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chilenischen, indem hier nur wenige Arten ans der für die Anden
charakteristischen Gruppe der Labiatifloren auftreten, hingegen die
ITeliantheen zahlreich sind.
Von endemischen Gattungen, die aus dem Pampasgebiete beschrieben
wurden, zähle ich 13, grösstentheils Monotypen x„iter
denen die Synanthereen (4) und die Umbelliferen (2) die bemerkenswerthesten
und einige für Patagonien charakteristisch sind. IJebrigens
ist die Flora der patagonischen Steppe noch weit dürftiger, als
die der Pampas: Orbigny:'i) konnte bei Carmen am Rio Negro nur
wenig über hundert (103) Phanerogamen auffinden.
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Chilenisches Uebergangsgebiet.
Klima. Beim Eintritt in die gemässigte Zone an der Westküste
Südamerikas haben wir zuvörderst das allgemeine klimatische
Verhältniss zu berüliren, welches die meerumfiossene Südhemisphäre
von der unsrigen unterscheidet. Hier sinkt die Temperatur in der
Richtung zum Pol nach einem so viel rascher abnehmenden Massstabe
, dass man die .Vegetation in der Breite von England bereits
mit der des hohen Nordens zusammengestellt und als antarktische
Flora bezeichnet hat. Diesen plötzlichen Uebergang zu kalten Klimaten
erkennen wir am deutlichsten in dem beispiellos schroffen
Sinken der Schneelinie auf den chilenischen Anden, indem dieselbe
am Aconcagua (33 » S. B.) noch 13800, also nur etwa 1000 Fuss
niedriger liegt'), als am Aequator, an der Nordgrenze von Valdivia
aber (39« S. B.) bereits auf 5260 Fuss gesunken ist, fast ebenso
tief, wie in Norwegen. Aber nur in Amerika tritt dieser beinahe
unvermittelte Uebergang von einem andalusischen zu einem nordischen
Klima uns entgegen und ist hier für die Absonderung natürlicher
Floren massgebend, weil nur dieser Kontinent sich südwärts
zu den der erkältenden Einwirkung des südlichen Polarmeers geöffneten
Breiten erstreckt und gerade dort bereits so sehr verschmälert
ist, als wäre sein Klima nur noch von dem den ganzen Erdball umfliessenden
Meere abhängig. Das Seeklima äussert sich darin, dass
der Winter zwar massig, aber der Sommer kalt ist. Ein beständig
bewölkter Himmel, so redet Darwin 2) von diesen Breiten, lasse die
Strahlen der Sonne nur selten die Oberfläche des grossen Oceans
erreichen, der ohnedies sich nicht leicht erwärmen könne. Ohne
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