
gonalen Schuppen bedeckt, die bald mehr in die Länge, bald mehr in
die Quere gezogen sind; die beiden Reihen neben den Augenliedern
stossen auf der Mittellinie zusammen. Das Hinterhauptschild ist gross,
etwas länger als breit, fast viereckig; zu jeder Seite von ihm ist ein
unregelmässiges sechseckiges Schildchen, das etwas grösser als die
übrigen, fast warzenförmigen Hinterhauptschilder ist. Die Gaumenzähne
sind sehr spitz, schwach nach hinten gebogen, aber nicht zahlreich,
höchstens 4 — 6 jederseits. Die Schuppen des Rückens sind
gekielt, lanzetförmig, und convergiren jederseits gegen die Mittellinie, die
von einem deutlichen, nicht hohen Ramme von dreieckigen, schief nach
hinten gerichteten Schuppen gebildet wird; der Kamm setzt sich, etwas
niedriger werdend, bis an die .Schwanzspitze fort; an den Seiten des
Körpers sind die Schuppen etwas gedrängter und kleiner. Die Pholi-
dosis des Rauches ist glatt, die Schuppen mehr viereckig, in schiefen
Reihen; die der Brust etwas grösser. Die Kehle und Halsbinde werden
von spitzig dreieckigen Schuppen gebildet, die aber nicht gekielt
sind. Die Kehlschilder sind schmal, länglich viereckig und mehr an-
als überliegend. Die obere Seite des Schwanzes ist wie der Rücken,
die untere wie der Bauch beschuppt, nur sind die einzelnen Schuppen
grösser und die gekielten mit aufragender Spitze.
Die Färbung des Oberkörpers ist bräunlich olivengrün, mit kleinen,
hellbraunen Punkten und grossem, unregelmässigen, schwarzen
Flecken. Der Kopf ist hellbraun, mit einigen dunkleren Nuancen, besonders
auf dem obern Augenliede und in der Ohrgegend. Die Seiten
des Bauches sind grün, mit schwarzen, rundlichen Fleckchen. Ueber
die vordem Extremitäten verlaufen fünf schmale, schwarze Querbinden,
auf den hintern sind sie undeutlicher. Der Unterlippensaum ist heller
als die Kehle; die Halsfalten schwarz; der ganze Unterleib schmutzig
gelblichweiss, auf der Mittellinie am hellsten.
Ganze Länge 1' 2", Länge des Kopfes l l " ', Breite des Kopfes 8 ^ ,
Länge des Schwanzes 6 " 4 "', der vordem Extremitäten (bis zur längsten
Zehenspitze) 2", der hintern 3 " 6'".
Vorkommen. W ir haben diese Eidechse nur in der Umgegend von
Huacho, nördlich von Lima gefunden; cs ist aber wahrscheinlich, dass
sie auch an andern Punkten der sandigen Küste vorkommt.
2. Genus. SCEIOTIMEMAo Tsch.
Dorsum subcristatum. Pori femorales et anales nulli. Rima profimda
inter femora et cauda basin. Plica axillaris nulla.
Aures aperUe. Plica lateralis nulla. Truncus sublongus. Labia ad
oris angulum lobo valvato destituta. Cauda continua.
Caput breviusculum, scutello occipitali minimo. Orbita inermes. Porca
superciliares arcuata. Nares subverticales, tubulosa, magna. Dentes pala-
tini nulli. Gula cute adstricta. Jugulum non plicatum. Collum ad latera
oblique plicatum ; plicis temiibus duabus. Crista dorsali exigua. Cauda
teretiuscula, laxa, cristata; crista minima. Palma plantaque penladactgla.
Digiti plantarum simplices. Squama notai vix carinata; abdominales laues.
Scutella pilei leevia.
Der Mangel der Schenkel- und Afterporen und der Axillarfalte,
der sehr schwach ausgeprägte Rückenkamm, die kaum gekielten Rackenschuppen
und vorzüglich die tiefe Spalte an der Innern Seite des Oberschenkels
zwischen diesem und der Schwanzwurzel charakterisiren diese
Gattung. Die physiologische Redeutung dieser eben angeführten Spalte
ist uns nicht bekannt, sie scheint uns jedoch als Ausführungsgang von
Drüsen zu dienen. W ir haben zwei Species dieser neuen Gattungen
gefunden.
1. SC. FORMOSUM. Tsch. Taf. I. Fig. 1.
Sc. supra ex flavo-cinamomeum; ocellis lateralibus nigris, Straminen-
cinctis signatum; subtus ex violaceo-viride.
Kopf sehr gross, etwas gewölbt, mit unregelmässigen Schildern
bedeckt; der Hinterhauptschild klein; die Nasenlöcher röhrenförmig,
im Hintertheile des Nasenschildes. Die Pholidosis des Rückens ist
einförmig; die einzelnen, beinahe viereckigen Schüppchen decken sich
dachziegelförmig und sind an ihrem hintern Ende etwas verdickt, fast
wie mit einem Wärzchen versehen; sie sind schwach gekielt und bilden
auf der Mittellinie des Rückens einen schwachen Kamm; die Rauchschuppen
sind glatt, rhombisch, schwach überliegend. Die Pholidosis
der Rrust und des Afters wie die des Rauches.
Kopf und Rücken sind gelblich zimmtbraun, jede Schuppe an ihrem
hintern Ende' mit einem rosafarbenen Teint. Vom hintern Kieferwinkel
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