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Cor. torquata ist auf dem Rücken viel brauner, die Kehle blendend
weiss, die Brustbinde ist vollständig, die Weichen sind braun,
die Füsse an lebenden Individuen hell gelbbraun, was bei Cor. nigro-
cincta nicht der Fall ist. Die Grössenunterschiede beider Species sind
sehr bedeutend. W ir setzen hier vergleichnngsweise die' Messungen
von d’Orbigny und die unsrigen in Millimetres bei:
Gonop. nigrocincta. Coryth. torquata.
Ganze L ä n g e ................... 140. 154.
Schnabel . . ................... I I . 15.
Schwanz.......................... 45. 70.
Flügel . . . . . . . . . . 65. 75.
Tarse bis zur Zehenspitze 40. 46.
Mittelfinger................... ... 15, 20.
Schnabelhöhe................ 5. 6.
Schnabelbreite . . . . . . 8- 7.
Die sehr abweichende Länge des Schnabels, der Flügel, der
Füsse und des Schwanzes bei fast gleicher Körperlänge sichert gegen
jede Verwechslung.
Es frägt sich nun, ist eine dieser beiden Species mit derjenigen
identisch, die Sundevall als Typus zu diesem Genus gebraucht hat,
nämlich mit Myiothera calcarata Pr. Max. Beitr. III. pag. H O I. Wir
haben unsere neue Art mit einem Original-Exemplare von M. calcarata
verglichen und können mit Bestimmtheit die Verschiedenheit dieser
Vögel angeben. Hingegen wagen wir es nicht, eben dasselbe für d’Or-
bigny’s Cor. nigro-cincta zu versichern, deren Beschreibung und Abbildung
sehr auf die von dem Prinzen Maximilian beschriebene Spe-
cies passt.
50. Genus. M IA IL E X A . Vig.
1. CH. OLIVACEA. Tsch.
Ch. supra olivaeea, pileo saturate fuseo, alis nigricantibus cauda dorso
concolorc apice helvola ; subtus helva, gula pectoreque ferrugineis plumis
nigro-marginatis, erisso rufeseente.
Der ganze Oberkörper ist dunkel olivenbraun; Stirn nnd Haube
dunkler; zwischen Schnabelwurzel nnd Auge ein weisslich rostrother
Flecken; eine ähnlich gefärbte Binde verläuft über jedes Auge von der
Mitte zum Hinterhaupte, eine zweite von der Schnabelwurzel zur Ohrgegend.
Die Fittig- und Schwungfedern sind schwarzbraun, mit breitem,
olivenbraunem Saume des äussern Fahnenbartes. Die Schwanzfedern
sind etwas mehr röthlich als der Rücken, die Spitze mit einem
falben Saume, vor demselben eine breitere, schwarze Binde. Kehle
und Brust sind hell rostroth, jede einzelne Feder von einem schwarzen
Saume eingefasst. Der Bauch ist weiss, einige Federn mit einem
schmalen, schwarzen Saume. Die Weichen und Schienen schwarz,
mit einer breiten, gelblichweissen Längsbinde. Der Steiss und die
untern Schwanzdecken lebhaft rostroth, an der Basis schwarz.
Schnabel tief schwarz; Unterkiefer an der Basis und auf der
Mittellinie der Dille weiss; Füsse hellbraun; Nägel gelblich; Iris
hellbraun.
Ganze Länge 8 " 6 '", Schnabel 1", Tarse 1" 3 '" , Flügel 3 " 9 //y.
Verhältnisse der Tarse zum Flügel 1 : 3.
Diese Species stimmt in vielen Beziehungen mit Ch. meruloides
überein, unterscheidet sich von ihr durch die Färbung des Schnabels
und der Brust, vorzüglich aber durch die bedeutendere Länge der Tarsen.
Vorkommen. In Mittelperu in den tiefen Waldregionen, vorzüglich
an lichteren Stellen der Vorwälder.
31. Genus. Vieill.
1. C. ARDESIACA. Orb.
Stirn rostroth; Scheitel dunkel röthlichbraun; Mantel, obere
Schwanz- und Fussdecken braun olivenfarbig, letztere mit einem roth-
braunen Saume an der Spitze; Fittig- und Schwanzfedern schwarzbraun,
am äussern Fahnenbarte rothbraun, an der Basis des innern
weiss gesäumt; Schwanzfedern einförmig matt dunkelbraun.
Am hintern Winkel eines jeden Auges sitzen 6 bis 8 ziemlich
lange, steife, hlendend weisse Federn. Gesicht, Kehle, Brust und
Weichen sind dunkel schiefergrau; Bauch weisslich; untere Schwanzdecken
falb.
Schnabel schwarz; Unterkiefer röthlichweiss; Füsse hell röthlichbraun;
Iris rothbraun.