
die übrigen Fittigfedern haben nur einen leichten, hellgrauen Anflug
statt des weissen Saumes, der oft auch ganz fehlt. Die Schwanzfedern
sind ziemlich lang und einfarbig schwärzlich, nur die beiden
äussersten haben einen weissen äussern Fahnenbart. Die unteren
Schwanzdecken sind hellgrau oder weisslich.
Schnabel schwarz; Füsse dunkelbraun; Nägel schwärz ; Iris brannroth.
Ganze Länge 8 ", Schnabel 9'", Tarse 8'". Verhältniss der Tarse
zum Flügel 1 : 5,2.
4. M. FERRUGINEUS. Cab.
Der Scheitel ist gelblichweiss, die Stirn und die Augenbraunen
etwas heller. Der Hinterkopf und der Rücken sind graubraun; die
obéra Flugdecken und die Eckflügel schwarzbraun. Die Färbung der
Fittig- und Schwungfedern zeigt das nämliche Verhältniss wie bei M.
rufiventris; bei ersteren sind der äussere Fahnenbart und die Spitze
des innern dunkel schwarzbraun, bei den letzteren nur das letzte Drittel
des äussern und die Spitze des innern Fahnenbartes von dieser Färbung,
der ganze übrige Theil lebhaft rothbraun. Bei den Schwanzfedern
verhält es sich wie bei den Fittigfcdern. Die Kehle ist gelblichweiss,
die ganze übrige Unterseite des Vogels hell rothbraun; die
untern Flugdecken sind etwas blasser, der Flügelbug röthlichweiss.
Schnabel und Füsse schwarz. Iris dunkelbraun.
Ganze Länge 8 ", Schnabel 11'", Tarse 6'". Verhältniss der
Tarse zum Flügel 1 : 8,9.
Diese durch ihre kurzen Tarsen und ziemlich langen Flügel ausgezeichnete
Species ist auf die mannigfaltigste Weise in verschiedene
Genera untergebracht worden. Von Latham Syn. I. 2. pag. 662. 11
ist sie als Todus ferrugineus aufgeführt (eben so bei Linné Gmel. I.
pag. 446. 12). Azara beschrieb sie oberflächlich Apunt. Nro. 189 als
Suiriri roxo oscuro. Vieillot N. D. XXXV. pag. 74 reihte sie unter
Tyrannus als T. bellicosus. Spix Av. Bras. II. pag. 11 beschrieb sie
als Platyrhynclms hirundinaceus. Der sonst so genaue Prinz Maximilian
übersah die Arbeiten seiner Vorgänger und belegte sie mit dem neuen
Namen Platyrhynchus hirundinaceus Beitr. III. 2. pag. 977. Orbigny
machte aus dieser Species Syn. 1. c. pag. 46 ein neues Subgenus Hirun-
dinea und nahm Vieillot’s Speciesnamen an, da er, wie aus den Synonymen
hervorgeht, nicht wusste, dass Todus ferrugineus Lath. identisch
mit diesem Vogel sei, und Hr. Cabanis reihte sie endlich seinem neugeschaffenen
Genus Myiarchus *) ein (Tsch. Consp. Av. Nro. 64).
Jedenfalls unterscheidet sich diese Art auch vom Genus Myiarchus
durch das schon oben angeführte Verhältniss der Tarse zum Flügel und
durch den breitem, mehr deprimirten Schnabel.
5. M. CORONATUS. Cab.
Die Seiten des Halses, die Ohrgegend, der Rücken und. Bürzel
sind graubraun; die Fittig- und Schwungfedern und die obern Flugdecken
sind schwärzlichbraun, letztere mit einem weisslichen Saume.
Die Schwanzfedern sind schwärzlichbraun, die äussersten jederseits mit
einem weissen äussern Fahnenbarte und alle an der Spitze mehr oder
weniger weiss. Die Federn der Haube sind verlängert und sehr schmal.
Der ganze Oberkopf und der Unterleib sind hochroth, der erstere am
intensivsten, der Steiss viel matter.
Schnabel und Füsse schwarzbraun. Iris roth.
Ganze Länge 5 " 6'", Schnabel ö1^"', Tarse 7'". Verhältniss
der Tarse zum Flügel 1 : 4,9.
Die Weibchen und jüngera Vögel unterscheiden sich von den alten
Männchen durch die braungraue Haube und den weissen Unterleib, welcher
mehr oder weniger braun gestreift ist; die rothe Färbung beginnt
am ersten am Steisse, aber sehr matt, dann folgt sie am Unterleibe und
an der Brust.
»Gould hat aus dieser Art seine Gattung Pyrocephalus gebildet.
Der Vogel ist indess ein ächter Myiarchus und der Gattungsname passt
nur auf M. coronatus, widerspricht aber entschieden den andern zu
Myiarchus gehörenden Arten.» Cabanis.
m Das von Hm. d’Orbigny auf diese Art allein gegründete Genus und der für dasselbe vorgeschlagene
Namen werden, ersteres als unhaltbar zu betrachten, letzterer als regelwidrig gebildet,
zu verwerfen sein. C. .