.
1 Die Sclmeelinie des Aconcagua (13800'), des höchsten Gipfels
der chilenischen Anden (21040'), wurde von Gilliss geraessen (nach Behm's
geogr. Jahrb. 1. S. 266): dieser Berg wurde für die höchste Erhebung
des ganzen Andensystems gehalten, bis die grössere Höhe des Sorata in
Bolivien (23280') nachgewiesen war. Die Schneelinie des 15000 ' hohen
Vulkans Villarica (39 o S.B.) in Valdivia (5260') bestimmte Cox (das )•
am Vulkan von (^o' S. B.) fand sie Philippi sogar schon bei 4500'
(Jahresb. f. 1852. S. 75).
F)ar win, journal of researches. Deutsche Ausg 1 S '>68 -
2. S. 120. 12. 3. 15. 137. 121. 273. ' : " "
_ 3^ Gilliss, Chile [United States astron. expedition to the Southern
hemisphere, Vol. 1), p. 3. 86. 465. 81. 340.
4. In Santiago fielen 1850 56", 1851 39" Regen (das. p 79)
5. Vergl. Andengebiet, Note 7.
6. Mitteltemperatur in Santiago (am Fuss der Kordillere 1700' über
dem Meere gelegen: Kinfs surveying voyages, 1. p. 210) 15 o 8 R • Tem
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