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292 XIII. Prairieengebiet.
Mezqiiitegebüsclien diese Laiidscliaften -physiognomiseh charakterisiren.
Es ist eine Annäherung an die zusammengesetzteren Bestände
tropischer Holzgewächse, dass in diesen Chaparais eine Reihe verschiedener
Familien, deren Vertreter grösstentheils Dornen tragen,
vereinigt ist ,
Abweichend verhalten sich auch in den südlicheren Breiten die
offenen Landschaften des Westens im Gebiete des Gila und Golorado,
wo durch die grössere Trockenheit des Klimas und durch das häufigere
Anstehen nackten Gesteins auf den verwickelten vulkanischen
Hebungsmassen und in den engen Thalschlünden der Canons die
Verbindung der Vegetation zu geselligem Wachsthum gehindert ist.
Diese Gegenden sind mit den Felssteppen Asiens zu vergleichen,
denen sie doch durch ihre Cacteen so fremdartig gegenüber stehen.
Hier haben auch die Uferwaldungen eine geringere Bedeutung, als
im Osten, wogegen durch die reichere Gebirgsgliederiing auch der
Baumvegetation von Neu-Mexiko aus ein weiterer Spielraum gewährt
wird.
Regionen. Die Rocky Mountains ragen nur auf wenigen
Gipfeln über die Linie des ewigen Schnees empor, aber, da ihre Erhebung
fast überall nahe an dieselbe herantritt, wenn sie auch in
den Wasserscheiden oft durch eingesenkte Pässe unterbrochen ist,
so wird das Gebirge doch von grossen Massen periodischen Schnees
bedeckt und ebenso reichlich von tropfbaren Niederschlägen befeuchtet.
Unter diesen Bedingungen ist die Bewaldung der Abhänge,
die hauptsächlich aus Nadelhölzern besteht, sehr ausgedehnt und
reicht bis zu einem so hohen Niveau, dass die Rocky Mountains in
dieser Beziehung in der gemässigten Zone der nördlichen Hemisphäre
beispiellos dastehen und nur mit dem indischen Himalaja zu vergleichen
sind.
R o c k y Mountains.
430 N. B, ^Premont's Pik [12360']
Waldregion — 9530 ^ (Baumgrenze).
Alpine Eegion. 9530'—11600' (Schneelinie).
40 ON. B. Middle Park [Niveau der Grundfläche, wo die offenen
Prairieen beginnen, 3700' und 6570']
Waldregion, 3700'-11000' (Mittel aus 5 Baumgrenzen von
Pinns ßexilis).
Chaparais. — Rocky Mountains. 293
Alpine Region. 11000 '—13350' (höchste Erhebungen der Rocky
Mountains in den Gipfeln Torrey, Gray und Pike, welche die
Schneelinie nicht erreichen sollen).
35ö N. B. Neu-Mexiko [Niveau der Prairie 6000'] 25).
Waldregion. 6000'—11420' (höchste Erhebung im Niveau der
Baumgrenze).
S. F r a n c i s k o -Be r g e in Arizona, südlich vom Rio Colorado
350 N. B.]26).
Baumgrenze 10840'.
Fremont war der Erste, der beim Uebersteigen der Rocky Mountains
in der Gegend der sogenannten Parks (41 ^—39 ^N. B.) den Nadelwald
bis zu ungewöhnlichen Höhen und so weit ausgebreitet fand,
dass für die alpine Region nur ein verhältnissmässig schmaler Raum
übrig blieb. Seine Angaben sind von allen späteren Reisenden bestätigt
worden, die Erhebung der Baumgrenze hat sich als ein allgemeiner
Charakter der Gebirgskette von den Windriverbergen (4 3^ N. B.)
bis Neu-Mexiko (35 und auch im Westen auf den Prancisko-Bergen
am Colorado (35*^) herausgestellt. Erst in den nördlicher gelegenen
Theilen der Rocky Mountains, im Quellgebiet des Saskatchawan ,
wo der Plateaueinfluss auf die Temperatiir aufhört und das rauhere
Klima der kanadischen Seen und der Hudsonsbai auf die Gebirgsvegetation
einwirkt, sinkt mit der Schneelinie auch die Baumgrenze
zu denselben Niveaus herab, wie unter gleicher Polhöhe am Altai.
Umfassende Messungen der Baumgrenze wurden von Parry in
der Gegend des mittleren Park-Passes angestellt, wo der oberste
Waldgürtel aus einer der Zirbelnuss verwandten Kiefer [P. flexilis)
gebildet wird, die auch auf der Cascadenkette am Oregon und auf
der Sierra Nevada vorkommt. Nach dem Mittel von fünf Messungen,
welche die sichersten zu sein scheinen, erstreckt sich hier, wo
die Rocky Mountains sich am höchsten (13350 Fuss), doch noch
nicht ganz zur Montblanc-Höhe erheben, der Nadelwald bis zu dem
Durchschnittsniveau von 11000 Fuss; um 300 Fuss übertraf diesen
Werth das Maximum (11300 Fuss) am Nordabhang des Pike s-Pik
(38^ N. B.). In südlicher Richtung hebt sich die Baumgrenze noch
etwas höher in Neu-Mexiko (nach Marcou bis 11420 Fuss). Die
Abnahme der Elevation nach Norden ist schon am Fremont's-Pik
(43 ö N. B.) bemerklich, wo der Wald nach Fremont's eigener