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habeil diese Thierformcii sieb über den Gariep zurückgezogen, die
Waldbewobner leben noch jetzt in den unzugänglichen Gegenden
an den Grenzen Kaffrariens. Viele Vögel sind zugleich am Senegal
und in der Kapkolonie einheimisch; Thiere, welche in ihrer Ernährung
nicht auf bestimmte Pflanzen angewiesen sind, werden durch
die Schranken nicht gehemmt, welche die Vegetation in ihrer ursprünglichen
geographischen Stellung zurückhalten.
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Klima. Das Klima Australiens entspricht seiner Lage zu beiden
Seiten des südlichen Wendekreises, der weiten Ausdehnung
seines Tieflandes und der Armuth an Gebirgen. Mit den Ländern
am Mittelmeer lässt sich das Mass der Wärme in den südlichen
Breiten des Kontinents vergleichen; auf der äquatorialen Seite des
Wendekreises und im Innern, so weit dort der Passatwind dauernd
sich entwickelt, steigert es sich zu tropischer Hitze, und überall
bleibt auch im Winter die Temperatur dem Pflanzenleben angemessen.
Die atmosphärischen Niederschläge, durch die Luftströmungen
geregelt, vertheilen sich in gesetzmässiger Stufenfolge:
tropischer Sommerregen im Norden, Wüstenbildungen am Wendekreis,
jenseits die Feuchtigkeit auf den Winter beschränkt, bis endlich
in Tasmanien auch die Dürre der trockenen Monate schwindet.
In diesen Verhältnissen lassen sich die Wirkungen von Australiens
Lage und Gestaltung erkennen. Unbeschränkt, wie auf dem Meere,
übt die Solstitialbewegung ihren Einfluss, die Passatströmungen je
nach der Jahrszeit zu begrenzen, aber die kontinentale Erhitzung
erzeugt im tropischen Gebiete (10^—19^S.B. nach Gregory) einen
liegen bringenden Nordwestmonsun während des Sommers und
entsendet gelegentlich glühende Wüstenwinde bis zu den südlichen
Küsten. Indessen hat sich der wüste Passatgürtel des Innern
(190_290 b. nach Petermann) wenigstens in den bisher berührten
Meridianen nicht überall so wasserlos gezeigt, wie in der
Sahara: von Zeit zu Zeit erlebten die Reisenden dort schwere
Gewittergüsse, wie sie in der Kalahari ebenfalls vorkommen.
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