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bildiiiigc]! wicdor g-oholx^ii wiircii. J\I;ui k()jiiitc zm^ju- zur Jicttuiift'
jciior llypotliüöü holi.-uiptoii, dio liohon (ìcl)ir{»-o de« 8ii(l()«t(\iis lüiaou
sich stoLs als Füslljuid orliiiKon und dio Organismen der Jiirazoit bow.
ihrt, um si(i spüter wiodcu- dem tertiären .Erdr(üc.li mitzutheilen.
Allein auf das Fhicliland des Südwestens passt (üese Krklärnng nicht,
(^s sei denn dass das dortige Sediment sich als eine jüngere Mooresbildung
nicht bewälirte. Alrika wurde von Murdiiion'^'') aus älinlic.
hen (Jründon, aber anscluiinend mit besserem Keclite, als iiitostei-
Kontinent der Mrdo a^ufgofasst, und dodi ieldon hier die,Bouteltluero,
die lloehstotters Meinung hauptsächlicJi stützen sollten. Alle solche
auf die Zeit bezogenen Schlüsse, in wolchor die verscliiedencn organischen
Schöpfungen entstanden sind, haben etwas Lückenhaftes und
Dunkles: warum sollte die Natur nicht ähnliche Bildungen in verschiedenen
Perioden wiederholt haben, wenn die physischen Bedingungen
äln.lich wa,ren? Selbst der (Jedanko, dass die lange Zeit
dos Fortbestehens eines Kontijumts den Keichthum tlor organischen
l<\)rmen lordern niüsso, lässt sich nicht sicher verfolgen. Weini es
anch annehmbar schehit, dass in einer sehr laiigen Periode dio
s(;h(ipforischon Zeitpunkte häniiger eingetreten seien oder neue Arten
, wie man jetzt so geneigt ist anzunehmen, ans älteren Stämmen
sich vielfacluu- horvorbilden konnton, so kann nia,n sich auch mit
gleichom Jiechte vorstellen, dass im Laufe des ununterbrochen ibrtgV<
setzten Kainples die stärksten Organisationon den Sieg davontrugeii
und zuletzt eine einfachere Vegetation uiul ein ibrmenänneres
Thicrleben znrückliesscn. Die Einsichten in den Entwickolungsga,
ug des australischen Kontinents sind ohnedies noch wonig gcu-oift.
Darwiii schloss aus don Verhältnissen des iJarj-iòro-Jiiiis, da,ss dio
Mordostküste bis zur Toj-esstrasso dem Senknngsgebiete der Siidsoo
angoluiro, wogegen weiter nach Westen und aji der Sildküste Anstralion
sich noch jetzt zu heben schoint. J)ioso (Jogensätzo säkularer
Hebungen oder Senkungen haben keinen Lhrlluss darauf, ob Voge,-
tations(!ontron vorhanden sind oder nicht : die .meisten KoraJleninsoln
des stillen Moors haben keine odor wenig emlomische Pilanzen, und
in demselben Senknngsgebiete, in Queensland, shid sie reichlich voi--
handen. Ebenso wenig geben die goognostischen Bildungen in der
alt(m Umwallung Anstralions irgend einen Aufschluss, wo dieselben
auf weiten Käumon so gleiehtormig und in ihroj- J'lastik oft so ein-
Ergiübigküit der Centron 233
fiich sind, wo dngogon die Vcgotationsdciitrcn so niigcnioiu nnglcicli
vovthoilt sind iind ihr höchsto-V Küichthuni gorade ;uif einer (^ngon
liiiundichkeit sich entliiltüt, wciclie in don ünsseren Hcdingnngen
des organischen Lebens am wenigsten niainiiglaltig ist.
Müssen wir denniaeh die Anordnnng der Vegetationscentren in
Australien als etwas CJogobones ansehen, m dessen Krkiiirnng vorliiniig
keine Aussicht ist, ersclieinen sie uns, als wäre ein Säeinann
vorübergegangen, der die Körner ausgestreut hatte, so lassen sicli
doch in den von der Natur ausgewählten Orgajiisationsibnuen ähnliche
Gesetze erkennen, wie auf den endemischen Archipelen. Dahin
gehört die Abliängigkcit von der g(iograpliischcn Lage. Je näliei'
die Centren einander gerückt sind, desto äludicher wird die Organisation
der Formen. In ehiem Gebiete, wo sie dicht gedrängt liegen,
beruht hierauC die Manniglaltigkeit analoger Bildungen, der lioich"
tlium der Gattungen an Arten, der Familien an Gattungeji. Für
die drei australischen Gruppen finden wir hierüber bei liookcr lehrreic^
he Jielege''), indem er die Verhältniss/ahlen ermittelte und die
geographisch isolirtcn (Gattungen aufzählte. Im Südwesten, wo die
Centren am dichtesten zusammentreten, fand er das Verliältniss der
Arten zu den (Gattungen, wie (> : l, und unter (>00 Gattungen etwa,
180, die dem Südosten entweder ganz felden oder daselbst kaum
vertreten sind, und diese endemisclien (Jattungen entlialten fast den
dritten 'l\heil der (Jesanuutilora. Die auf einem so viel grösseren
Jiaiune vertheilten (Umtren des südöstlichen Gebiets zeigen eine verringerte,
aber doch noch sehr bedeutende Verwaiultschai't der J^'or
\\m\ : das Verhältniss der Arten zu den Gattujigcu ist liier wie 1:1,
die endemischen Gattungen enthalten den sechsten Theil der (Jesannutflora.
Im tropischen Australien hingegen, wo die Centren
a,uf einer unernu^sslichen Fläche zerstreut liegen, sinkt das Verhältniss
der Arten zu den Gattungen nac.h Jlookers Schätzung ajif
: 1, währomi die Anzahl der Gattungen sich auf 700 beläuft,
also gnisser ist als im Südwesten.
Da.s Gesetz der klimatisclien Analogieen lindet sich in Australien
ebenfalls bestätigt, aber in beide.n Fällen bleibt (vs un(irkl;irt,
weshalb die Natur nur in ähnlichen Organisa,tiomvn sich gelallt und
zur Gleichheit nicht fortschreitet. Die beiden (Jruppen des Süd -
westens und Südostens, die llauptparallelen der Flora, wie U. Brown