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418 XIX. Brasilien.
sächlich in den Campos erworben wurden: als artenreichste Familie
erscheinen, wie in Mexiko, die Synanthereen, unter den übrigen
können die Rubiaceen, Melastomaceen, Myrtaceen, Leguminosen,
Malpighiaceen und Bromeliaceen als charakteristisch gelten.
Von endemischen Gattungen habe i«h ein Verzeichniss entworfen,
welches mehr als 200 Typen enthält, unter denen die Synanthereen
(27), Melastomaceen (20), Leguminosen (18), Malpighiaceen
(10) und Orchideen (10) am zahlreichsten vertreten sind. XX.
Flora der tropischen Anden Südamerikas.
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Klima. Auf die weiten Tiefebenen Südamerikas folgt westwärts
die Anschwellung der Anden, die, an Höhe nur dem Himalaja
nachstehend, aber nach der Ausdehnung der Hebungslinien, das
grösste Gebirge der Erde, den Raum bis zum stillen Meere und vom
Isthmus bis zur Südspitze des Kontinents vollständig und ununterbrochen
ausfüllt. Diese langgestreckte Höhenzone, deren Längsdurchmesser
von Norden nach Süden etwa zwei Drittheilen eines
Erdquadranten gleichkommt (9^ N, B. bis S. B.), ist nirgends
so breit, wie die der mexikanischen Anden, aber in sofern ähnlich
gebaut, als auch hier von parallelen Kämmen oder Kordilleren hochgelegene
Flächen eingeschlossen und umsäumt werden. Fa^ überall
kann man eine westliche Küstenkordillere, die unmittelbar vom Ufer
des stillen Meers ansteigt, von einer östlichen Reihe von Hochgipfeln
unterscheiden, welche ebenfalls dem Rande des Gebirgs genähert
sind und sich zu den tiefen Stromthälern des Flachlandes herabsenken.
Unter dem Aequator in Quito zu einem schmalen Hochthale
zusammenrückend, umschliessen die beiden Randkordilleren in Peru
und Bolivien ein weitläuftiges Hochland, welches daselbst die Sierra
und Puna-Region genannt wird. Am südlichen Wendekreise verschwinden
eine Strecke weit die Hochgipfel und Kämme fast ganz :
hier bildet die Wüste Atacama, die sich quer über die ganze Breite
der Andenschwellung vom stillen Meere bis zu den Pampas als
hochgewölbte Ebene 1) ausbreitet, einen natürlichen Abschnitt, der
die Flora der tropischen Anden von der chilenischen abscheidet.
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