
Federn etwas heller als an ersterem. Der Rücken ist braun grün, mit
Bronzeglanz5 die Flügel mehr dunkelgrün, mit Stahlglanz. Die Fittig-
federn sind schwarz, der äussere Fahnenhart fehlt bei den ersten in
ihrem äussern Drittel fast ganz, der innere ist ebenfalls in der nämlichen
Ausdehnung sehr schmal, dann rasch erweitert. Die Oberflugdecken,
so wie der Hinterrücken fast wie der Vorderrücken gefärbt. Die
Schwanzfedern sind stahlgrün, mit Metallglanz. Die Unterflugdecken
sind braunschwarz, der Bürzel olivenbraun und glanzlos. Gesicht, Kehle
und Hals sind braun; Bauch, Weichen und Steiss zimmtroth, bei er*
sterem sind die Federn etwas heller und haben einen schmalen, weiss-
lichen Saum an der Spitze, die letzteren sind viel dunkler. Die Wachshaut
ist schwarz, die nackte Augenhaut roth.
Schnabel schwarzbraun, an den Bändern etwas heller; Füsse hoch-
roth; Nägel braungelb.
Ganze Länge 2 ' 2", Schnabel 1" 6 "', Tarse 2 " 9'". Verhältniss
der Tarse zum Flügel 1 : 4,2.
Die Luftröhre geht über das rechte Hakenschlüsselbein längs der
M. pectoralis major sinister etwa f/0 von der Crista sterni bis an den
hintern freien Rand des Brustbeines, biegt sich an demselben um und
steigt auf dem M. pectoralis major dexter nach oben und schlägt sich
über das linke Hakenschlüsselbein nach der Brusthöhle. Die Anordnung
ist der bei P. paragua am ähnlichsten, unterscheidet sich von ihr aber
dadurch, dass die Trachea hei jener über das linke Hakenschlüsselbein
hinunter und über das rechte hinauf steigt und also nur einen einfachen
Bogen bildet, während sie bei P. paragua eine Oese macht.
Von Ortalida Goudoti Less., der diese Species am meisten verwandt
ist, unterscheidet sie sich durch die Färbung, Grösse und den Verlauf
der Luftröhre.
Keine andere Species von Penelope steigt so hoch nach den Anden
hinauf wie P. rufiventris. W ir haben sie noch paarweise auf 7 2 0 0 'ü.M.
im mittlern Peru gefunden.
V IE R T E ©RIMSEMG*
Cursoves• Strausse.
Von dieser Ordnung, die in Südamerika durch zwei Species re-
präsentirt wird, haben wir hier nur die Rhea americana Lath. an Zufuhren,
die in einigen Gegenden der südlichen Westküste Vorkommen
soll. W^ir haben nie Gelegenheit gehabt, dieselbe im Zustande der
Freiheit zu beobachten. Nach Aussage glaubwürdiger Männer wird sie
in den Sandflächen nördlich von Arica zuweilen gesehen. Es sind uns
Eier von diesem Vogel gezeigt worden, die dort gefunden wurden.
f ü n f t e » m m m *
GraUatorcs» Sumpfvögel.
Eine ziemlich grosse Anzahl von Sumpfvögeln, die nicht nur in
den angränzenden Ländern, sondern auch über ganz Amerika, sogar
fast über die ganze Erde .verbreitet sind, kommt auch in Peru vor.
Nur sehr wenige Species sind diesem Lande eigentümlich. W ir werden
diese hier genauer beschreiben, indem wir uns beschränken, die
übrigen schon bekannten nur nominal aufzuführen.
Erste Familie. CHARADRID.E.
Regenpfeifer.
1. Genus. ©EI5ICNEMIJS® Temm.
1. OE. SUPERCILIARIS. Tsch.
Die Grundfarbe der Haube, der Nacken und der Rücken sind gelblichbraun,
mit feinen, schwärzlichen Querbinden gewellt; die Federschäfte
sind schwarz; auf dem Kopfe ist die Färbung etwas lebhafter