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608 Quellenschriften und Erlautcningeii.
11. Marihis, tabula geogra'plúca BrasiUae in dessen Flora hrasiliensis.
12. Vergl. südamerikanisches Gebiet diesseits des Aequators (2.
S. 373).
13. Hiimholdt, relation historiqxie^ 2. p. 315.
14. Spruce, on Insect-migrations in Equatorial America-, Journ. of
Linn, sac. Zoology^ 9. p. 348.
15. Agassiz [Journey in Brazil, p. 33b: Jahresb. in Behin's geogr.
Jalirb., 3, S. 203) linterscheidet die Palmen der Hylaea nach ihren Blattstellungen:
am eigenthümlichsten ist die zweizeilige Stellung der Bac--
caba-Palme von Para (Oeiiocarpus distic/ms),
16. H umb o l d t , Ansichten der Natur. 3. Aufl. 1. S. 14.
17. Ma r t ins , physiognomische Tafeln in der Flora brasiliensis,
Taf. 9: Jahresb. f. 1841. S. 460.
. 18. Bates, a. a. O. p. 202. Spruce (a. a. 0 . : Note 14) nennt diese
Capóes am Rio Negro und Casiquiare niedrige oder weisse Wälder {¿ow
or white forests) und führt sie auch unter dem Namen Catingas auf, worunter
jedoch im südlichen Brasilien die ganz verschiedene Bildung der
Savanenwälder verstanden wird, die in der trockenen Jahrszeit ihr Laub
verlieren.
19. Agassiz a. a. 0. p. 504.
20. Nach den am Amazonas von Martins gesammelten, jedoch sterilen
Exemplaren liabe ich in der brasilianischen Sarsaparille Smilax papgracea
Ihih. erkannt [Grisebach, Smilaceae brasilienses in Martius, Flora
brasiliensis). Später hielt Seemann diese Art mit S, officinalis Humh, aus
Neu-Granada und mit AS'. medica Schlecht, aus Mexiko für identisch, deren
Wurzeln sich jedoch durch ihre Längsfurchen von den ersteren unterscheiden.
21. Gardner, travels in the Interior of Brazil, Deutsche Ausgabe
2. S. 368.
22. Spruce, Insect-migrations, a. a. 0. p. 352: Beispiele von Bäumen,
die längs des ganzen Stromlaufs von den peruanischen Anden bis
zur Mündung, namentlich imibago, vorkommen, sind (ausser Äafe
boldtiana) die Myrtacee Couroupita guiafiensis, die Cinclionee Enhylisia;
von den dem Orinoko und Amazonas gemeinsamen Uferbäumen gehören
zu den häufigsten Inga splendens und 7. corymhifera, von Palmen
miliana regia.
23. Ein charakteristisches Beispiel von den nach den Waldformationen
vikariirenden Arten derselben Gattinig bietet die den Cecropien
verwandte Urticee Pourouma, von der P. cecropifolia die mittleren Thalabschnitte
des Rio Negro, sowie die Gegenden des Japura und Solimoes,
P. retusa das Mündungsgebiet des Rio Negro und^P. apiculata die Wälder
am Uaupes bewohnt [Spruce a. a. O. p. 350).
24. Poeppig, Reise in Chile, Peru und auf dem AmazoÖenstrom
I . S . 462.
XIX. Brasilien. 609
25. Die Familien, welche Martius (a. a. 0. S. 1374) als die
artenreichsten der Hylaea zusammenstellt, sind folgende: Leguminosen
(namentlich Caesalpinieen und Mimoseen), Melastomaceen, Myrtaceen,
Sapindaceen, Malpighiaceen, Loranthaceen, Rubiaceen. Apocyneen, Bignoniaceen,
Solaneen, Laurineen, Myristiceen, Euphorbiaceen, Urticeen,
Piperaceen, Bromeliaceen, Aroideen, Palmen. Als charakteristisch sind
ferner zu bezeiclmen die Bombaceen, Guttiferen und Vochysiaceen. Den
Umfang der Hylaea schätze ich auf 28000 Quadratmeilen, und nach Massgabe
der Spruce'schen Sammlung die Zahl der bisher bekannt gewordenen,
endemischen Pflanzen auf 2000 Arten.
26. Die Endemischen Gattungen von Melastomaceen sind: Opisthocentra,
Microphysia, Myrmidone, Heteroneuron und Myriaspora; von Malpighiaceen:
Burdachia, Gkmdo7iia xnid Clonodia\ von Palmen: Hyospaihe,
Leopoldinia und L&pidocaryum, Durch eigenthümlichen Bau ausgezeichnet
sind mehrere Melastomaceen mit hohlen Anschwellungen des
Blattstiels, deren physiologische Bedeutung noch näher zu erforschen
i s t : hier am zahlreichsten, sind diese Bildungen auch den feuchten Klimaten
Guianas und der brasilianischen Ostküste nicht fremd. Ferner
sind als endemische Monotypen von anomaler Struktur oder zweifelhafter
Verwandtschaft bemerkenswerth: die Ochnacee Wallacea, die neuerlich
zu den Rosaceen gestellte Euphronia, die mit der afrikanischen Napoleona
verwandte Myrtacee Astei^anthus und die von den Sapoteen vielleicht zu
entfernende Labatia.
27. Wallace hat von 48 am Amazonas beobachteten Palmen physiognomische
Zeichnungen geliefert und ihre Benutzung angegeben [Palmtrees
of the Amazo7i. 1853).
XIX. Brasilien.
1. Die Pflanzen aus dem südlichsten Brasilien, welche ich verglichen
luibo, und wonach die dortige Küstenflora in ihren Hauptzügen mit
der von Rio de Janeiro übereinstimmt, wurden auf der Insel S. Catherina
(280 S. B.) von Macrae, und zu Porto Allegro '30o S. B.; von Fox gesammelt.
2. Ni emeye r , die Kolonie Donna Franciska (Peterm. Mitth. 8
S. 438).
3. In Tucuman (27 o S. B.) ist der Regenfall auf die Monate Oktober
bis April eingeschränkt, aber auch der feuchteste Monat, der November,
hatte nur 8 Regentage (Burmeister in den Abhandl. der Haller naturf.'
Gesellsch. 6. S. 100). In den Ebenen von Gross-Chaco scheint der Sommerregen
mit tropischer Intensität aufzutreten {3Ioussy, description de la
conf¿deration aryentine, p. 391;. An den oberen Zuflüssen des Rio Verürisebach,
Vegetation der Erde. II. og