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568 Quellenschriften und Erläuterungen.
Früchte dem Strauss zur Nahrung dienen : Zugvögel werden also die
Samen, die in dem Fruchtfleisch überaus zahlreich sind, über das mittelländische
und atlantische Meer verbreitet haben, wiewohl es immerhin
merkwürdig ist, dass der Organismus gewisser Thiere gegen die Bitterkeitunddie
purgirenden Kräfte der Coloquinte Immunität besitzen müsste.
57. Tristram (a. a. 0. p. 410—435); Cosson [Ann. sc,nat. Bot. IVA,
p. 281-288). Tristram's Verzeichniss enthält über 700 Arten, von denen
aber nur 414 der Sahara, die übrigen der Steppe im Bereich des Atlas
[hautsplateaux) angehören. Cosson's durch genauere Kritik ausgezeichneter
Katalog der im Süden von Biskra beobachteten, also eigentlichen
Sahara-Pflanzen, von denen die in den Oasen angesiedelten ausgeschlossen
sind, zählt 408 Arten, unten denen 145 als endemisch gelten können :
235 Arten finden sich auch in Europa, 25 im Orient, 2 in Sudan.
58. Cosson, considérations a. 0. p. 17.
59. Desor a. a. 0. S. 46: die beobachteten Mollusken sind Cardnim
edule, Buccinum gihherulmn und Baianus miser.
60. Die Schätzung des Umfangs der Sahara zu 180000 Quadratmeilen
beruht auf folgender Zusammenstellung der zu ihrem Gebiet gezogenen
Bestandtheile :
Sahara im engeren Sinne 114600 g. Q.-M. (Behm's Jahrbuch l.S.89).
Aegypten und nubische Wüste 25800 « « (das., nach Abzug der zu
Sudan gehörigenGebiete).
Tripolis : . , 16200 « « (das.).
Von Tunis zwei Drittel . . - 1600 « « (das.).
Von Arabien ein Drittel (nach
Palgrave 1. p. 91) . . . 19100 « « (das. S. 57. 59.).
Sind geschätzt zu , , . . 2000 (C «
179300 g. Q.-M.
61. Eeihenfolge der vorherrschenden Familien in Cosson's Verzeichniss
der Pflanzen aus der algerischen Sahara (408 Arten) : Synanthereen
17, Gramineen 11, Cruciferen 9-10, Leguminosen 9, Chenopodeen 4—5,
Caryophylleen 4—5, Boragineen 3—4, Umbelliferen fast 3 Procent der
Phanerogamen.
62. De Candolley géographie botanique p. 1209. Die Reihenfolge
der Familien ist hier aus Bove's Pflanzen der Sinai-Halbinsel (259 Phanerogamen)
und aus Delile's Flora von Ägypten (845 Phanereg.) zusammengestellt.
Die Reihe der ägyptischen Familien stimmt mit der algerischen
in den Chenopodeen und Umbelliferen überein, mit Arabien in den Boragineen,
wogegen die Labiaten und Zygophylleen in Bove's Sammlung an
die Stelle der Chenopodeen treten.
63. Lempriere, atour to Marocco. 1791. Die Westküste von Marokko
hat periodische Winterregen, die im Süden weniger sicher eintreten.
GrabergdeHemsa [Specehio geogr, diMarocco, 1834) spricht
von erfrischenden Seewinden an der Westküste (300 N. B.).
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VIII. Sudan. 569
64. R o h l f s a. a. 0. 1865. S. 171.
65. Cosson et Kralik, sertulum tunetanum [Bullet, de la soc. bot.
de France IV). Kralik sammelte 563 Arten an der kleinen Syrte, von
denen die meisten auch in der algerischen Sahara wachsen. Nur 25 Arten
waren nicht algerisch, unter diesen 9 endemisch, 8 Litoralpflanzen, die
auch in Ägypten vorkommen, und 8 orientalische Gewächse.
66. E. Voge l a. a. 0. 1855. S. 243.
67. Viviani, Florae lihycae specimen. Das Hochland von Barka
(nach Cella gegen 2500' hoch) entspricht mit seinen Waldungen von
Juniperus phoenicea dem Atlas und besitzt am Nordabhang eine ausgeprägte
Mediterranflora. Zwischen Cyrenaica und Ägypten findet sich
ein wüstes Plateau von 7—800 ' Höhe mit wasserlosen Wadis in der Nähe
des Meers (Barth, Wanderungen durch das punische Küstenland, S. 508).
68. Palgrave, Central and Fastern Arabia, 1. p. 91.
69. Wallin, journey to Nejd in Journ. qeoqr. soc. 1854. p. 135
159. 173.
70. Sykes in Transact. 1848. Schi a g i n twe i t (Reisen
in Indien, 1. S. 414) behauptet, dass in Kutsch auch im grössten Theil
des Sommers Nordwinde herrschen, aber dies wäre, da Sind und das
Punjab unter dem Einflüsse des Monsunwechsels stehen, doch nur als
eine örtliche Erscheinung aufzufassen, die durch die Aspiration aus Afghanistan
veranlasst werden mag.
71. Hooker, Flora indica. 1. p. 132.
72. S c hws i n f u r t h in Zeitschr. f. Erdkunde. 1865. 18. S. 322.
Die Verhältnisszahlen in seinem Katalog der Flora des Soturba (22o N.B.)
beweisen, dass dieser Theil der Küste zum Gebiet von Sudan gehört
(Verh. der Wiener zoolog. botan. Gesellsch. 15 S. 544 u. f.)
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T i l l . Sudan.
1. Plant, Zulu country [Hooker, Journ. of Botany, 4. p. 257i •
E c r o y d (Peterm. Mitth. f. 1855. S. 279). In gewissen Gegenden oder
in einzelnen Jahren tritt die Regenzeit an der Natalküste schon im September
ein und dauert bis zum December (Krauss in Regensb Flora-
Jahresb. f. 1844. S. 64).
2. Uebersicht der Regenzei ten in Sudan.
Regelmässige Solstitialregenzeiten.
In nördlicher Breite. Senegal (16 0): Juni bis Oktober; Sierra Leone
(80): Mai bis November ; Kordofan (13 0_100) : Mai bis September;
Chartum (15O) : Mai bis Oktober; Abessinien und Schoa (16o_50) '
Mai bis September.