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574 Quelleiisehrifton und Erlanterun^en.
Die Wüste Dalina sclioint also an ihrem Südrand bis 7000 Fuss anzusteigen.
58. Ander son a. a. 0. p. V. VII.
59. For ska I, Flora aegypticwo-araUca, p. LXXI I I : Regen in Yemen
vom Jnni bis Ende September; Niebnhr , Reise in Arabien [Fd- Franc ,
2. p. :VM): Regenzeit von Mitte Juni bis Mitte September. Niebuhr sagt
daselbst auch, dass an der Südküste die Regenzeit von Mitte Februar bis
Mitte April, in Maskate von Mitte November bis Mitte Februar dauere,
abei- diese Gegenden hat er nicht selbst besucht, und den entgegengesetzten
Gang der Jahrszeiten der Tehama und der Gebirge hier nicht berücksichtigen
können. Man weiss daher von der Regenzeit in Hadramaut
noch nichts Sicheres. Wrede, der die Gebirgsthäler daselbst zu
Ende Juni's besuchte, fand zu dieser Zeit die Vegetation in voller Entwickelung,
an den Flüssen hohe Bäume mit reicher Belaubung, die Borgabhänge
mit aromatischen Pflanzen bedeckt, aber von Niederschlägen erwähnt
er nichts. Wahrscheinlich sind die Jahrszeiten ähnlich wie in Yemen.
Indessen hat Wellsted hierüber [Arabia, 2. p. 452) eine ziemlich
dunkle Stelle, die doch keinen sicheren Aufschluss giebt. Er bemerkt,
dass er aus eigener Erfahrung an der Küste von Südarabien und über
das Klima während des Nordostmonsun urtheilen könne, der von Oktober
bis Mitte Mai dauere und regenlos sei [iveather usually hazy, a childless
sky], fügt dann aber hinzu, dass der Wind gegen die Küste wehe
[hUrning directly an it), was mit jener Richtung sich nicht reimen lässt,
wenn mau nicht vielleicht annehmen darf, dass der Reisende dabei nicht
Hadramaut, sondern die Ostküste von Oman im Auge hat. Uebrigens
kann dieser wolkenlose Himmel bei ihm auch nur auf die Tehama bezogen
werden, da er das Gebirge nicht erreichte. Nach der Windesrichtung
sind in Oman; da an dessen tropischer Küste in der That die regelmässigen
indischen Monsunwinde wehen, auf den Gebirgen Winterregen
zu erwarten, die der dann herrschende Nordost erzeugt, wie dies auch
mit Niebuhr's Angabe übereinstimmen würde.
60. Biiist, physical geography of the red sea [Joiirn, geogr. sac. 18-14..
p. 231). Der Südostmonsun steht senkrecht auf der Küste von Hadramaut.
Im rothen Meere nehmen die Luftströmungen nach dessen Konfi-
' guration und nach den Gebirgszügen, die es begrenzen, die Richtung des
Thalwegs an, sind also entweder Nordwest- oder Südostwinde. Nördlich
von Dschedda (21 o N. B.) herrscht der Nordwest (der abgelenkte Passat
der Sahara) fast beständig, im südlichen Antheil dauert der Südost (nach
Buist der abgelenkte Nordostmonsun des indischen Meers) 8 Monate,
dann folgt von Juni bis September der Nordwestwind, der die Regenzeit
von Yemen begleitet.
61. Wellsted, travels to the city of the Caliphs, 2. p. 281. 283. 286.
62. Nach Schnizleins Vergleichungen (Note 48). Die von ihm mitgetheilte
Aufzählung indischer Arten in Nubien zeigt, dass die meisten
Unkräuter sind, welche die Kulturgewächse begleiten, lieber die we-
IX. Kalahari. 575
nigen indischen liolzgewächse in Siulan vergl, Jahresbericht für 1847
S- 44 und 1850. S. 59.
63. Jahresb. f. 1849. S. 47,
64. Gr isebach, die geographische Verbreitung der Pflanzen Westindiens.
S. 9—1 !.
65. Bent h am bemerkt über die dem tropischcn Amerika und Sudan
gemeinsamen Pflanzen, dass sie vorzüglich in der Nähe des Meers aufzutreten
sclieinen und wenigstens niemals die ersten Höhen überschreiten
(I-Iooker, Niger Flora p. Xlll). lu meiner Abhandlung über die ü'eographische
Verbreitung der Pflanzen Westindiens habe ich eine Liste transoceanischer
Tropenpflanzen mitgetheilt(S. 13), welche 31 Arten enthält,
die am Seestrande, und ungefähr ebenso viele, die im Wasser oder in
Sümpfen wachsen.
66. Jahresb. f. 1850. S. 60.
67. liolzgewächse des Kap, die in Abessinien wiederkehren, sinil:
3 Arten von Rhus, Acacia mellifera^ Anthospernmm cordifolmni, Myrsine
africana, Olea laurifolia, Balleria lucida, Ilehenstreitia dentata; am Canierun
Hex capensis.
68. Beispiele von Verbindungen der Gebirgspflanzen von Sudan mit
Madagaskar und den Maskarenen : Hülms apétalas (Fernando Po, Abessinum,
Madagaskar, Bourbon), Lencofhoe saUeifolia (ebenso, aber in Abessinien
nicht beobachtet); Se^^ecio Bryjeri und Sehaea hrachyphylla (Fernando
Po, Camerún, Madagaskar).
I X . Kalahari.
1. Der unbedeutende Ackerbau, der in einigen Gegenden, z. B. von
den Hottentotten in Klaarwater betrieben wird, beruht nur auf künstlicher
Bewässerung mit Brunnenwasser. Dass hier gerade in der trockenen
Jahrszeit, im Frühling gesäet und im Sommer geerntet wird, ist
nothwendig, weil die Cerealien zu ihrer Entwickelung; der steigenden
Wärme bedürfen, und darf nicht etwa auf die nur als seltenste Ausnahme
im Winter vorkommenden Niederschläge bezogen werden.
2. P e t e rmann (geographische Mittheilungen f. 1858. Taf. 7) hat
die Südgrenze der afrikanischen Palmen und damit die Naturgrenze des
Kalahari-Gebiets gegen Sudan, soweit die Quellen reichen, angegeben •
Kap Negro in Süd-Benguela (160 S. B.), Grenze der Ovampos undDamaras
(190), Ngami (200), Ostküste von Natal und Kaffrarien (320)
Später (das. 1859. Taf. 11) wurden Palmen in Damara schon unter 20 o
S. B. angetroffen.
3. Anderson, Iahe Ngami, IL edit. p. 114. 187. 220. Nur ein
kleiner Theil von Gross-Namaqua und Damara ist bewohnbar, wegen des