
Schnabel schwarz ; Unterkiefer an der Basis blau; Füsse blaugrau •
Nägel schwarzbraun ; Iris kaffeebraun.
Ganze Länge 5", Schnabel 5'", Flügel 2 " 7'", Tarse 6,5'",
Schwanz 1" 7,5/;/. Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 : 4,7.
Weibchen. Ueberall, wo das Männchen goldgelb ist, grünlichgelb,
die dunkelblauen Stellen aber olivengrün.
Ueber den höchst merkwürdigen Mangel eines eigentlichen Magens
bei diesem Genus vergl. Dr. P. W . Lund de Genere Fuphones.
Vorkommen. Diese Species ist durch ganz Brasilien und den
grössten Theil des östlichen Peru verbreitet 5 sie lebt auf hohen Bäumen
in den lichtem Vorwäldern. Ihr Gesang ist angenehm und helltönend.
46. Genus. Illig.
»Das Genus Procnias ist bisher zu den Ampeliden gezählt worden,
seine natürliche Stellung ist jedoch bei den Tanagriden, da es
wie diese nur 9 Fittigfedern und einev gestiefelte Laufsohle hat, also
wesentlich von den Ampeliden abweicht. Nach Entfernung einiger irr-
thümlich zu Procnias gestellten Arten (siehe das Genus Ampelion)
bleibt für diese Gattung nur der Typus Procnias ventralis übrig, zu
der ich noch als zweite Species die Tanagra viridis Vieill. Temm.
stelle 1).« Cabanis.
1. PR. VENTRALIS. Illig.
Haube, Nacken und Rücken grünlichblau, auf den Eckflügeln und
den obern Flugdecken herrscht mehr die grüne als die blaue Farbe vor.
Stirn, Augenixreis, Gesicht und Kehle sind tief schwarz, die Ohrgegend
hellblau. Die erste Fittigfeder ist ganz schwarz, die übrigen
haben einen schwachen bläulichen Saum am änssern Fahnenbarte, der
auf den Schwungfedern bedeutend breiter ist und auf den Eckflügeln
beinahe den ganzen änssern und die Spitze des innern Fahnenbartes
i) Gray identificirt mit Unrecht in seiner List of genera Procnias 111. mit Chasmarhynchus
Temm. Der Typus des Genus Procnias ist P. ventralis 111., da Illiger selbst im Prodromus die
andern beiden Arten: Ampelis variegata und A. carunculata L. Gmel. mit ? bezeichnet, weil er
dieselben gar nicht gekannt hat. Jede andere Deutung des Genus ist durch die 1820 von Tem-
minck pl. col. 5 erfolgte Begründung von Procnias unzulässig. C.
einnimmt. Die untern Flugdecken sind grün. Das äusserste Paar der
Schwanzfedern ist ganz schwarz, die folgenden am änssern Fahnen-
bartc grün gesäumt; das mittelste Paar blau, mit schwarzem Mittelstreifen.
Brust und Vorderbauch sind grünlichblau oder blaugrün, je
nach dem Auffallen des Lichtes. Die Mitte des Hinterbauches und
die untern Schwanzdecken sind rein weiss, die Weichen weisslich-
hlau, mit schmalen, schwarzen Querbinden.
Schnabel schwarz, an der Spitze etwas hornfarben; Füsse dunkelbraun;
Nägel schwarzbraun; Iris hellbraun.
Ganze Länge 6 " 3'", Schnabel 8'", Flügel 3 " 3"', Tarsen 6,5
Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 : 6,8.
Die jungen Männchen sind zeisiggrün, mit einem leisen blauen
Anfluge. Kehle und Stirn sind grau, mit wenigen schwarzen Federn
untermischt. Der Unterleib ist weisslichgelb und wird erst beim E rscheinen
der blauen Federn weiss. Die Weibchen unterscheiden sich
von den jungen Männchen dadurch, dass bei ihnen gar keine Spur
von blauer Färbung vorhanden ist und Kehle und Stirn grau sind,
während sie bei jungen Männchen fast ganz weiss sind.
2. PR. VIRIDIS. Cab. MSS.
Stirn gelblichgrün; Scheitel, Nacken, Gesicht, Kehle und Vorderbrust
sehr schön smaragdgrün. Das Auge ist von einem Kreise sehr
kurzer hellblauer Federchen umgehen. Zwischen dem Nacken und
Rücken verläuft eine breite, lebhaft hellblaue Querbinde. Der Rücken
und die obern Flugdecken sind lauchgrün, die obern Schwanzdecken
lebhafter wie der Nacken. Die Fittig- und Schwungfedern sind
schwarz, am äussern Fahnenbarte grünlich, am innern mit einem weiss-
lichen Saume. Die Schwanzfedern sind braunschwarz, der äussere
Fahnenbart bei allen mehr oder weniger grün. Der Bauch und die
untern Schwanzdecken sind gelb, die Weichen und Schienen mehr
grünlich. Die untern Flugdecken sind weiss.
Schnabel an der Basis weiss, an der Spitze blauschwarz; Füsse
bleifarben; Nägel braun.
Ganze Länge 4 " 3'", Schnabel 5"', Flügel 2 " 3"', Tarse 6'",
Schwanz 1 " 6W. Verhältniss der Tarse zum Flügel 1 : 4,5.