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576 Quellenscliriften und Erläuterungen.
Wassermangels oder der dicliten Bekleidung des Bodens mitDorngestriipp
dasUebrige nicht. liier scliweifen nurNoniaden mit grossen Heerden von
Ochsen und Schafen umher, wogegen der Uebergang der Dorngesträuche
in die fruchtbaren Kornfelder der Ovampos (11)0 S. B.) ein plötzlicher ist.
4. Bur che l i {travels in the Interior of Southern Africa, 1822—1824.
1. p. 197. 370), der den südlichsten Theil der Kalahari erreichte, machte
bereits die Erfahrung, dass auf dem südafrikanischeu Tafellande keine
andern Niederschläge vorkommen, als Sonimergewitter, die er nordwärts
vom Gariep als »sehr unregehnässig und unsicher« bezeichnet. Auch
W i l s o n {Journ. geogr. SOG. 1865. p. III) führt an, dass die Vegetation
der Kalahari und des Namaqua-Landes nur durch Gewittergüsse befeuchtet
werde : es sei ein Gewitter in diesen Geg^enden »eine furchtbar
grossartige Erscheinung«, die oft nur eine Stunde dauere.
5. Livingstone, expedition to the Zambesi, p. 530. Nicht bloss
hier, sondern auch von B a i n es [explorations in Soiiih TFest Africa 1864.
p. 61) wird angeführt, dass südöstliche Winde vorherrschen. Behni
(Peterm. Mitth. a. a. 0. S. 199) bemerkt, dass diese Angaben mit denen
Moifat's {Southern Africa, p. 87) in Widerspruch stehen, der südwärts
von Kolobeng (25 0 —28» S. B.) den Ostwind als Selten, West - und Nordwest
Winde als vorwaltend bezeichnet. Auch im Damaralande kommen
zu gewissen Zeiten Westwinde vor {Anderson a. a. 0. p. 220), und ausserdem
wird ein dem Sirocco entsprechender, versengender Nordwind in
der Kalahari erwähnt. Aber wenn auch hiernach die Windverhältnisse
noch nicht klar und vollständig zu beurtheilen sind, so muss doch jede
Aspiration, die in der Wüste selbst ihren Ursprung hat, wegen der Dürre
ihres Bodens trocken sein.
6. F o r s sma n n (Peterm. Mitth. 1867. S. 20). In der Transvaalscheu
Kepublik liegt der in Zeyher's Sammlungen liäufig erwähnte Höhenzug
Magaliesberg, S. 20), wo dieser Eeisende im Niveau von 6—7000 '
(unter 25o S. B.) tropische Wälder von Leguminosen und Combretaceen
mit offenen Grassavanen w^echseln sah: Katalog von Zej^her's Sammlung
in der Linnaea (19. S. 583—680 : Jahresb. f. 1846. S. 49),
7. Arider sson a. a. 0. p. 118. 220; Galto'n, tropical Soath Africa.
p. 299; Bainesii. a. 0. p. 176. 198.
8. 3 I o f f a t , Southern Africa, p. 86; Wilson a. a. 0. p. 116. 118.
9. An der son ^ kike Ng ami, p. 301, 323; the Okavango river, 1865.
p. 323.
10. A 71 de rson, the Okavaiigo river, das.
11. Anderson, lake Ngami,-p. 93.
12. Das Tafelland der Kalahari senkt sich von den Eandgebirgen
und von Süden aus unmerklich gegen den Ngami-See. Den" westlichen
Theil von Damara (220 S. B.) fand G a l t o n etwa 5600'; zwei Missionen
im Süden des Zwakop liegen 4990'und 3620' hoch; Kolobeng (25 0) ist
zu 4220 der Ngami-See zu 34 85 ', der See Kumudau im Osten des Ngami
nur zu 2530' bestimmt wnn'den; die Kulminationspunkte der östlichen
IX. Kalahari. r)77
Küstenterrasse sind der Cathkin in den Drakenbergen zu 9700 '; in der
westlichen der Omatako im Damaralande zu 8250' angegeben (vergl. Petermann's
Karte von Süd-Afrika in geogr. Mitth. 185S. Taf. 7 und die Znsammenstcllung
aller bekannten Niveaumessungen das. 1867. S. 107).
^ 13. Die wenigen Angaben über das excessive Klima der Kalahari
sind von Behm zusammengestellt (Peterm. geogr. Mitth. 1S58. S. 197-
nnd f.), aber reichhaltiger, wenn auch gleichfalls unvollständig, sind die
alteren Beobachtungen Burchel l s (a. a. 0. 1. p. 368. 375-^2 p 235
259 527) über Klaarwater (29o S. B.) und Litakun (270), auf welclie ich
mich im Texte beschränkt habe. Der einmal im Winter beobachtete
bchneeiall ist gleich den zuweilen eintretenden Frühlingsregen eine Ausnahme
von dem gewöluilichen Verlauf der Niederschläge.
14. ylndersson, Okavango river, p. 322.
15. Hooker, on Welwitsclüa (Linnean Transactions. Vol. 24.
lS6;i)j vergl. meine Eecension in den Göttinger gel. Anzeigen f. 1861.
S. 127--147, \yo die aus L. Magyar's Eeise geschöpfte Vennuthung über
einen Standort der PHanze in Sudan aufzugeben ist.
I 7. a alt on, tropical Sonth Africa, p. VII, wo in einem Holzschnitt
die ve.-schiedenen Dornenbildungen von den vier Acacia-Arten daro^estellt
sind, die »mit Ausschluss fast aller anderen HoizgeAväclise die V e V
tation von Daniara-Land bihien<c. ^
18. durcheil, travels in the Ulterior of So7ith Africa, 1. p. 309
19. Der holländische Name Wart-een-beet j e (englisch Stop a bit)
der im lexte verdeutscJit ist. erklärt sich selbst, wird aber von Bainei
(a. a. 0. p. 140 für eine andere Art gebraucht, welche gekrümmte Stipulardoruen
und zugleich gerade, einzelne Dornen trägt Die im Text
beschnebene Acacie mit zweifachen Dornen nennt B. Haak-en-Steek •
es ist vielleicht A. hcteracantha Burchell's. '
20. £ur che II ii. a. 0. 2. p. 11.
21. Ilarvey und Sonder, Flora capcnsis, 2. p. 2S0.
22. Galton a. a. 0. p. 99.
23. Livingstone, m.issionary travels. Deutsche Ausgabe, 1 S '>S
24. Die Olivenform wird in der Kalahari durch die von Burchell
hauhg erwähnte Oha verracosa Lk. vertreten, die dieser Reisende Olea
smuhs xxeMxxt. Sie gleicht im Wuchs und in der Blattbildung dem europaischen
Ohvenbaum, der ebenso von auswärts in die Oasen der Sahara
eindringt. Welche Kalahari-Bäume der Lorbeerform angehören bedarf
noch der botanischen Special-Untersuchung.
25 Baines a. a. 0. p. 482. Welche'^Bauhinia die Wälder in den
(regendim des Ngami bilde, ist noch unbekannt. Die einzige in Harvey^s
hlora capcnsis erwähnte Art, die nach dem Standorte darauf bezoo^n
werden könnte, ist 7?. gariepensis. aber diese wird als Strauch mit fast
nugetheilten Blättern beschrieben.
26. An der SS on, Okavango river, p. 20.
27. Livingstone a. a. 0. 1. S. 62. 73. 140.
O r i s e b a o l i , Vegetation der Erde. IJ. 37
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