
Fahneinbarte. Kehle and Brust sind weiss,, mit einem leichten, grauen
Anfluge; der ganze übrige Unterkörper ist weisslich strohgelb.
Schnabel röthlichbraun, an der Basis des Unterkiefers etwas heller;
Füsse röthlichbraun; Nägel schwärzlich; Iris hellbraun.
Ganze Länge 5" 9 "', Schnabel 5 " ', Tarse 7y2'", Flügel 2 " 9"'.
Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 : 4,2.
Diese durch die Kürze ihres Schnabels sehr ausgezeichnete Spe-
cies zeigt ihrem ganzen Habitus und ihrer Schnabelbildung nach eine
grosse Verwandtschaft zum Genus Pipra.
5. E. VIBIDIFLAVA. Tsch. Taf. IX. Fig. 2.
E. supra virescens, capite griseo, alis nigricantibus viridiflavo-margi-
natis, rectricibus fuscis, viridi-marginatis gula albicante pectore ex cxnereo
flavescente. •
Stirn und Haube sind dunkelgrau, die einzelnen Federn mit
schwärzlichen Schaftstrichen. Der Bücken und die obern Schwanz-?
decken sind zeisiggrün; die obern Flugdecken, die Fittig- und Flugfedern
schwarz, mit einem gelblichgrünen Saume am äussern Fahnenbarte
und bei letztem mit einem gelblichweissen am innern. Die
Schwanzfedern sind braun, grünlich gesäumt. Kehle und Brust sind
hell gelblichweiss; der Bauch, die Weichen, die untern Schwanz- und
Flugdecken und der Flügelbug lebhaft rostgelb.
Schnabel schwarz; Basis und Mittellinie des Unterkiefers bräunlich;
Füsse schwarzbraun; Nägel -röthlichbraun; Iris bellbraun.
Ganze Länge 4 " 6"', Schnabel 5*|4'", Tarse 7"', Flügel 2 " 3"'.
Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 ; 4.
Lebensweise. Die Elaeniae sind sehr lebhafte kleine Vögel,- die meistens
gesellschaftlich leben. Ihre Nahrung besteht, wie die der ganzen
Familie, ausschliesslich aus kleinen Insekten. Sie halten sich in allen
heissen Regionen auf. Westlich von den Anden, also in der Küstenregion,
haben wir E. viridiflava und modesta gesehen; erstere aber auch
in der Waldregion; beide sind ziemlich häufig, besonders letztere. Ausschliesslich
in der Waldregion trafen wir die E. cayanensis und E. brevi-
rostris; letztere sehr selten; in der Cejaregion, 7500' ü. M., ist E. ob-
scura ziemlich gemein.
20. Gen. Cab.
Rostruin mediocre bcisi solum latius guani altum, subreclmn purum
depressum; tnaxilla culmine continuo, upice purum deflexa, ante apicem
emarginata\ nares laterales, oblongcc, patulce. Fibrissw longa;, tenues.
Ala; mediocres. Cauda mediocris, subtequalis| pedes breves, digiti medio-
cres ut in ca;teris Tyranninarum generibus. Hoc genus transitum aTyran-
ninis ad Platyrhynchas facere videtur. Typus Leptopogon superciliaris Tsch.
»Der Schnabel ist beinahe von der Länge des Kopfes, nur an der
Basis breiter als hoch, ziemlich gerade, etwas seitlich zusammengedrückt
und allmählig zugespitzt. Der Oberkiefer ist gewölbt, ohn-
firstig, an der Spitze herabgebogen und vor derselben mit einem tiefen
Einschnitte versehen. Die seitlichen, länglichen Nasenlöcher sind offen,
nach hinten indessen zum Theile von den Stirnfedern bedeckt. Die
die Schnabelwurzel umgebenden Bartborsten sind ziemlich lang, aber
nur schwach und zart. Die Flügel sind mittelmässig, die erste und
zweite Schwungfeder etwa um ein Drittel kürzer als die (dritte bis
fünfte) längsten. Der Schwanz ist von mittelmässiger Länge, fast ganz-
randig. Die Füsse sind (wie bei allen Tyranninen) kurz, die äussere
Zehe am ersten Gliede mit der mittlern verwachsen. Von Ehenia
unterscheidet sich Leptopogon durch den längeren, geraderen, an der
Wurzel weniger breiten, nach der Spitze hin weniger zusammengedrückten
Schnabel, so wie durch die längeren Bartborsten und die
kürzere erste Schwinge. Von den Platyrhynchinen (besonders Orchi-
lus und Euscartbmus), mit welchen Leptopogon in der Färbung des
Gefieders sehr übereinstimmt, wie es überhaupt den Uebergang von
den Tyranninen zu den Platyrhynchinen zu vermitteln scheint, unterscheidet
es sich vorzüglich durch den höheren, gewölbten, ohnfirstigen
Schnabel, so wie durch die kurzen Läufe der Tyranninen im Gegensätze
zu den höheren der Platyrhynchinen.« Cabanis.
1. L. SUPERCILIARIS. Tsch. Taf. X. Fig. 2.
L. supra viridis, pileo saturate cinereo, superciliis griseis, alis fuscis
viridi-marginatis; suhtus viridi-albcscens; gula cinerascente, rectricibus fn-
scisy marginc viridibus.