
die Bemerkung von Prof. J . Müller zu Nilson’s Abhandlung 1. c. p. 330,
welche zeigt, dass der Leo marinus Steller Nom. Comm. Petrop. IL
p. 562 (Otaria leonina mehrerer Neuerer, Ot. Stelleri Less. Dict. dass.
XIII* p. 420), von dem Herr von Chamisso einen Schädel aus Kamtschatka
mitgebracht hat, ganz verschieden von Platyrhynchus leoninus
F. Cuv. Mem. Mus. XI. p. 208. tab. 15 ist und ebensowenig mit O. leonina
Per. verwechselt werden darf.
2. O. ULLOAE. Tsch. tab. 6.
O. supra ex cinereo-fusca, subtus ferrugineo-fusca pedibus nigerrimis.
Der Kopf ist länglichviereckig, vorn etwas schmaler als hinten,
der Hinterkopf ist etwas convex, die Oberlippen sind wulstig aufgeworfen.
Ueber der Nase stehen jederseits 1 5—-20 platte Spürhaare,
von denen einige die Länge von 3 1/*" erreichen 5 über jedem Auge
stehen ein oder zwei sehr starke 2 " lange Spiirhaare, der Unterkiefer
hat keine. Das Auge ist klein; das Ohr hildet einen 4 " ' breiten kegelförmigen
Hautanhang. Der Körper wird nach hinten rasch schmaler.
Die vorderen Extremitäten bilden länglichdreieckige Flossen ohne bestimmt
abgesonderte Finger, man bemerkt aber fünf sehr kleine Nägel.
Die Hinterfüsse sind eben so lang als die vorderen; die drei mittelsten
Zehen haben jede einen 7 '" langen convexen, dicht aufliegenden
scharfen Nagel; die äusserste Zehe hat einen sehr kleinen Nagel, die
innerste keinen. Von den Hautlappen der Zehen ist der innerste beinahe
ums Doppelte breiter und auch etwas länger als die drei folgenden,
die an Länge und Breite ziemlich mit einander übereinstimmen;
der äusserste ist kürzer als die übrigen, aber breiter als die vorhergehenden.
Die Zehen sind nur bis zur Basis der letzten Phalanx behaart,
die innere Seite der Füsse ist nackt, mit schwarzer Sohle.
Der Schwanz ist sehr kurz, drehrund, an der Spitze nackt.
Die Färbung dieser Otaria ist auf dem ganzen Körper fast die
nämliche, zeigt aber, so wie bei den übrigen Thieren dieser Familie,
bedeutende Verschiedenheiten je nach der Seite, von der man das Thier
betrachtet. Von vorn nach hinten, also längs des Haares gesehen, ist
es graubräunlich, mit silberweissem Reflex nach hinten zu, von hinten
nach vorn, also gegen das Haar, ist es hellolivengrün. Die nackte
Flossenhaut ist schwarz, eben so die Spitze des Schwanzes. Der
Bauch ist mehr rothlichbraun, als der Rücken. Es finden sich Exemplare,
die viele weisse kleine Flecken an den Seiten des Körpers
haben. Die Spürhaare sind ihrer grössten Länge nach schwarz, an
den Spitzen weisslich. Die Spitze des Ohres ist schwarz. Länge von
der Schnauzenspitze zur Schwanzspitze 4 — 5%'. — Das abgebildete
Exemplar misst in der ganzen Länge 4 '. Länge des Kopfes 71/,",
Breite des Kopfes 5 y/. Abstand der vorderen Augenwinkel von einander
5 " 6'", von der Schnauzenspitze 5 ", des hinteren Augenwinkels
vom Ohr 2 " 9'". Länge des Ohres 9'", der längsten Spürhaare 3 "
6 1. Länge der vorderen Extremitäten sowie auch der hinteren 1 2 /y,
Breite 4 " 6'".
Der Schädel ist gestreckt, comprimirt; der Interorbitaltheil ist sehr
schmal und hildet nach hinten mit dem aufgetriebenen Seitentlieile des
Stirnbeines und nach vorn mit dem hintern Rande des Processus postor-
hitalis einen fast rechten Winkel. Der Schädel ist bedeutend breiter
vor dem hintern Orbitalfortsatz, als hinter demselben, dieser ist nach
aussen länglich und verläuft allmählig nach vorn. Der vordere Orbitalansatz
ist klein und schwach nach vorn gebogen. Der Gaumen ist con-
cav und hat seitliche Kanten. Der hintere Gaumenrand ist unregelmässig
ausgeschnitten, seine Entfernung zu den Ramuli pterygoidei verhält
sich zu seiner Entfernung vom letzten Backenzähne wie I : 2,3.
Der Winkel des Unterkiefers ist sehr stumpf; der Fortsatz zwischen
ihm und dem Processus condyloideus steht nach hinten und aussen.
Die Länge des Schädels beträgt 9", der Abstand der Jochbeine 4".
O. AURITA. Humboldt.
0 . fuscay subtus fulvescens, pilis longis detise tecta, capite rotuhdo9
aunculis exterioribus longis carnosis tubulosis, conicis9 acutis, erectis;
dbio superior i inferiori longiori; oculo fusco9 minimo; vibrissis einer eis 9
e on0a^s circum os; pinnis anterioribus posterioribus % longioribus et la-
tionbus, externe arcuatis, margine interiori crenulato9 crenulis 9 alter na-
twi brevioribus, postremis minutissimis; ungues nullte$ pinnte posterioribus