
4. Gen. OVIS. Lin. Syst. Nat. 1753.
I. Sp. O. Aries. Lin. Faun. Snec. 2. p. IS. 43.
C. Mit yollen Wechselhörnern.
4. Familie. CERVINA. Wiegm. Handb. Zool. 1832.
3. Gen. CERVUS. Lin. Syst. Nat. 1753.
1. Sp. C. rnfus. F. Guv. Riet. Scienc. nat. VR. p. 483.
2. Sp. C. nemorivagus. F. Cuv. l)ict. Scienc. nat. VII. p. 483.
Var. peruana. Tsch.
Liuclio der In d ian e r, venado der Spanier.
5. Sp. C. antisiensis. D’Orb. Dict. univ. d’hist. nat. III. p. 328.
T a ru sli oder Tarugra der Eingebornen.
Z EH N T E O tlO N VN G .
C E TA G EA . RImnenb. Handb. Naturg. 1779. Walle.
Eine genaue Aufzählung der im stillen Ocean an der Küste von
Peru vorkommenden Walle ist bis jetzt noch ganz unmöglich und wird
auch noch lange unvollständig bleiben. Ras Erlangen der nöthigen Materialien
ist zu schwierig und die Aussagen der VVallfischfänger zu unbestimmt,
als dass man Rehufs einer wissenschaftlichen Arbeit davon
Gebrauch machen könnte. Ob der Manatus Americanus da vorkomme,
können wir nicht mit Restimmtheit entscheiden. Phocoenen und Relphi-
nopteren schiessen in grosser Individuenmenge durch die ruhigen Raien.
Catodon macrocephalus Lac., Ralaena mysticeta L., R. lunulata Lac.
und Ralaenoptera punctata Lac. sind an der Küste harpunirt worden.
Im Januar 1839 strandete an der Küste von Miraflores in der
Nähe von Lima ein Ralaenoptera von ungefähr 58 Fuss Länge, welchen
wir damals bei den wenigen Hülfsmitteln, die uns zur Vergleichung zu
Gebote standen, als neue Species bestimmten. Rer Unterkiefer überragte
den obern an Länge nur sehr wenig. Rie Farbe des Rückens
war graubraun; ein heller Streifen verlief an jeder Seite vom Auge
nach hinten und verlor sich gegen die Mitte des Körpers. Rer Rauch
war weisslich, die Flossen weiss eingefasst.
Rie Ordnung der Vierhänder ist geographisch so genau wie keine
andere der Säugethiere in zwei grosse, scharf begränzte Abtheilungen
getrennt, die sich zwar sehr nähern, aber doch durch keine bekannten
Zwischenglieder verbunden sind. Geoffroy St. Hilaire bezeichnete in
den An. du Musée T. XIX p. 83 sei), zuerst und sehr richtig diese
beiden grossen Gruppen als schmalnasige und breitnasige Affen. Rie
erstem (Simiae catarrhinae) sind Rewohner von Asien und Afrika
(Europa besitzt nur eine Species), die letztem (Simiae platyrrhinae)
vom tropischen Amerika. Rie Unterscheidungsmerkmale dieser Abtheilungen
sind schon sehr bekannt Rie Affen der alten Welt haben ein
schmales Septum nasi, nach unten geöffnete Nasenlöcher und fünf
stumpfe Rackenzähne; die der neuen W e lt ein breites Septum, seitlich
geöffnete Nasenlöcher (mit Ausnahme von Eriodes Geoff.) und sehr
stumpfe Rackenzähne; eine Abtheilung jedoch hat fünf Rackenzähne,
die aber mehr spitz sind. Geoffroy St. Hilaire gibt noch als Kennzeichen
zur Trennung dieser Gruppen an, dass bei den Catarrhini die
Nasenbeine constant vor dem Ausfallen der Milchzähne zusammenwachsen,
dass diess hei den Platyrrhini aber erst im vorgerückteren
Alter geschehe. Riese Unterschiede haben wir für die Affen der neuen
Welt immer richtig gefunden, bei denen der alten Welt jedoch nicht;
denn wir beobachteten hei mehreren Gattungen an Schädeln von alten
Individuen, wenigstens von solchen, die schon längst die Milchzähne
abgestossen hatten, die Nasenbeine noch getrennt, sowie bei einigen
Species von Semnopithecus, Cercopithecus, ja sogar bei Pithecus, nie
aber bei Cynoceplialus.
Rie schmalnasigen Affen weichen in ihrem äussern Raue bedeutend
unter sich ab, die breitnasigen vereinigen sich leichter 'nach einer
bestimmten Form. Sie haben alle einen mehr oder weniger stark
behaarten Schwanz, der entweder als fünfte Extremität zum Greifen
benutzt werden kann oder ganz schlaff ist. Ihnen fehlen sowohl
4