
6. Genus. MACTEMA© Lin.
1. M. AMERICANA. Lin.
"Wir haben nur zweimal diese Species in Peru gesehen; einmal
in der Montana von Yitoc, als ein Exemplar nach sehr langem Fluge
sich auf das Dach der Plantage Pacchapata setzte; das zweitemal auf
den Hochebenen zwischen Carhuamayo und dem Cerro de Paseo. M.
americana scheint in Peru sehr selten zu sein; denn beidemal war der
Vogel den Indianern, denen wir ihn zeigten, unbekannt.
7. Genus. PILAYAEEA® Lin.
1. PL. AJA JA. Lin.
Dieser schöne Vogel wird nur in den tiefem Gegenden der Urwälder
gefunden und zwar vorzüglich im nordöstlichen und mittlern
Peru, aber auch hier schon selten. Er verbreitet sich in Südamerika
mehr längs der Küste des atlantischen Oceans.
Dritte Familie. TANTAL1DA2.
Ibise.
8. Genus. T AW A LU S » Lin.
1. T. LOCULATOR. Lin.
W ir haben diese Species zwar nicht selbst in Peru beobachtet;
nach Angabe einiger Beisenden soll sie aber nicht selten in der Provinz
Maynas Vorkommen.
9. Genus. IB I S . Cnv.
W ir haben von diesem Genas drei Species. 1. ƒ. plumbea Tcmm.
in den tiefen Waldrcgionen, zuweilen jedoch vereinzelt auch längs der
Flusse der Küste. 2. I. Ordi Bonap., der »Yanahuico« der Indianer,
in der Sierra-, vorzüglich aber in der Punaregion, wo er schaaren-
weisc in Sümpfen lebt, und 3. der ƒ. melanopis Forst., von den Indianern
»ßandurria« genannt, ebenfalls ein Bewohner der Punaregion,
der nach der Ernte in die Gebirgsthäler hinabsteigt und die Stoppelfelder
besucht. Er lebt paarweise, nur zur Zeit des Streichens vereinigt
er sich in grosse Schaaren. Sein Fleisch schmeckt angenehm.
Die Indianer fangen ihn mit Wurfkugeln (Bolas).
Vierte Familie. SCOLOPACIDyE.
Schnepfen.
10. Genus. TSäälASJAo Lin.
I . TR. FUSCICOLLIS. Vieill.
Nur die Tr. fuscicollis tritt als Repräsentant dieses Genus in Peru
auf. Sie hat einen-weiten vertikalen Verbreitungsbezirk, da sie sowohl
an der Küste, als durch alle Regionen bis 12,000' ü. M. gefunden
wird.
I I . Genus. A C T IT IS . Boje.
1. A. MACULARIUS. C. Bonap.
Auch dieses Genus hat nur einen Repräsentanten aufzuweisen,
nämlich die schon von Wilson beschriebene Tringa macularia, die aber
nicht mit dem Totanus macularius Pr. Max. Beitr. IV. pag. 727 zu
verwechseln ist. Sie lebt fast nur in den gemässigten Zonen der Cordilleras.
Ein einzigesmal haben wir an der Küste in Huacho, in einer
sumpfigen Gegend, ein Exemplar dieser Species erlegt.
12. Genus. TO TA N U S . Bechst.
W ir haben den T. chloropygius Vieill. und den T. flavipes Vieill.
in den heissen Waldregionen bis zu 6 0 00' ü. M. gefunden. Die Exemplare
der letztem Species sind etwas grösser als die, welche im östlichen
Südamerika gefunden werden, stimmen aber ganz mit der Tringa
macröptera Spix Av. Bras. II. pag. 76. tab. 92 überein. Vielleicht
stellt es sich bei grösseren Suiten von Individuen, als die sind, welche
uns zu Gebote stehen, heraus, dass die Spix’sche Species die
peruanische Form mit ihr vereinigt, wirklich eine gute Art und von
T. flavipes verschieden sei. Der T. melanoleucus soll ebenfalls in
Peru gefunden werden. W ir haben ihn dort nicht getroffen.
15. Genus. SCOLOä^AX. Lin.
1. SC. FRENATA. Illig.
Diese Species, die so lange mit Sc. gallinago verwechselt wurde,
unterscheidet sich von ihr durch die deutlicher ausgeprägte Zügelbinde
3 8 *