
den Ohren und erstreckt sich über den Nacken, zwischen den Schultern
allmälig schmäler werdend, bis auf den Mittelrücken, wo es sich verliert.
Der Schwanz ist zwei Drittel seiner Länge schwarz, der letzte
Drittel ist weiss. Länge des ganzen Thieres 1 ‘ 4 " , des Schwanzes
8 y/. ,
In den Abhandlungen der schwedischen Academie der Wissenschaften
1769 p. 68 gab der als Naturforscher so ausgezeichnete und
verdienstvolle Mutis eine genaue Beschreibung dieses Thieres als Vi-
verra putorius und insbesondere des Drüsenapparates, der die so berüchtigte
Flüssigkeit absondert. Hr. v. Humboldt bestätigte Rec. Obs.
Zool. p. 550 die Angaben von Mutis.
2. M. FURCATA. Wagner.
Der Körper ist schwarz, auf dem Rücken und an den Seiten fettglänzend,
am Bauche matt, zuweilen rauchschwarz, sogar ins Tiefroth-
braune übergehend. Der Scheitel und der vordere Theil des Nackens
sind weiss; von letzterem geht jederseits ein breiter weisser Streifen,
längs der Seiten allmälig schmäler werdend, und verliert sich an den
Weichen und schliesst also den glänzend schwarzen Rücken als einen
abgestutzten Keil ein. Der Schwanz ist längs des ersten Drittels
schwarz, im übrigen Verlaufe weiss. Länge des ganzen Thieres 1 ' 6",
des Schwanzes 11lt.
Prof. Lichtenstein hat diese Species 1. c. p. 272 von den frühem
verworrenen Angaben gesichtet und M. chilensis benannt. Wagner 1. c.
p. 192 änderte zweckmässig den Namen in M. furcata um, weil diese
von der von Molina beschriebenen chilenischen Art verschieden ist.
Molina Paggio sulla hist. nat. del Chile (sec. ediz. 1810) p. 240
beschrieb seine Species als schwarz mit einem aus weissen Flecken
bestehenden Bande, welches von der Stirn bis zum Schwänze reicht.
Was bei dieser Beschreibung auffallt, ist die Form des Ohres, welches
Molina als gross, behaart, mit nach innen gebogenem Rande und einem
herabhängenden Ohrläppchen, wie beim Menschen, charakterisiert (wobei
wahrscheinlich viel Phantasie mit im Spiele war); dabei bezeichnet
er die Zahl der Zähne als 52, worunter 16 Backenzähne. Diese Species
würde nach dem Zahnbau zu Thiosmus, nach dem stärker entwickelten
Ohre aber zu Mephitis gehören. Wahrscheinlich hat Molina
bei diesem Thiere, wie bei so vielen andern, nur flüchtig beobachtet.
Keiner der neuern Reisenden hat dasselbe wieder gefunden.
5. M. AMAZONICA. Lichtenst.
Der Körper ist mattschwarz; die Füsse, besonders an der Innenseite,
braunroth. Auf dem Hinterkopf ist ein weisser nach hinten halbmondförmig
ausgeschnittener Flecken; wie weit er nach vorn reicht,
können wir nicht angeben, da bei dem einzigen Exemplar, welches
uns die Indianer brachten, der Kopf ganz zermalmt war. Von den
beiden hintern Enden dieses Fleckens gehen zwei, Anfangs breite,
später dann schmäler werdende, nach aussen sichelförmig gekrümmte
Binden, die auf dem Kreuze sich nähern, ohne sich zu berühren, und
daselbst aufhören. Sie schliessen also einen schmalen, ovalen, nach
hinten geöffneten schwarzen Rückenfleck ein. Der Schwanz ist ganz
schwarz. Die Länge des Thieres betrug, soweit wir es messen konnten,
l l y/, die des Schwanzes 7 Ji,
Die Beschreibung ist nach einem Exemplar entworfen, welches
uns die Indianer nach wiederholtem Aufträge gebracht hatten; es war
aber so zerstört, besonders der Kopf, dass es zum Abbalgen untauglich
war. Bei der Vergleichung, dieser Notizen mit der Arbeit des
Hrn. Professor Lichtenstein schien es uns, dass dieselben mit seinem
M. amazonica 1. c. p. 275 übereinstimmen, sowohl in der Färbung als
auch in der relativen Länge des Schwanzes, denn bei dem von uns
gemessenen Individuum fehlen wenigstens zwei Zoll des Kopfes.
Lebensweise. Die Mephites sind nächtliche Thiere, doch kommen
sie auch bei trüben Tagen zuweilen aus ihren Löchern hervor; bei Sonnenschein
haben wir nur ein einziges Mal ein solches Thier gesehen.
Ihr Auge ist sehr empfindlich gegen das Licht. Nach Sonnenuntergang
verlassen sie ihre tiefen "Wohnungen und gehen ihrer Nahrung
nach. W ir haben in mondhellen Nächten Stundenlang kleine Gesellschaften
beobachtet, wie sie sich auf das possirlichste amüsirten; einige
hüpfen mit gebogenem Rücken wie Katzen, denen man den Rücken
kratzt, mit gesenktem Kopfe und aufgerichtetem Schwänze; andere graben
mit grosser Rehendigkeit Löcher, um Insektenlarven und Würmer