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434 XX. l'aloni (lor h'opisclioti Anden Síidiiniorikíis.
(lillovo Aiv don Kndoniismns der mittleren, gemässigten Höhen gleiehsam
mitssgebond ist. Die (^inclumen, dieses wichtigste Er/eugniss
des Kordillon-enwiildes, bilden .eine grosse Gattnng von Rnbiaceen,
die nach "ihrer Lanbbildnng den Tropenbäumen der Lorbeorform sieli
anreiht. Die llöhengrenzon, in deren Hereich sie Itauptsächlicli vorkommen
(in Tern 1700 bis 7500 Fuss), wurden von Humboldt zu weit
;uisge(lehnt : sie steigen nicht so,tief hinab, wie die l^'arnbänme, mit
denen er sie znsanunenstellte, und entsprechen vielmehr derjenigen
liegion, welche er in dem Naturgemälde der Tropenländer nach den
liiclum benajinte. Der liichenwald Mexikos hält sich ungefähr in
denselben IKilnm, wie die (^inchonen in Südamerika, abon* jenseits
des Isthmus bewohnen di(^ laichen nur noch die Gebirge von Neu-
Granada und erreiclien den Aequator nicht.
Unterhalb der Ginchonenregion greifen in den tiefeingeschnittenen
Stromthälern der Sierren die Vegetationsformen der fenchtwarmen
Ivlimate überall tief in die Andeniloi'a ein. Die Regionen der Palmen
und des Pisangs (0 bis 3100 Fuss), sowie die der Farnbäume (1200
bis 1900 Fuss), wie sie Humboldt''^) unterschieden hat, liegen daher
eigentlich niclit mehr im l^ereich dieser Flora, die am pacifischen
Abhang der Kordillere von Neu-Granada und von da bis Quito weitliin
ausgedehnten Bambnsenwälder (0 bis 5200 Fuss) berühren sie ebenfalls
nur wenig: nur in gewissen Gegenden findet man diese Pthuizenform
selbst in die liöchsten Regionen eingemischt. Auch ist es
eben für die Andenerhebung und deren geneigte Flächen im Gegensatz
zu den Tiefebenen charakteristisch, dass die Farnbäume und
Bambusen dort häufiger als hier und in grösseroiii Massen auftreten.
Die Formen des l^isang {Ilelmyyna) und der Aroideen nelnnen dagegen
in der Kordillere ab nml vermehren sich im Tliale des Amazonas
.
Noch auffallender, als durch die räumliche Verbindung der
feuchtwarmen Thäler mit den kältern, aber ebenfalls feuchten Höhen
wird die Mischung der Vegetationsformen verschiedener Klimate,
wenn die llöhengrenzen einzelner Vertreter derselben mit denen ilirer
Regionen nicht zusammenfallen. In dieser Beziehung sind die hier
einheimisclien Palmen besonders hervorzuheben. AVie die benachbarte
Hylaea, bringen aucli die östlichen Andenthäler sehr zahlreiclie
l^dmen hervor: mehr als 50 Arten sind bereits daher bekannt ge~
Iluniboldt's Rcirionen. 435
worden nnd die meisten sind endemisch. Zur Bezeichnung der feuchtwarmen
Thäler wurden sie mit Recht von Humboldt vorangestellt.
Aber auch weit von diesen Standorten entfernt treten liier zwei
Palmen in dem weit höheren Niveau der Cinchonenregion auf, von
denen die eine bis 7500 Fuss) zwar von niedrigem
Wuchs ist, die andere aber, die Wachspalme von Neu-Granada
{Cayixylov amlicola), 160 Fuss hoch wird, also einer der höchsten
Bäume in der ganzen Familie ist nnd doch bis zu den Grenzen des
Itocliwalds (5400 bis 9000 Fuss) zwischen Kiclien und Wallnussbäumen
ansteigt'^). Auch Farnbäume giebt es noch in der Cinchonenregion'
»), sowie Bromeliaceen und epiphytische Orcliideen : doch
scheinen die letzteren in einem tieferen Niveau aufzuluiren, als in
Mexiko, wo der den Nebel verdichtende Hochwald über 3000 Fuss
weiter reicht, als am Aequator. Die Bambusengebüsche endlich sind
am Aeipiator in einem hölieren Niveau, als irgendwo sonst, nachgewiesen
(bis 14100 Fuss), wie im Folgenden noch näher zu erörtern
ist.
Y e g e t i i t i o i i s f o r i n a t i o i i e i i und liegioneii. Die Regionen,
welche Humboldt in seinem Naturgemälde der äquatorialen Anden
(zwischen 10nördlicher und südlicher Breite) unterschied, müssen
mit denen verglichen werden, welche man später in den südlicheren
Gebirgslandschaften von Peru und Bolivien antraf, um den Fortschritt
zu erkennen, der seit jener schöpferischen Arbeit in unserer
Kenntniss eingetreten ist. Eine Uebersiclit der wichtigsten Messungen,
von denen die aus den äquatorialen Anden ohne Quelle angeführten
sämmtlich von Humboldt J^») lierrühren, ergiebt Folgendes:
A e q u a t o r i a l e Anden (10^^ N, B. bis 10*» S. B.)
;Tropische Region. 0 '—4000
Region der Palmen und des Pisang — ;riOO'.
Region der Farnbiunue. 1200 '—4000
Gemässigte Region. 4000 ' 10200' (J3100').
Region des Hochwalds am Aequator — 8300
Region der Eiche in Neu-Granada. 5200 '—1)200 '.
Cinchonenregion am Aequator. Gl00'—7700' [lokale Standorte
von Cinchonen 3700 '—10000 '] .
R(igion des Buschwaldes am Aequator, d. i. subalpiner Gesträuche
(Jhirnadesm, J^scallonia, Drtviys) mit zwerghaften Bäumen.
8300'—10200'.
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