
testen Regionen ansgenommen, haben (Noctilio affinis, Molos, fumaiins,
Vesp. velatus). In der Waldregion kömmt die grösste Anzahl sowohl
an Individuen als auch an Species vor. Dort finden sich ausschliesslich
die Genera Phyllostoma und Glossophaga. Das Genus Molossus
tritt daseihst ebenfalls mit mehreren Species auf, vvälirend aus den
übrigen Regionen nur eine Art bekannt ist. Ans dem Wes (strich c
kennen wir erst eine ihm eigenthümliche Species- (Vespert, innoxius),
ebenso aus der obern Waldregion (Choeron. peruanns). W ir müssen
gestehen, dass es uns noch an hinreichenden Beobachtungen fehlt, um
genauer die numerischen Verhältnisse der Verbreitung der Handflügler
in Peru anzugehen; besonders werden die Küsten- und östliche Sicrra-
region noch manche neue Arten liefern j auch ist zu vermuthen, dass
in der eigentlichen Waldregion mehrere brasilianische Species gefunden
werden. Es scheint uns auch sehr wahrscheinlich, dass der Desmodus
d’Orbigny Waterh. (Zool. of H. M. -S. Beagle I. p. 1. tab. I), welcher
in Coquimbo vörkommt, sich längs der ganzen Küste nach Peru hin
erstreckt, sowie auch das Genus Nycticejus, von Prof. Pöppig (Reise
I. p. 4SI) in Chile gefunden, sich in der Sierraregion des südlichen
und mittlern Peru finden wird.
Von der verticalen Verbreitung können wir angeben, dass zwei
Arten (Mol. fnmarius und Vesp. velatus) noch auf einer Höhe von
I I , 0 0 0 ' ü. M. getroffen werden; dass die Phyllostomen die Höhe von
4 0 0 0 ' ü. M. nicht überschreiten; dass Choeronycteris sich nur zwischen
7-—9 0 0 0 ' ü. M. aufhält und die Noctilionen eben so wenig höher
als 9 0 0 0 ' ü. M. steigen.
1. Genus. Geoffroy St. II.
Form, dent: dent. inc.-T5 T, T, T, dent. lan. 4=1, dpnt. mol. §=4> r.' vr- J} l-
Der ziemlich gestreckte Gesichtstheil endet in eine abgestutzte
Schnauze, welche eine, die Nasenlöcher hufeisenförmig Umgebende,
Hautfaltc und einen lanzetförmigen gerade aufgerichteten häutigen Fortsatz
trägt. Die Ohren sind nicht sehr gross, immer getrennt, und
haben eine mehr oder weniger stark entwickelte Klappe. Die Unterlippe
ist mit zwei Reihen kleiner Warzen besetzt, - die sich meistens
nach der Schnauzspitze unter einem spitzen Winkel treffen und als
Saugapparat dienen. Die Flughaut ist breit; die Schenkelflughaut ist
entweder stark entwickelt oder fehlt ganz; der Schwanz ist kurz oder
fehlt. Am Schädel ist der längere Unterkiefer zu bemerken.
Wenn gleich einige Naturforscher die numerische Abweichung des
Zahnsystems nach den verschiedenen Altern bei diesem Genus nicht
zugeben wollen, so kömmt sie denn doch sehr oft vor, obgleich weniger
häufig als bei Molossns. Die Normalzahl der Schneidezähne bei den
jungen Individuen ist 4y ohne dass dieselbe auch im jüngsten Zustande
je überschritten würde ; im vorgerücktem Alter aber kann sich dieselbe
von 8 auf 2 vermindern, wie die oben angeführten Formen zeigen.- Das
von Mehreren angegebene Verhältniss haben wir nie bemerkt, desto
häufiger aber das umgekehrte.
Das Genus Phyllostoma wurde von Geoffroy im Tabl. Method. des
Quadr. aufgestellt und später in den Ann. du Musée XV. (Memoire sur
les Phyllostomes p. 182 seq.) ausführlicher behandelt. Illiger Prodr.
1811 ändierte den Namen unnötliiger Weise in Phyllostomus um. Von
neuern Naturforschern wurde es, auf unzulängliche Merkmale gestützt,
vielfach zersplittert. Von der grossen Zahl der schon bekannten Phyllostomen
kommen viere in Peru vor; die übrigen daselbst beobachteten
sind neu. W ir wollen zuerst die , welche eine Schenkelflughaut und
einen Seliwanz haben, betrachten.
1. PH. ELONGATUM. Geoffroy.
Auf dem Rücken schwarz ; am Rauche grau ; die Haare mit lichter
Basis; die Flughaut schwarz. Das Nasenblatt sitzt mit einer breiten
Basis auf und ist lanzetförmig, ganzrandig und reicht nach hinten gelegt
big auf die Mitte der Stirne. Das Hufeisen ist ziemlich schmal; die
Schnauze etwas verlängert und stumpf; die Ohren sind gross, zugespitzt
und mit queren Falten ; die Ohrenklappe am äussern Rande gezähnelt.
Der. Schwanz ist sehr1 kurz; seine Länge verhält .sich zu der der
Schenkelflughaüt wie 1 ;4 ; sein kleines freies Ende ist warzenförmig.
Zuerst von Geoffroy St. H. in den An. Mus. XV. p. 181, tab. 9
beschrieben und abgebildet. Die Abbildung ist gut, nur scheint uns
die Schnauze viel zu stumpf zu sein.