
vorkömmt, viel lebhafter gefärbt sind, betreffe es nun die bellen oder dunkeln
Farben. Der Unterschied ist oft so bedeutend, dass man manchmal
in Versuchung kommt, verschiedene Species auf diese Abänderungen zu
gründen, die sich auch sehr oft bei strenger Untersuchung der absoluten
und relativen Grössenverhältnisse, der geographischen Verbreitung
etc. rechtfertigen lassen.
4. D. MURINA. Lin.
Mit dieser Species beginnen wir die Abtheilung der kleinern Beutel-
thiere, bei denen die Weibchen keine vollkommenen Bauchtaschén,
sondern nur zwei Längsfalten haben, welche die Zitzen bedecken.
Das Gesicht ist gelblich rotbbraun, mit einem dunkelbraunen
Flecken um jedes Auge, der sich längs der Oberlippe nach der
Schnauzenspitze verlängert, ohne dieselbe zu erreichen. Die Ohren
sind gelblich, der Pelz auf dem Rücken und dem Scheitel ist hellrost-
roth, die Basis der Haare schiefergrau. Kehle, Brust, Bauch und die
innere Seite der Extremitäten sind licht gelblichweiss. Der Schwanz
ist länger als der Körper, nur an . der Wurzel behaart und daselbst von
der Farbe des Rückens; der nackte Theil ist glatt, gelblich ins Weisse
übergehend, besonders nach der Spitze zu.
Länge von der Schnauzenspitze zur Schwanzwürzel 4 /y 1 0 //y, des
Schwanzes. 5'* 4 y//.
Von Linné Syst. Nat. XII. I. p. 72 als D. murinas aufgeführt.
Brisson’s Philander surinamensis Regn. Anim, p. 292. 7 gehört hierher,
eben so Murine opossum Pennant hist, of Quadr. p. 207. 145.
Eine genaue und ausführliche Beschreibung davon gab der Prinz Max.
zu Neuwied Beitr. II. p. 411.
5, D. ORNATA. Tsch. Tab. VI.
D. supra rubiginoso-fusca, nigro-irrorata9 subtus albicans ; pectore
candido, macula oblong a alba cêrvice9 capite fascia nigra intcrmedia dua-
busque gris eis later alibus. Cauda corpore longiore dimidio longitudinis9
densissime pilosa.
Die Ohren sind gross und nackt. Die Spürhaarc der Oberlippe
sind lang 12") und stark, an der Unterlippe unbedeutend.; Zwischen
den Augen und Ohren liegen tief nach unten spärliche weichere Spür-
haajre. Der Pelz des Rückens ist sehr weich, sammetartig, nach dem
hintern Theil des Rückens länger, dichter und mehr wollig anzu-
fiifalen. Die Füsse sind nur mit sehr spärlichen kurzen steifen Haaren
besetzt, die an der Nagelwuifzel länger sind. Die Nägel sind com-
primirt, stark gebogen, 5 '" lang, scharf auf starken Nagelballen aufsitzend.
Die obere Seite des Schwanzes ist ungefähr bis zur Hälfte
ihrer Länge mit Haaren besetzt, die untere nur bis zum ersten Viertel;
die Haare der obern Seite erstrecken sich tief an den Seiten hinunter,
so, dass die kahle nach vorn verlängerte untere Schwanzstelle eine Art
Furche in den Schwanzpelz bildet. Die Haare des Schwanzes sind
sehr weich, wollig und etwas gekräuselt und so fein, wie bei den Chinchillas;
ihre Länge beträgt an der Schwanzwurzel beinahe 1 B Die
Endhälfte des Schwanzes ist kahl, mit sechs- und achteckigen Schuppen
besetzt, zwischen welchen einzelne kurze steife Borsten stehen.
Die Schnauze ist schwärzlich, auf der Mittellinie verläuft über die
Stirne ein schmaler schwarzer Streifen, jederseits von demselben verläuft
eine etwas, breitere graulich weisse Binde; Längs der Oberlippe
zieht sich eine braune Binde zum Auge, schliesst dasselbe kreisförmig
ein, setzt sich bis zu den Ohren fort und verliert sich in den Seiten
des Halses. Die Ohren sind braunroth. Die Backen graulich, mit
weiss untermischt. Die Spürhaare an der Schnauze sind schwarz, mit
weissen Spitzen, die zwischen Ohr und Auge ganz weiss. Die
Kehle ist grau, der Hinterkopf röthlichbraun, der Rücken etwas dunkler
und schwarz gewellt, besonders nach hinten zu, wo zahlreiche
ganz schwarze Steif haare den hellen Wollhaaren untermischt sind ?
welche an ihrer Basis mattgrau und nach dér Spitze hin abwechselnd
schwarz und röthlichbraun geringelt sind. Die äussere Seite der Extremitäten
ist heller als der Rücken, die innere graulich. Die Brust
ist blendend weiss, der Bauch weisslichgrau. Auf dem Vorderrücken
zwischen den Schulterblättern ist ein fast herzförmiger 2 Zoll langer
weisser Flecken. Die wolligen Haare des Schwanzes sind röthlich-
grau, auf der untern Seite heller als auf der obern. , Der nackte Theil
«es Schwanzes ist gelblich. Die obere Seite der Füsse ist dunkelbraun,
die Sohle hellbraun.